Wer im Smart Home auf der Suche nach passender Beleuchtung ist, wird früher oder später bei Philips Hue landen. Dieses System kann sich gegenüber der Konkurrenz sehr stark am Markt positionieren und wird sehr gerne eingesetzt. Doch gerade Einsteiger fragen sich, ob man die Philips Hue ohne Bridge einsetzen kann.

In diesem Artikel möchte ich gemeinsam mit dir diese Frage klären und dir zeigen, weshalb du auf die Hue Bridge dennoch nicht verzichten solltest. Ich selbst setze schon seit langer Zeit die smarten Lampen von Philips ein und habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Das liegt nicht zuletzt an den wirklich gut dargestellten Farben, welche von zahlreichen Lampen unterstützt werden.

Mein Hauptgrund für das Hue-System ist, dass sich dieses nahezu in jedes System einbinden lässt. Die Schnittstellen hierfür sind bei den Entwicklern bekannt und die Steuerung darüber verläuft sehr zuverlässig. Dank ioBroker ergeben sich für mich damit Möglichkeiten, die ich ohne smarte Lampen gar nicht haben würde.

 

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Wie steuert man die Philips Hue?

 

Grundsätzlich lässt sich eine Lampe von Philips auf unterschiedliche Arten ansteuern. Klassisch funktioniert das über die Hue Bridge, die per ZigBee mit den einzelnen Lampen kommuniziert. Über die Bridge lassen sich Automatisierungen erstellen oder das gesamte System in eine Hausautomation integrieren.

Eine weitere Möglichkeit ist das Vernetzen mit einem Amazon Echo. Hierbei muss man darauf achten, dass es sich um einen Echo mit dem sogenannten Smart Hub handelt. Üblicherweise ist dieser erst ab den etwas teureren Modellen integriert. Der Smart Hub kommuniziert ebenso wie die Bridge direkt über ZigBee mit den Leuchten.

Die dritte Möglichkeit ist das Verbinden über Bluetooth. Diese Möglichkeit ist noch nicht so lange verfügbar, wie die Steuerung per Bridge. Jedoch ermöglicht der Hersteller so eine direkte Kommunikation zwischen Smartphone und Leuchte. Selbstverständlich hat diese Möglichkeit gegenüber der Steuerung über die Bridge ihre Nachteile. Doch für wenige Lampen bietet Philips hiermit eine etwas kostengünstigere Chance, in das Smart Home einzutauchen.

Nachfolgend möchte ich mich gerne mit den Unterschieden zwischen der Steuerung über die Bridge und Bluetooth beschäftigen. Eine Steuerung über den Amazon Echo betrachten wir in diesem Artikel nicht. Solltest du jedoch dazu Fragen haben, kannst du gerne einen Kommentar am Ende dieser Seite hinterlassen.

 

Philips Hue Bridge

 

Hue über Bluetooth steuern

 

Beginnen wir mit der wohl neuesten Möglichkeit, um die eigenen Lampen zu steuern. Hierzu muss man wissen, dass es bisher nicht alle Leuchten mit Bluetooth-Steuerung gibt. Es sind eher die neueren Modelle, die mit dieser Art der Steuerung ausgestattet werden. Wenn du allerdings gerade auf der Suche nach smarten Lampen mit Bluetooth bist, wirst du mit Sicherheit fündig.

Anders als bei der Steuerung über die Hue Bridge brauchst du hier eine eigene App. Diese ist im App Store von Apple unter dem Namen Philips Hue Bluetooth auffindbar. Mit dieser App lassen sich bis zu 10 Lampen steuern. Das funktioniert auch raumübergreifend, sofern deine Bluetooth-Verbindung hierzu ausreichend ist.

Anhand dieses Absatzes kannst du jedoch auch schon die Grenzen der Steuerung über Bluetooth erkennen. Von unterwegs lassen sich die Lampen leider nicht bedienen, da hierfür die Funkverbindung nicht ausreicht. Auch wenn du mehr als 10 Lampen beziehungsweise Leuchten einsetzen möchtest, wird es eng. Abhilfe könnte ein zweites Smartphone oder Tablet schaffen, doch das ist leider nicht sehr smart.

Die Möglichkeit der Steuerung über Bluetooth ist daher vor allem als Einstieg ins Smart Home zu sehen, wenn man sich beispielsweise noch nicht sicher ist, ob das Hue System im Gesamten zu einem passt. Für größere Installationen oder die Möglichkeit zur Automatisierung und Steuerung von unterwegs, ist diese Methode in meinen Augen nicht geeignet.

 

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Woher weißt du, welche Leuchten mit Bluetooth funktionieren?

 

Auf diese Frage gibt es glücklicherweise eine ganz einfache Antwort. Beim Kauf der Leuchten kannst du bequem auf der Verpackung nachschauen, ob du die Kennzeichnung finden kannst. Du solltest bei deiner Leuchte den Hinweis finden, dass diese über Bluetooth ansprechbar ist.

Doch auch wenn du die Verpackung nicht mehr finden kannst, ist das kein Problem. Auf der Leuchte selbst muss das Bluetooth-Symbol aufgedruckt sein. Nur wenn das der Fall ist, kann die Lampe mit deinem Smartphone oder Tablet direkt kommunizieren. Solltest du keine der Kennzeichnungen finden, dann handelt es sich um eine Leuchte, die ausschließlich über ZigBee kommuniziert.

ZigBee-Lampen können nicht direkt vom Smartphone angesteuert werden, da das Smartphone dieses Protokoll nicht unterstützt. In diesem Fall bist du dazu gezwungen auf eine Bridge zurückzugreifen, auf die wir im nachfolgenden Abschnitt kommen wollen.

 

Hue per Bridge steuern

 

Die klassische Variante zur Steuerung deiner Lampen ist die, dass deine Lampen mit der Hue Bridge verbunden werden. Die Hue Bridge wiederum stellt eine Verbindung in dein heimisches Netzwerk her und ermöglicht so den Zugriff durch andere Geräte.

Andere Geräte können in diesem Fall zum Beispiel ein Amazon Echo, Google Home oder auch ein Smartphone sein. Wenn du dich nun wunderst, warum auch hier der Amazon Echo auftaucht, hast du dich nicht verlesen. Der Amazon Echo kann die Verbindung zur Philips Hue Bridge herstellen und die einzelnen Leuchten per Sprache bedienbar machen. Verbindest du eine Leuchte hingegen direkt mit dem Echo, fungiert dieser auch gleichzeitig als Bridge. Er vereint damit zwei Geräte in einem.

Die Steuerung deiner Hue-Leuchten über die Bridge bietet die meisten Möglichkeiten. Hier kannst du von unterwegs auf deine Lampen zugreifen und diese schon vor Ankunft zu Hause einschalten. Die Hue App bietet hierzu beispielsweise auch sogenannte GeoFencing-Funktionen, die dich im Alltag unterstützen.

Ich persönlich rate immer dazu, eine Hue Bridge einzusetzen, sofern keine gewichtigen Gründe dagegen sprechen. Die Bridge bietet das größte Potenzial hinsichtlich der Steuerung und Erweiterbarkeit. Anders als bei der Steuerung über Bluetooth bist du hier auch nicht auf 10, sondern auch maximal 63 Sensoren beschränkt. Die genaue Erläuterung, was ein Sensor ist, kannst du sehr gut im Hueblog nachlesen. Dort hat Fabian einen großartigen Artikel dazu geschrieben.

 

Amazon Echo Studio Leuchtring

 

Brauche ich die Philips Hue Bridge?

 

Klare Antwort: Nein! Du brauchst die Hue Bridge nicht unbedingt. Du musst dir allerdings darüber bewusst sein, dass die Steuerung über Bluetooth Einschränkungen mit sich bringt. Genauso wie die Steuerung über einen Amazon Echo.

Ich habe hierfür ein gutes Beispiel für dich. Wenn du planst, eine Hue Sync Box einzusetzen, wirst du um die Anschaffung einer Bridge nicht herum kommen. Die Sync Box setzt für ihre Arbeit die Verbindung zu einer Bridge voraus, welche wiederum die Lampen ansteuert. Auch mit einem Amazon Echo kannst du diese Funktion nicht ausführen.

Jedoch kommt es bei dir immer auf das individuelle Setup an. Nutzt du in deinem Zuhause zum Beispiel den Homepilot von Rademacher, so kannst du mit diesem bequem deine Philips Hue Leuchten bedienen. Das ist gerade dann praktisch, wenn es sich nur um wenige Leuchten handelt.

Was alle Drittanbieter gemeinsam haben ist, dass sie keine Updates auf deine Lampen einspielen können. Jede Leuchte von Philips braucht in gewissen Abständen ein Softwareupdate. Diese Funktion ist (und bleibt vermutlich) der Philips Hue Bridge vorbehalten. Das bedeutet, dass es grundsätzlich ratsam ist, eine Bridge im Haus zu haben. Auch wenn es fraglich ist, ob man die Lampen nur für das Update auf eine andere Zentrale umziehen möchte.

Alles in allem funktioniert Philips Hue ohne Bridge dennoch. Per Bluetooth erreicht man eine wirklich Unabhängigkeit zu jeder Art von Zentrale. Die Einschränkungen sprechen allerdings in meinen Augen nicht für diese Lösung. Wer sich Leuchten im Wert von etwa 100 Euro zulegt, sollte daher meiner Meinung nach die restlichen Euros für die Bridge ebenso noch investieren. Erst dann zahlt sich das System so richtig aus.

 

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Lukas

Hi, mein Name ist Lukas. Seit 2016 blogge ich auf Hobbyblogging über unterschiedliche Themen des Alltags. Schwerpunkt dabei ist das Thema Smart Home, speziell mit der Open Source Software OpenHAB. Neben dem Bloggen absolviere ich derzeit mein Master-Studium im Fachbereich Wirtschaftsinformatik und arbeite als Softwareentwickler im Software Engineering. BITTE BEACHTE: Aufgrund von einer großen Anzahl an Nachrichten, die ich alle möglichst schnell beantworten möchte, kann ich dir leider keinen individuellen Support leisten. Ich würde es gerne, könnte es allerdings nur mit Hilfe weiterer Personen bewältigen. Sei daher bitte nicht böse, wenn ich nicht explizit auf dein individuelles Problem eingehen kann.

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