Für diesen Beitrag wurde die Elektronik von Rademacher zur Verfügung gestellt.
Vielen Dank hierfür!

 

Vor einigen Wochen habe ich vom Rademacher HomePilot berichtet, der bei uns angekommen ist. Er sollte unsere bisherige Steuerung der Flurlampen übernehmen. Hintergrund ist, dass wir mit der ursprünglichen Lösung nicht sehr zufrieden sind.

 

HomePilot mit Zubehör, USB-Stick, LAN-Kabel und Netzteil

 

Beim Einbau kam allerdings schnell die Ernüchterung, da die Verkabelung in der Wohnung etwas problematisch war. Doch dazu später mehr. Schon vorab: Es ist nicht das Verschulden von Rademacher 😉

Mein Szenario sieht vor, dass an drei Stellen im Flur Bewegungsmelder * angebracht werden sollen. Bei Bedarf sollen diese das Licht einschalten und danach wieder ausschalten. Gerade in einem Raum, der quasi nur genutzt wird um andere Räume zu erreichen, ist es in meinen Augen sehr mühselig immer wieder die Lichtschalter zu drücken. Durch die Automatisierung bleibt das erspart und es ist immer dann Licht an, wenn man es tatsächlich braucht. Besonders nach dem Einkauf mit schweren Tüten in der Hand muss ich nun nicht mehr im Dunkeln tappen. Super, oder?

Was mir an dieser Lösung besonders gefällt ist, dass die Bewegungsmelder den Schalter ersetzen und somit nicht zusätzlich an der Wand angebracht werden müssen. Sie fügen sich nahtlos ein und wirken wirklich elegant in meinen Augen.

 

Die örtlichen Gegebenheiten im Überblick

 

Ich hatte bereits erwähnt, dass es bei unserer Verkabelung tatsächlich etwas problematisch war die Bewegungsmelder anzuschließen. Hintergrund dazu ist, dass das Stromnetz für die Lampen nicht auf diesem Stand war, wie es vom Bewegungsmelder vorausgesetzt wird. Zusätzlich wurden durch die Lichtschalter ein Relais im Sicherungskasten angesteuert, das so nicht mehr funktionierte.

 

Verkabelung Lichtschalter Taster

 

In unserem Fall führte von jeder Lampe ein Nullleiter zum Sicherungskasten. Die Phase führte vom Sicherungskasten durch den Flur zum jeweiligen Lichtschalter. Dieser Lichtschalter bzw. eigentlich ein Taster, sendete einen Stromimpuls zum Relais, welches daraufhin die Stromversorgung für die Lampe freischaltete. Dadurch konnte sie leuchten. Soweit logisch.

Für den Bewegungsmelder war es jedoch notwendig, dass an jedem Taster die Phase sowie der Nullleiter anliegen. Nur so ist dieser Bewegungsmelder in der Lage in Betrieb zu gehen. Damit der Umbau reibungslos vonstatten gehen konnte, haben wir auf die Hilfe eines Elektrikers gesetzt, der uns bei diesem Vorhaben unterstützte.

 

An dieser Stelle der Hinweis, dass du dir unbedingt professionelle Hilfe suchen solltest, sofern es um die Stromversorgung in deinem Zuhause geht. Von Strom geht eine große Gefahr für das eigene Leben aus und ich kann nur ganz dringend davon abraten, selbst tätig zu werden, sofern du nicht das nötige Wissen besitzt!

 

Der Umbau verlief tatsächlich wie erwartet relativ problemlos, da wir glücklicherweise die nötigen Kabel durch Leerrohre schieben und uns eine erneute Renovierung sparen konnten. Glück gehabt!

 

Rademacher HomePilot Bewegungsmelder

 

Nachdem die einzelnen Bewegungsmelder eingebaut waren, ging die Einrichtung dann auch ziemlich schnell. Das Anlernen am Rademacher HomePilot * ist wirklich sehr einfach. Dazu kommen wir nun im nächsten Absatz.

 

Die Einrichtung der Bewegungsmelder im HomePilot

 

Im Grunde muss ich sagen, könnte dieser Abschnitt in zwei Sätzen beendet werden. Denn das Anlernen der Bewegungsmelder im HomePilot bzw. die Koppelung ist wirklich sehr sehr sehr einfach.

In der Weboberfläche des Rademacher * HomePilot klickst du dazu oben rechts auf Gerät anmelden. Es öffnet sich daraufhin ein Fenster, wo du den Anmeldemodus auf der linken Seite starten musst. Von Seiten des HomePilot * ist damit der Anmeldemodus aktiviert und der nächste Schritt führt zu den Bewegungsmeldern.

Das Anlernen der Geräte kannst du selbstverständlich auch über die App für den HomePilot vornehmen. Die App ist in meinen Augen sehr schön gestaltet und besonders der Spruch zu Beginn (beim Öffnen der App) ist sehr gut gelungen.

 

Rademacher HomePilot Webinterface

 

Ein Kritikpunkt (wobei Kritik schon fast ein zu hartes Wort dafür ist) ist in meinen Augen die Benennung des Buttons. Das Wort Anmelden assoziiert man auf den ersten Blick womöglich nicht mit dem Anlernen eines Sensors oder Aktors. Ein Neueinsteiger im Bereich Smart Home braucht hier vielleicht etwas länger, da es für ihn nicht ganz klar ist, welchen Button er drücken muss. Ich persönlich hätte den Button eher Gerät anlernen genannt.

An den Bewegungsmeldern funktioniert das Aktivieren des Modus zum Anlernen ebenso ziemlich einfach. Hierzu drückt man einfach die Taste Auto sowie die Ein-/Aus-Taste für zwei Sekunden.

War der Vorgang erfolgreich und hat der Rademacher HomePilot den Bewegungsmelder erkannt, so wird er in der Weboberfläche aufgeführt und ist ab diesem Zeitpunkt im System verfügbar. Pro Bewegungsmelder * gibt es im HomePilot zwei Geräte. Zum einen gibt es den Bewegungsmelder sowie den Sensor. Beide zusammen ergeben das physische Gerät, das in der Wand eingebaut ist.

Die Hürden beim Anmelden sind wie an dieser kurzen Beschreibung zu sehen ist, sehr gering. Das hat mich wirklich begeistert. Zwar sollte man davon ausgehen, dass es die Regel sein muss, jedoch gibt es viele Ausnahmen und Geräte, bei denen das Anlernen durchaus komplizierter zu sein scheint. Gut gemacht, Rademacher!

 

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Im Amazon-Shop von Rademacher * findet man eine schöne Auflistung der Geräte, die sich derzeit im Katalog befinden. Hier kann man durchaus mal einen Blick drauf werfen und sich inspirieren lassen.

 

Bewertung der Funktionalität der Bewegungsmelder

 

Vor dem Einbau der Bewegungsmelder von Rademacher im Flur, war die Lösung der Einsatz eines Bewegungsmelders auf Basis von 433 MHz. Mit einem Bewegungsmelder und einer Lampe hat das soweit auch ziemlich gut funktioniert. Es gab selten Probleme.

Doch mit dem Einsatz von drei Bewegungsmeldern an drei Lampen wurde es wirklich problematisch. Häufig ist es zu falschen Schaltungen gekommen, so dass das Licht einfach ausgegangen ist. Oft auch bevor man durch den Flur gelaufen ist. Andererseits gab es ebenso das Problem, dass die Lampen sich scheinbar nicht mehr ausschalten wollten. Die einzige Lösung war, dass man die Hand vor den Bewegungsmelder * halten musste. Die Lampe ist dann nach einer ganzen Weile erst ausgegangen. Nicht sehr smart in meinen Augen. Und auch nicht nachvollziehbar in einer App oder gar in OpenHAB.

Nach der Umstellung auf die Rademacher Bewegungsmelder gibt es keinen einzigen Ausfall und auch keine Fehlschaltung mehr. Es läuft seit mehreren Wochen ohne Probleme und die Erkennung ist sehr zuverlässig. Sicherlich mag es daran liegen, dass die Schaltung nun nicht mehr über Funk funktioniert. Dazu muss man allerdings wissen, dass die vorherigen Sensoren in keinem größeren Abstand als 2 Meter zur Lampe angebracht wurden. Sie hatten außerdem direkten Sichtkontakt, was zur Übertragung des Signals sicherlich hilfreich ist.

Alles in allem muss ich wirklich zugeben, dass sich der Umstieg auf die Rademacher Bewegungsmelder gelohnt haben. Ich bin zufrieden mit der Lösung und konnte bislang noch keinen Haken finden. Wobei … eventuell der Preis. Im Vergleich zur selbstgebauten Lösung ist diese durchaus teurer. Ob sich der Aufpreis lohnt, muss schlussendlich jeder selbst entscheiden. Wer sich allerdings für den Rademacher HomePilot * mit seinen Bewegungsmeldern entscheidet, wird von der Funktion nicht enttäuscht sein. Denn es läuft alles sehr zuverlässig.

 

Nachteile

 

Ein einziger Nachteil an der Lösung von Rademacher besteht darin, dass die Positionierung der Bewegungsmelder * abhängig von der Position der Lichtschalter ist. Außer man nimmt den Aufwand auf sich und klopft die Wände auf und verlegt neue Leitungen. Jedoch ist das in meinen Augen ein angemessener Punkt. Denn die Bewegungsmelder funktionieren im Vergleich zu einer Funklösung deutlich besser. Sie brauchen außerdem keinen Batteriewechsel, da sie direkt an das lokale Stromnetz angeschlossen sind.

Die Einschränkung ist außerdem nicht dem zu schulden, dass das Produkt schlecht ist. Viel mehr ist es für den Einsatz an den Stromleitungen konzipiert worden und das ist durchaus berechtigt.

Doch neben der Lösung gibt es in meinen Augen einen ganz großen Nachteil, der auch mir etwas schwer im Magen liegt. Die Bewegungsmelder lassen sich über den Rademacher HomePilot nicht wirklich konfigurieren. Das bedeutet, dass die Werte für Helligkeit und Dauer direkt am Bewegungsmelder festgelegt werden müssen. Zwar lassen sich die Einstellungen auf andere Bewegungsmelder übertragen, jedoch können sie nicht im HomePilot eingestellt werden.

Einen Zeitraum zu definieren, in dem die Bewegungsmelder aktiv sind, ist hingegen über Szenen möglich. Gute Informationen hierzu findet man beispielsweise in den Video-Tutorials auf YouTube.

 

 

Hier muss in meinen Augen ganz dringend nachgebessert werden, denn von einer smarten Lösung mit Zentrale erwarte ich, dass ich meine Aktoren und Sensoren in der App konfigurieren kann. Positiv ist allerdings, dass man den Status der Bewegungsmelder * in der App abrufen kann und so ersichtlich ist, ob eine Bewegung erkannt wurde bzw. wie der Schaltzustand im Augenblick ist. Auch die Aktualisierung klappt ohne erneutes Laden der Seite in der Webapp problemlos.

Doch hier muss ich mir persönlich wirklich die Frage stellen, wieso man diesen Status abrufen, die Geräte jedoch nicht konfigurieren kann. Sicherlich ist der Aufwand die Software entsprechend anzupassen nicht gerade gering. Doch man muss ganz klar sagen, dass man für die Bewegungsmelder keinen HomePilot braucht. Sie können ihre Arbeit ohne Zentrale verrichten, da sie an diese sowieso nur ihren aktuellen Schaltzustand übermitteln. Gut, zugegeben, man kann die Lichter über den HomePilot leuchten lassen. Doch das war es dann auch schon.

 

Dürfen die Bewegungsmelder bleiben?

 

Ein ganz klares Ja!

Die Bewegungsmelder * für den Rademacher HomePilot funktionieren äußerst zuverlässig und halten was sie versprechen. Es lässt sich die Helligkeit einstellen, bei der die Bewegungsmelder auslösen sollen sowie die Dauer, wie lange die Lampen leuchten, und die Empfindlichkeit.

Bislang läuft alles sehr stabil und die Lampen reagieren äußerst zuverlässig. So hatte ich mir meine Flurbeleuchtung schon lange vorgestellt. Ich muss nun keine Angst mehr haben, dass die Lampen nach dem Verlassen der Wohnung nicht mehr ausgeschaltet werden. Und sollte ich dennoch zweifeln, kann ich in der Rademacher App nachsehen, wie der Status der Lampen ist.

Als IT’ler würde ich mir nun allerdings noch wünschen, dass ich die Empfindlichkeit und Co. in der App oder am PC einstellen kann. Persönlich finde ich das doch komfortabler als am Gerät selbst. So kann man auch die Einstellungen, die man gesetzt hat, einfacher kontrollieren und bei Bedarf anpassen.

Was ich außerdem noch anmerken möchte ist, dass die Geräte von Rademacher einen qualitativ guten Eindruck machen. Sie wirken ganz und gar nicht billig. Ich hatte durchaus schon andere Geräte in der Hand, bei denen ich an der Qualität gezweifelt habe.

Auch die Verpackung und das Design des Geräts ist toll, dazu habe ich bereits etwas in meinem letzten Beitrag erzählt.

Wer nun also auf der Suche nach einer Smart Home Lösung ist, sollte sich in meinen Augen definitiv den HomePilot ansehen. Fairerweise muss ich allerdings anmerken, dass man dabei unbedingt die unterschiedlichen Möglichkeiten gegeneinander abwägen sollte. Denn die eigenen Bedürfnisse sollten festlegen für welches Gerät man sich entscheidet.

 

Der Rademacher Zwischenstecker im Test

 

Neben den Bewegungsmeldern verrichtet auch ein Zwischenstecker * brav seine Arbeit im Smart Home.

Analog zum Anlernen der Bewegungsmelder läuft das Anlernen des Zwischensteckers ab. Mit einem einzigen Unterschied natürlich. Der Zwischenstecker besitzt keine Auto-Taste und wird über die Anlern-Taste an der Vorderseite mit dem HomePilot verbunden. Die Taste befindet sich bei meinem Modell rechts an der Vorderseite.

Ansonsten verhält sich der Zwischenstecker wie eine gewöhnliche smarte Steckdose. Beim Ein- und Ausschalten hört man ein leises Klicken, welches ich allerdings als leiser empfinde wie bei den Steckdosen von AVM beispielsweise. Wobei der Unterschied nicht so gravierend ist.

Die Steckdose übermittelt an den HomePilot ihren aktuellen Schaltzustand und lässt sich über diesen selbstverständlich auch ein- bzw. ausschalten. Im HomePilot hat man außerdem die Möglichkeit, das Gerät in verschiedene Szenen zu integrieren oder Automatiken zu definieren. So wirklich interessant wird das allerdings erst, wenn man in seinem smarten Zuhause mehrere Geräte nutzt und diese vernünftig in Einklang bringen möchte.

Auch der Zwischenstecker * macht einen soliden Eindruck und funktioniert bislang ohne Probleme. Wie weit die Reichweite zum Steuern ist, habe ich bislang noch nicht getestet. In den meisten Wohnungen und auch Häusern dürfte es jedoch bei zentraler Platzierung des HomePilots keine Probleme geben.

Auch hier: Eine gute Arbeit, Rademacher!

 

Kategorien: Smart Home

Lukas

Hi, mein Name ist Lukas. Seit 2016 blogge ich auf Hobbyblogging über unterschiedliche Themen des Alltags. Schwerpunkt dabei ist das Thema Smart Home, speziell mit der Open Source Software OpenHab auf dem Raspberry Pi. Neben dem Bloggen absolviere ich derzeit mein Master-Studium im Fachbereich Wirtschaftsinformatik und arbeite als Werkstudent im Software Engineering.

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