Spülmaschine in Home Assistant überwachen: Wenn der Spülgang hängen bleibt

Die Spülmaschine mit Home Assistant zu überwachen, gehörte von Anfang an zu den Automationen, die ich in meinem Smart Home umsetzen wollte. Öffnet man die Spülmaschine direkt nach dem Spülgang, hilft die Restwärme dabei, das Geschirr zu trocknen. So muss ich deutlich weniger von Hand abtrocknen.

Deshalb habe ich eine Automation eingerichtet, die mich über mein zentrales Benachrichtigungsskript informiert, sobald die Spülmaschine fertig ist. Damit muss ich nicht ständig nachsehen oder mir merken, wann ich sie gestartet habe.

Allerdings gibt es eine Situation, in der diese Fertigmeldung ausbleibt: Meine Spülmaschine zeigt in unregelmäßigen Abständen einen Fehler an und beendet ihren Spülgang nicht wie vorgesehen. Es ist mir deshalb schon passiert, dass ich erst Stunden später bemerkt habe, dass die Maschine noch immer nicht fertig war. Insbesondere an stressigen Home-Office-Tagen hat das schon für zusätzlichen Frust gesorgt.

Gemeinsam mit Codex habe ich deshalb meine bestehende Home-Assistant-Automation erweitert. Sie erkennt inzwischen nicht nur das reguläre Programmende, sondern meldet mir auch einen auffälligen Betriebszustand. So kann ich bei einem möglichen Fehler deutlich früher reagieren.

So erkennt Home Assistant einen festhängenden Spülgang

Am 07.09.2026 habe ich die Spülmaschine um 13:04 Uhr im Standardprogramm gestartet. Nach einer vorgesehenen Laufzeit von 1:20 Stunden hätte sie gegen 14:24 Uhr fertig sein sollen. Stattdessen meldete meine Automation um 14:54 Uhr einen möglichen Fehler. Auf dem Display der Spülmaschine wurde dabei der Fehlercode E22 angezeigt.

Um diesen Fall zu erkennen, überwacht Home Assistant durch eine FRITZ!DECT-200-Steckdose die Leistungsaufnahme der Spülmaschine. Im ausgeschalteten Zustand beträgt die Leistungsaufnahme 0 Watt. Während des Spülvorgangs schwankt die Leistungsaufnahme zwischen wenigen Watt und mehr als 2.000 Watt. Entscheidend ist hierbei die Dauer der Leistungsaufnahme in den einzelnen Programmphasen.

So wurde um 14:09 Uhr erkannt, dass die Niedriglastphase begonnen hat. Der 45-Minuten-Timer begann bei einer Leistungsaufnahme von 1,64 Watt. Wäre die Leistungsaufnahme währenddessen auf über 5 Watt gestiegen, hätte die Automation den Timer abgebrochen. Da die Leistungsaufnahme über 45 Minuten im Niedriglastbereich blieb und die Spülmaschine weiterhin eingeschaltet war, wertete meine Automation diesen Zustand als mögliche Störung. Entscheidend war dabei nicht allein die geringe Leistung, sondern vor allem ihre Dauer.

Der Timer lief 45 Minuten später ab und die Automation schaltete nach Prüfung der Fehlerbedingungen den Helfer input_boolean.spulmaschine_storung_erkannt ein. Folgende Bedingungen und Voraussetzungen hat meine Automation bei der Fehlererkennung berücksichtigt:

BedingungTatsächlicher ZustandErgebnis
45-Minuten-Timer abgelaufenTimer wechselte von active auf idleerfüllt
Spülmaschine noch eingeschaltetbinary_sensor.spulmaschine = onerfüllt
Leistung über 0,5 Watt1,71 Watterfüllt
Leistung unter 5 Watt1,71 Watterfüllt
Spülvorgang zuvor erkanntinput_boolean.spulmaschine_lauf_erkannt = onerfüllt
Leistungssensor liefert gültige Werte1,71 Watterfüllt

Da alle Bedingungen erfüllt waren, wurde script.benachrichtigung mit der Fehlermeldung aufgerufen und ich habe eine Benachrichtigung über den Fehlerfall erhalten. Die Leistungsaufnahme blieb weiterhin im Niedrigbereich.

Erst um 14:56 Uhr fiel die Leistungsaufnahme auf 0 Watt, als ich die Spülmaschine manuell ausgeschaltet habe. Weitere 5 Minuten später wurde der Helfer input_boolean.spulmaschine_storung_erkannt zurückgesetzt und stand wieder auf off.

Wie sich ein normaler Spülgang davon unterscheidet

Wie ein regulärer Spülgang aussieht, lässt sich anhand meiner Messdaten vom 20.10.2026 nachvollziehen.

Um 08:19 Uhr wechselte der Binärsensor binary_sensor.spulmaschine auf on und die Leistungsaufnahme betrug 13,58 Watt. Damit begann der Spülvorgang. Zwischen 08:20 und 08:28 Uhr wechselte die Leistungsaufnahme zwischen niedrigen und mittleren Werten, stieg dann jedoch auf 80,46 Watt an. Kurz darauf lag die Leistungsaufnahme bei 2.238,6 Watt. Da die Leistungsaufnahme für mindestens 30 Sekunden über 1.000 Watt lag, setzte die Automation den Helfer input_boolean.spulmaschine_lauf_erkannt auf on.

Laut Datenaufzeichnung in Home Assistant gab es darauffolgend zwischen 08:38 und 09:22 Uhr mehrere Abschnitte mit hohen Leistungsaufnahmen, die sich mit Zwischenphasen von 20 und 80 Watt abgewechselt haben. Bis zum Abschalten um 09:48 Uhr lagen die Werte dann ab 09:22 Uhr zwischen 2,28 und 1,71 Watt.

Daran lässt sich erkennen, dass eine geringe Leistungsaufnahme von rund 2 Watt nicht automatisch auf einen Fehler hinweist. Auch während eines regulären Spülgangs kann die Maschine längere Zeit in diesem Bereich bleiben. Am 20.10.2026 waren es 25 Minuten und 36 Sekunden, bevor die Leistungsaufnahme auf 0 Watt fiel. Ab diesem Zeitpunkt war der Spülvorgang regulär beendet. Im Anschluss folgte um 09:53 Uhr das Zurücksetzen des Laufmerkers und die Erkennung war wieder auf ihren Ursprungswert zurückgekehrt.

Der Unterschied zwischen Normal- und Fehlerfall lässt sich demnach anhand dieses Beispiels wie folgt einordnen:

NormalfallFehlerfall
25:36 Minuten Niedriglast, dann reguläres Ende45:00 Minuten Niedriglast, danach Störungsmeldung

Der Vergleich zeigt, dass die Leistungsaufnahme allein nicht ausreicht, um zuverlässig zwischen einem regulären und einem festhängenden Spülgang zu unterscheiden. Deshalb berücksichtigt meine Automation neben den Messwerten auch die Dauer der Niedriglastphase und den aktuellen Zustand der Spülmaschine.

Aus den Daten wurde eine Störungserkennung

Die bereits vorhandenen Messwerte bildeten die Grundlage für eine tiefergehende Analyse mit Codex. Die Idee war, dass die ausgeschaltete Spülmaschine mit einer Leistungsaufnahme von 0 Watt unterhalb des Verbrauchs während einer Störung liegt und man diesen Zustand erkennen müsste. Als Grundlage habe ich hierfür die schon vorhandene Fertigmeldung ohne die eingebaute Störungserkennung genutzt. Auch die smarte Messsteckdose blieb unangetastet.

Die Idee, meine Spülmaschine anhand ihrer Leistungsaufnahme zu überwachen, begleitet mich übrigens schon länger. Bereits mit OpenHAB habe ich eine entsprechende Lösung umgesetzt und im Artikel „Spülmaschine smart machen – Bitte räum mich aus!“ darüber berichtet.

Codex und ich haben dann anhand eines konkreten Störungsfalls die Messwerte analysiert und mit einem normalen Durchlauf verglichen. So entstand innerhalb von weniger als 30 Minuten eine Erweiterung der bestehenden Automation, welche den Fehlerfall ebenso abbildet. Zwar wollte Codex zu Beginn eine zweite Automation einführen, das entsprach jedoch nicht meinem Verständnis für die zugrundeliegende Architektur. Ich möchte nur dort Automationen trennen, wo es einen entscheidenden Vorteil bietet. In diesem Fall überwachen beide Abläufe dieselbe Spülmaschine und greifen auf gemeinsame Sensoren und Helfer zurück. Deshalb wollte ich die Logik in einer bestehenden Automation zusammenhalten.

Das passt zu meinem aktuellen Vorgehen, mit dem ich durch clevere Automationen und eine gezielte Datenauswertung meinem Smart Home weitere Funktionen verleihen will.

Codex schlug mir außerdem vor, neben der Leistungsaufnahme auch den Faktor Zeit zu berücksichtigen. So entstand die Entscheidung für eine Niedriglastphase von 45 Minuten. Dieser Wert sollte ausreichend Puffer bieten, um normale Programmphasen mit geringer Leistungsaufnahme nicht versehentlich als Störung zu erkennen. In den bisher beobachteten Fällen hat die Automation die tatsächlichen Störungen zuverlässig erkannt. Fehlalarme sind bislang nicht aufgetreten, weshalb ich bisher keine weiteren Anpassungen vorgenommen habe.

Durch den zusätzlichen Störungshelfer kann ich im Nachgang außerdem nachvollziehen, wie häufig meine Automation einen Fehlerzustand erkannt hat. Dazu nutze ich die Historie, welche im Standardumfang von Home Assistant bereits vorhanden ist. Anhand der gespeicherten Historie kann ich nachvollziehen, ob sich die erkannten Störungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums häufen.

So entscheidet Home Assistant über eine Meldung

Um einen Spülvorgang korrekt als solchen zu erkennen, muss die Leistungsaufnahme für mindestens 30 Sekunden bei über 1.000 Watt liegen. Ist diese Bedingung erfüllt, erkennt das Smart Home einen Lauf und setzt den entsprechenden Helfer. Durch diese Schwelle reduziere ich das Risiko von Fehlinterpretationen, beispielsweise wenn die Spülmaschine zwar eingeschaltet, aber noch kein Spülprogramm gestartet wurde.

Der Laufmerker ist eine Voraussetzung für die spätere Störungsmeldung. Ohne einen zuvor erkannten Spülgang löst meine Automation keine solche Meldung aus.

Neben dem Laufstart sind die Niedriglastphasen wichtig. Bei der Analyse meiner Messdaten hat sich der Bereich oberhalb von 0,5 und unterhalb von 5 Watt als geeigneter Niedriglastbereich für meine Spülmaschine herausgestellt. Diesen Bereich überwacht meine Automation mit einem 45-Minuten-Timer. Die Daten ergeben sich aus der Historie in Home Assistant und lassen sich ideal mit Claude oder Codex analysieren.

Am 23.10.2026 konnte ich dieses Verhalten anhand eines weiteren Spülgangs beobachten. Um 15:36 Uhr startete der 45-Minuten-Timer bei einer Leistungsaufnahme von 2,14 Watt. Als die Leistung um 15:41 Uhr auf 7,72 Watt anstieg, wurde der Timer abgebrochen. Um 15:43 Uhr begann die Überwachung bei 2,07 Watt erneut. Da die Spülmaschine anschließend weitere 45 Minuten im Niedriglastbereich blieb, löste meine Automation um 16:28 Uhr eine Störungsmeldung aus.

Das Beispiel zeigt, warum eine kurze Niedriglastphase allein noch keinen Fehler bedeutet. Erst wenn dieser Zustand über den festgelegten Zeitraum bestehen bleibt und die weiteren Bedingungen erfüllt sind, meldet meine Automation eine mögliche Störung.

Wichtig ist, die Leistungsaufnahme der eigenen Spülmaschine zunächst über mehrere reguläre Spülgänge zu beobachten. Ein bereits dokumentierter Fehlerfall kann zusätzlich helfen, geeignete Grenzwerte festzulegen und die Erkennung zu überprüfen.

Schaltet sich die Spülmaschine nach einem zuvor erkannten Spülgang regulär aus, ohne dass ein Störungszustand festgestellt wurde, erfolgt nach fünf Minuten die Fertigmeldung. Wurde hingegen eine Störung erkannt, unterdrückt meine Automation diese Meldung, damit ich nicht fälschlicherweise über ein erfolgreich abgeschlossenes Programm informiert werde. Beide Benachrichtigungsarten werden über mein zentrales Benachrichtigungsskript ausgegeben.

Nachdem die Spülmaschine für fünf Minuten ausgeschaltet war, setzt meine Automation die entsprechenden Helfer zurück. Am 23.10.2026 geschah das um 17:08 Uhr, nachdem die Maschine um 17:03 Uhr ausgeschaltet worden war. Technisch dienen diese fünf Minuten für die Erkennung eines stabilen Aus-Zustands. Bei der Wahl des Zeitraums habe ich mich außerdem daran orientiert, dass ich die Spülmaschine normalerweise nicht innerhalb weniger Minuten erneut starte.

Die Automation auf das eigene Setup übertragen

Um meine Automation mit der Fehlererkennung im eigenen Smart Home einzusetzen, benötigt man zunächst eine Steckdose mit Leistungsmessung, die sich in Home Assistant integrieren lässt. In meinem Setup kommt dafür eine FRITZ!DECT-200-Steckdose zum Einsatz, deren Messwerte über die FRITZ!Box an Home Assistant übertragen werden.

Hinzu kommen Entitäten, die unterschiedliche Zustände ausdrücken:

EntitätTypAufgabe
sensor.spulmaschine_leistungLeistungssensorLiefert die aktuellen Wattwerte
binary_sensor.spulmaschineBinärsensor-HelferZeigt den Aktivstatus der Spülmaschine:
{{ states(’sensor.spulmaschine_leistung‘) | float(0) > 0 }}
input_boolean.spulmaschine_lauf_erkanntUmschalter-HelferMerkt sich den erkannten Spülgang
input_boolean.spulmaschine_storung_erkanntUmschalter-HelferSpeichert den erkannten Störungszustand
timer.spulmaschine_niedriglastTimer-HelferÜberwacht die 45-minütige Niedriglastphase

Den Binärsensor habe ich als Template-Helfer schon vor dem Umbau der Automation angelegt. Er prüft, ob die Leistungsaufnahme größer als 0 Watt ist, und unterscheidet damit zwischen dem eingeschalteten und ausgeschalteten Zustand meiner Spülmaschine.

Die beiden Umschalter-Helfer und der Timer müssen vor dem Einrichten der Automation in Home Assistant angelegt werden. Der Leistungssensor stammt aus der verwendeten Messsteckdose. Die Entity-IDs müssen anschließend mit den Angaben in der YAML-Konfiguration übereinstimmen.

Wichtig ist, die Leistungswerte der eigenen Spülmaschine zu kennen. Die Grenzwerte müssen anhand der tatsächlichen Messdaten überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Für die Fertigmeldung verwende ich zusätzlich die AI-Task-Funktion von Home Assistant. Dafür muss ein entsprechender KI-Anbieter eingerichtet sein. Wer keine KI-generierten Texte verwenden möchte, kann den entsprechenden Abschnitt der Automation durch eine feste Benachrichtigung ersetzen.

Zudem setze ich mein eigenes Benachrichtigungsskript ein, das ich im Artikel „28 Automationen, eine Benachrichtigungslogik“ genauer vorstelle. Auch dieser Aufruf muss für das eigene Setup angepasst werden.

Meine vollständige Automation sieht folgendermaßen aus:


# Home Assistant: Spülmaschinenüberwachung mit Fehlererkennung
#
# Vor dem Einsatz anpassen:
# - sensor.spulmaschine_leistung: Leistungssensor der eigenen Steckdose
# - binary_sensor.spulmaschine: Aktivstatus der Spülmaschine
# - input_boolean.*: eigene Helfer für Lauf- und Störungserkennung
# - timer.spulmaschine_niedriglast: eigener Timer-Helfer
# - script.benachrichtigung: individuelles Benachrichtigungsskript
#
# Die Leistungsgrenzen und Zeitwerte wurden für eine konkrete
# Spülmaschine ermittelt und müssen bei anderen Geräten geprüft werden.

alias: Spülmaschine fertig
description: >-
  Überwacht den Spülmaschinenlauf anhand der Leistungsaufnahme, meldet
  ungewöhnlich lange Niedriglast und unterdrückt danach eine falsche
  Fertigmeldung.

triggers:
  - trigger: numeric_state
    entity_id: sensor.spulmaschine_leistung
    above: 1000
    for:
      seconds: 30
    id: lauf_erkannt

  - trigger: numeric_state
    entity_id: sensor.spulmaschine_leistung
    above: 0.5
    below: 5
    id: niedriglast_start

  - trigger: numeric_state
    entity_id: sensor.spulmaschine_leistung
    above: 5
    id: niedriglast_ende

  - trigger: state
    entity_id: sensor.spulmaschine_leistung
    to: unavailable
    id: niedriglast_ende

  - trigger: state
    entity_id: sensor.spulmaschine_leistung
    to: unknown
    id: niedriglast_ende

  - trigger: timer.finished
    target:
      entity_id: timer.spulmaschine_niedriglast
    id: storung

  - trigger: state
    entity_id: binary_sensor.spulmaschine
    from: 'on'
    to: 'off'
    for:
      minutes: 5
    id: fertig

conditions: []

actions:
  - choose:
      - conditions:
          - condition: trigger
            id: lauf_erkannt
        sequence:
          - action: input_boolean.turn_on
            target:
              entity_id: input_boolean.spulmaschine_lauf_erkannt

          - action: input_boolean.turn_off
            target:
              entity_id: input_boolean.spulmaschine_storung_erkannt

          - action: timer.cancel
            target:
              entity_id: timer.spulmaschine_niedriglast

      - conditions:
          - condition: trigger
            id: niedriglast_start
        sequence:
          - action: timer.start
            target:
              entity_id: timer.spulmaschine_niedriglast
            data:
              duration: '00:45:00'

      - conditions:
          - condition: trigger
            id: niedriglast_ende
        sequence:
          - action: timer.cancel
            target:
              entity_id: timer.spulmaschine_niedriglast

      - conditions:
          - condition: trigger
            id: storung
          - condition: state
            entity_id: binary_sensor.spulmaschine
            state: 'on'
          - condition: numeric_state
            entity_id: sensor.spulmaschine_leistung
            above: 0.5
            below: 5
          - condition: state
            entity_id: input_boolean.spulmaschine_lauf_erkannt
            state: 'on'
        sequence:
          - action: input_boolean.turn_on
            target:
              entity_id: input_boolean.spulmaschine_storung_erkannt

          - action: script.benachrichtigung
            data:
              an_sprachassistenten_senden: true
              immer_per_pushnachricht_senden: true
              benachrichtigungstext: >-
                Die Spülmaschine scheint festzuhängen. Bitte prüfe den
                Wasserzulauf und das Display.
              prioritaet: normal

      - conditions:
          - condition: trigger
            id: fertig
          - condition: state
            entity_id: input_boolean.spulmaschine_storung_erkannt
            state: 'off'
          - condition: state
            entity_id: input_boolean.spulmaschine_lauf_erkannt
            state: 'on'
          - condition: numeric_state
            entity_id: sensor.spulmaschine_leistung
            below: 0.5
        sequence:
          - action: ai_task.generate_data
            metadata: {}
            data:
              task_name: Spülmaschine fertig Meldung
              instructions: >-
                Liefere einen kurzen und lustigen Satz, der mich darüber
                informiert, dass die Spülmaschine fertig ist. Keine Emojis,
                möglichst kurz und als reinen Text.
            response_variable: content

          - choose:
              - conditions:
                  - condition: template
                    value_template: >-
                      {{ content is defined and (content.data | default('')) |
                      trim != '' }}
                sequence:
                  - metadata: {}
                    data:
                      an_sprachassistenten_senden: true
                      immer_per_pushnachricht_senden: false
                      benachrichtigungstext: '{{ content.data }}'
                      prioritaet: normal
                    action: script.benachrichtigung
            default:
              - metadata: {}
                data:
                  an_sprachassistenten_senden: true
                  immer_per_pushnachricht_senden: false
                  benachrichtigungstext: Die Spülmaschine ist fertig.
                  prioritaet: normal
                action: script.benachrichtigung

          - action: timer.cancel
            target:
              entity_id: timer.spulmaschine_niedriglast

          - action: input_boolean.turn_off
            target:
              entity_id: input_boolean.spulmaschine_lauf_erkannt

      - conditions:
          - condition: trigger
            id: fertig
          - condition: state
            entity_id: input_boolean.spulmaschine_storung_erkannt
            state: 'on'
          - condition: numeric_state
            entity_id: sensor.spulmaschine_leistung
            below: 0.5
        sequence:
          - action: timer.cancel
            target:
              entity_id: timer.spulmaschine_niedriglast

          - action: input_boolean.turn_off
            target:
              entity_id: input_boolean.spulmaschine_storung_erkannt

          - action: input_boolean.turn_off
            target:
              entity_id: input_boolean.spulmaschine_lauf_erkannt

      - conditions:
          - condition: trigger
            id: fertig
        sequence:
          - action: timer.cancel
            target:
              entity_id: timer.spulmaschine_niedriglast

          - action: input_boolean.turn_off
            target:
              entity_id: input_boolean.spulmaschine_storung_erkannt

          - action: input_boolean.turn_off
            target:
              entity_id: input_boolean.spulmaschine_lauf_erkannt

mode: single

Was ich bisher beobachten konnte

Meine erweiterte Fertigmeldung für die Spülmaschine in Home Assistant arbeitet seit mehreren Wochen. In dieser Zeit hat sie sowohl reguläre Fertigmeldungen als auch Störungsmeldungen ausgegeben. In den bisher beobachteten Fällen hat meine Automation sämtliche tatsächlichen Störungen erkannt. Fehlalarme sind mir bislang ebenfalls nicht aufgefallen. Eine statistisch belastbare Erfolgsquote kann ich daraus jedoch nicht ableiten, da mir keine vollständige Auswertung aller Durchläufe vorliegt.

Es ist aber ebenso klar, dass die Automation Grenzen hat, die wichtig sind zu kennen. So haben andere Geräte unterschiedliche Leistungswerte, wodurch sich die Automation zwar im Kern übertragen lässt, Anpassungen jedoch unumgänglich sind. Sobald ich meine Spülmaschine austausche, muss auch ich die neuen Werte analysieren und kann dann meine Automation wieder in Betrieb nehmen.

Meine Automation erkennt keinen konkreten Fehlercode. Sie überprüft ausschließlich die Leistungsaufnahme, die Dauer der Niedriglastphase und den Status der Spülmaschine. Sind die festgelegten Bedingungen erfüllt, meldet sie einen möglichen Fehlerzustand. Ob tatsächlich E22 oder eine andere Ursache dahintersteckt, kann sie nicht unterscheiden. Eine direkte Rückmeldung über den internen Fehlerzustand erhält meine Automation nicht. Sie entscheidet ausschließlich anhand der festgelegten Regeln und der aktuell verfügbaren Messwerte.

Bei der technischen Prüfung sind außerdem mögliche Einschränkungen aufgefallen. So können Neustarts von Home Assistant oder vorübergehend fehlende Messwerte die Erkennung beeinflussen. Mein Template-Binärsensor wertet ungültige Messwerte beispielsweise als 0 Watt. Solche Situationen habe ich bislang nicht als tatsächlichen Fehler meiner Automation beobachtet, möchte sie aber als mögliche Schwachstellen nicht unerwähnt lassen.

Darüber hinaus konnte ich noch nicht den Grund für die Probleme finden und habe damit lediglich an den Symptomen gearbeitet. Im Rahmen meiner Möglichkeiten versuche ich die Auswirkungen auf meinen Alltag so gering wie möglich zu halten. Wesentlich nachhaltiger wäre es, die konkrete Ursache zu finden und zu beheben. Da das jedoch außerhalb meiner Kompetenz liegt, ist eine technische Lösung für mich die schnellste Möglichkeit, um mit der Herausforderung umzugehen. Gleichzeitig ist es ein schönes Projekt, um herauszufinden, wie mächtig Automationen bei der Erkennung von Zuständen sein können, wenn sie richtig aufgebaut sind.

Was die Meldung im Alltag bringt

Seit der Erweiterung meiner Automation habe ich die bisher aufgetretenen Störungen deutlich früher bemerkt. Auch der sich anschließende Frust über den Fehler, gefolgt vom Schwingen des Handtuchs, bleibt mir dadurch inzwischen weitgehend erspart. Damit schaffe ich mir durch eine erweiterte Automation eine spürbare Arbeitserleichterung im Alltag.

Hinzu kommt noch, dass ich durch die Verläufe in Home Assistant nachvollziehen kann, wie häufig es zu einem Fehlerzustand kommt. Anhand dieser Daten kann ich untersuchen, ob sich die erkannten Störungen in bestimmten Zeiträumen häufen. Diese Informationen könnten mir bei einer späteren Fehlersuche helfen. Auch einem Techniker könnte ich damit konkrete Zeitpunkte und Beobachtungen nennen, statt nur von gelegentlichen Problemen zu berichten.

Die Verantwortung bleibt dennoch bei mir. Home Assistant informiert mich über einen auffälligen Zustand, aber ob und wann ich reagieren kann, hängt weiterhin von meinem Alltag ab. Für mich zeigt dieses Beispiel, dass die Überwachung regulärer Abläufe nur ein Teil eines intelligenten Smart Homes ist. Besonders interessant wird es, wenn Automationen auch ungewöhnliche Zustände erkennen und darauf reagieren können.

Abseits davon ist es für mich aber auch ein spannendes Lernfeld, um meinem Smart Home noch mehr Logik und Interpretationsspielraum zu bieten. Dabei geht es mir vor allem darum, dass Automationen bestimmte Zustände selbstständig bewerten und mir wiederkehrende Kontrollen abnehmen können. Genau darin sehe ich die Stärke gut durchdachter Automationen, die ich auch mithilfe von KI weiterentwickle.

Mehr zum Thema findest du in meinem Artikel über Automationen in Home Assistant. Auch über die Erstellung von Automationen mit Hilfe von KI habe ich geschrieben.

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Ich bin Lukas – Softwareentwickler. Seit 2016 automatisiere ich das, was mich zu Hause nervt: das Licht, die Heizung, das Laden des Autos, den Papierkram. Kein Showroom, sondern mein echtes Zuhause – über 2.000 Entitäten in Home Assistant, dazu n8n und paperless-ngx, alles auf eigener Hardware. Was lokal laufen kann, läuft lokal; bei den Sprachmodellen nutze ich bewusst die Cloud. Beruflich baue ich Software. Deshalb interessiert mich weniger, welches System das beste ist, als wie man zwei davon so verbindet, dass es auch in zwei Jahren noch läuft. Genau darüber schreibe ich hier. Auch dann, wenn es schiefgeht.
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