Wer schleicht denn da im Dunkeln herum? Mit dem Philips Hue Bewegungsmelder definitiv niemand mehr.

Ich habe mir für Testzwecke einen Bewegungsmelder bestellt, um das Licht in der Küche zu automatisieren. Denn Smart Home und eine geeignete Sprachsteuerung ist schön, doch eine Automatisierung bringt das smarte Herz erst so richtig zum Schlagen.

Dass ich mir hierfür ausgerechnet den Bewegungsmelder von Philips ausgesucht habe liegt daran, dass ich bei der Beleuchtung voll auf dieses System setze. Es ist ohne Probleme kompatibel zu ioBroker und kann darüber komfortabel gesteuert werden. Logischerweise lässt sich daher auch der Sensor entsprechend auslesen und dessen Daten für andere Automatisierungen nutzen.

Wir schauen uns nun mal in diesem Artikel die wichtigsten Details an und klären, welche Möglichkeiten das Gadget für das eigene Smart Home zu bedienen hat. Schreib mir doch außerdem gerne mal unten in die Kommentare, welchen Weg du im Smart Home gehst. Sprachsteuerung, Smartphone-Steuerung oder Bewegungsmelder? Ich bin gespannt auf deine Meinung!

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Das ist der Philips Hue Bewegungsmelder

Kabellos montierbar und vollständig batteriebetrieben ist der Bewegungsmelder von Philips für viele Smart Homes eine gelungene Erweiterung. Der IP42-Schutz sorgt für einen flexiblen Einsatz im Innenraum, auch wenn die Farbe Weiß dabei etwas auffällig sein kann. Leider ist keine andere Farbe verfügbar.

Eine gute Nachricht gibt es hingegen im Hinblick auf das Gewicht. Philips gibt ein Nettogewicht von 0,065 kg an. So kann der Bewegungsmelder ohne Aufwand an vielen Stellen befestigt werden. Bei mir steht er übrigens zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels noch auf der Ablage in der Küche. Doch auch von dort aus kann er seine Aufgaben zuverlässig erledigen.

Wer sich nun fragt, ob er den Philips Hue Bewegungsmelder ohne Bridge nutzen kann, wird jedoch enttäuscht. Zwar gibt es die neueren Leuchtmittel mit Bluetooth-Steuerung, der Bewegungsmelder setzt allerdings eine Verbindung zur Bridge voraus. Das bedeutet, dass sowohl der Melder als auch die Leuchten mit der Bridge verbunden sein müssen. Andernfalls ist keine automatische Steuerung möglich und der Bewegungsmelder kann auch nicht konfiguriert werden. Das gilt sowohl für den Bewegungsmelder im Innenbereich, als auch den Bewegungsmelder für den Außenbereich.

Hast du nun kurz beim Wort Außenbereich aufgehorcht? Dann habe ich gute Nachrichten für dich! Denn den Bewegungsmelder von Philips kannst du in einer anderen Ausführung auch im Außenbereich nutzen. Dieser sieht minimal anders aus und ist eben speziell für diesen Bereich konstruiert.

Zuletzt aktualisiert 4.12.2022 / (*) Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Der angegebene Preis kann seit der letzten Aktualisierung gestiegen sein.

Nutzung mit dem Amazon Echo

Nicht selbst ausprobiert, aber mit eigenen Augen gelesen habe ich, dass man den Bewegungssensor auch mit dem Amazon Echo verbinden kann. Notwendig hierfür ist ein Amazon Echo mit Smart Hub. Dieser ist dazu in der Lage, Geräte per ZigBee direkt anzusteuern, ohne dass diese hierfür ihre eigentliche Bridge brauchen.

Auch wenn das grundsätzlich funktioniert, bin ich persönlich nicht ganz so begeistert davon. Zwar ist die Möglichkeit echt super und es erspart ein weiteres stromfressendes Gerät, jedoch gibt es hierbei auch Einschränkungen.

Die wohl gravierendste Einschränkung ist meiner Meinung nach dabei die fehlende Möglichkeit Updates zu installieren. Das bedeutet nun, dass du dir einen Bewegungsmelder anschaffst und für die Dauer der Nutzung immer mit der gleichen Softwareversion arbeiten musst. Du könntest nun eine Bridge nutzen, den Sensor dort anlernen und dann das Update installieren, sonderlich praktikabel ist das aber nicht. Der Amazon Echo ist damit in meinen Augen nur eine bedingte Alternative.

Schön wäre an dieser Stelle, wenn auch der Echo die Möglichkeit hätte, Updates auf den Geräten zu installieren. Dadurch könnte die Software auf dem aktuellen Stand gehalten werden, was gerade bei IoT-Geräten absolut wichtig ist.

Eine weitere Einschränkung könnte sein (Achtung Mutmaßung!), dass nicht alle Einstellungsmöglichkeiten genutzt werden können. Innerhalb der Hue Bridge habe ich zum Beispiel die Möglichkeit, die Empfindlichkeit zu ändern. Das könnte unter Umständen nicht mit dem Echo funktionieren. Falls du persönlich dazu Erkenntnisse oder Erfahrungen hast, schreib sie mir gerne mal in die Kommentare. Das hilft nicht nur mir, sondern auch anderen weiter.

Einstellungsmöglichkeiten über Hue Bridge

Blicken wir nun auf die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten, die uns für den Motion Sensor in der Hue Bridge geboten werden. Selbstverständlich muss das Gadget dafür bereits eingerichtet und mit der Bridge verbunden sein.

Eine sehr grundlegende Möglichkeit, die uns auch nicht weiter überrascht, ist die Möglichkeit, dem Sensor einen eigenen Namen zu geben. Ich habe für meinen Teil aktuell noch darauf verzichtet. Spätestens beim zweiten Sensor wird das aber schleunigst nachgeholt.

Ebenso möglich ist die Festlegung eines bestimmten Raums oder der Zuordnung von Lampen, welche durch den Sensor gesteuert werden sollen. Damit dabei das Licht am Tag nicht eingeschaltet wird, kann ferner ein Verhalten am Tag angegeben werden. Das bedeutet, dass du eine Uhrzeit einstellen kannst, die sich auf das Verhalten am Tag beziehungsweise auf das Verhalten innerhalb dieser Zeit bezieht. Direkt im Anschluss wird eingestellt, wann die Lampen in ihre vorherige Szene zurückkehren sollen. Zur Verfügung stehen dabei Werte zwischen 1 und 60. Beides Angaben in Minuten.

Genauso wie das Verhalten am Tag lässt sich auch das Verhalten in der Nacht genauer definieren. So steht auch hier ein Zeitraum zur Verfügung und die Einstellungsmöglichkeit der Rückkehr in die letzte Szene. Du kannst somit bestimmen, dass der Sensor sich am Tag anders als in der Nacht verhält.

Die wohl spannendsten Einstellungsmöglichkeiten dürften jedoch die Empfindlichkeit hinsichtlich des Tageslicht und der Bewegung sein. Damit lassen sich gewissermaßen die Basics des Sensors konfigurieren, was je nach Einsatzort sehr wichtig sein kann.

Nutzung in ioBroker

Wie jedes andere Gerät an der Philips Hue Bridge, kannst du auch mit dem Bewegungssensor Automatisierungen steuern. Mit dem passenden Adapter für ioBroker lässt sich der aktuelle Zustand auslesen und zur Weiterverarbeitung nutzen. Du kannst so zum Beispiel eine automatische Ansage auslösen sobald Bewegung erkannt wurde oder auch einen tollen Lichteffekt erstellen. Gerade in Kombination mit mehreren Sensoren ergibt sich daraus eine umfassende Automatisierungsmöglichkeit.

Doch sei gewarnt. Auch wenn es sich rein technisch an dieser Stelle um Bewegungsmelder handelt, können diese nicht im Sinne einer Alarmanlage eingesetzt werden. Denn für eine klassische Alarmanlage gelten bestimmte Voraussetzungen sowie Zertifizierungen. Andernfalls könnte es unter Umständen bei einem Einbruch zur Situation kommen, dass die Versicherung keine Kosten übernimmt.

Für den Alltagseinsatz habe ich mir eine Automatisierung gebaut, die das Licht einschaltet, sobald eine Bewegung erkannt wurde. Nach Ablauf der Wartezeit wird das Licht dann in regelmäßigen Zeitabständen um einen bestimmten Prozentwert reduziert, bis es schlussendlich ausgeschaltet ist. In der Theorie klingt das soweit auch ganz gut, in der Praxis kann es allerdings zu Problemen kommen.

Zum einen muss natürlich abgefangen werden, dass das Dimmen nicht weiter durchlaufen wird, sobald erneut eine Bewegung erkannt wird. Aufgrund der Asynchronität ist das jedoch nicht immer ganz so einfach. Darüber hinaus ergeben sich bei der Steuerung durch ioBroker gewisse Verzögerungen. Das Signal des Bewegungsmelders wird an die Hue Bridge geschickt, wovon ioBroker den aktuellen Status auslesen kann. Erst dann beginnt die Automatisierung. Hierbei können bei mir jedenfalls schon ein paar Sekunden vergehen, was in der Praxis wirklich problematisch sein kann.

Ich meine aber auch gelesen zu haben, dass die Trägheit des Sensors generell schon kritisiert wurde.

Neue Version des Sensors

Bevor ich nun den Artikel abschließen möchte, liegt mir eine Sache noch auf dem Herzen.

Ich habe für meinen Test den bisherigen Bewegungssensor genutzt. Philips hat den Sensor jedoch schon überarbeitet und in einer neuen Version zur Verfügung gestellt. Zum Zeitpunkt meiner Bestellung war die Wartezeit jedoch bis zu zwei Monaten, was mir so nicht ganz gepasst hat. Ich werde mir eventuell in den kommenden Wochen noch die neuere Version bestellen und dann einen direkten Vergleich beider Sensoren machen.

An dieser Stelle möchte ich außerdem darauf verweisen, dass die Meldung zum neuen Philips Hue Bewegungsmelder von Homekits stammt. Die Meldung erschien lustigerweise einen Tag vor meiner Bestellung. Welch ein Zufall!


Lukas

Hey, ich bin Lukas. Seit einigen Jahren schreibe ich in meinem Smart Home Blog über Hausautomation und Digitalisierung. Als Wirtschaftsinformatiker weiß ich, wie wichtig die Vernetzung von IT-Systemen ist. Diese Erkenntnisse übertrage ich auf mein eigenes Smart Home, das ich auf Basis von ioBroker betreibe. Hierzu nutze ich die Leistung meines eigenen Server-Clusters aus dem Keller. In deinen Ohren klingt das mindestens genauso spannend, wie für mich? Dann komm mit auf unsere Reise zu einem vollwertigen, sicheren und komfortablen Smart Home. Ganz oben findest du Verknüpfungen zu Social Media, wo du mir gerne folgen darfst. Ich freue mich auf dich!

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