Während der Amazon Prime Days war die Osram Smart+ Plug * heruntergesetzt. Grund genug, sie für einen Test zu bestellen und ins Smart Home zu integrieren. Denn sie ist nicht nur eine Steckdose für einzelne Smart Homes, sie wird von einer breiten Masse eingesetzt.

 

Osram Smart+ Plug Amazon Echo kompatibel

 

Sie reiht sich bei uns somit in unsere Mini-Palette an Steckdosen ein und erweitert die 433 MHz und AVM Steckdosen.

Doch wieso nun Osram?

 

Zum Hintergrund und der Beschränkung der FritzBox

 

Die Steckdosen von AVM können den Stromverbrauch und die Temperatur messen. Das gefiel mir von Anfang an sehr gut, denn so lassen sich in OpenHab statistische Auswertungen erstellen. Diese stellen den Stromverbrauch und die Temperatur grafisch dar.

Doch leider ist die Beschränkung von maximal 10 DECT-Steckdosen-Geräten das Haar in der Suppe, welches die Freude etwas trübt. Somit musste eine Alternative her, die dennoch genauso zuverlässig funktioniert und vollständig ins Smart Home integrierbar ist.

Wie ich bereits erwähnt habe, war die Osram Smart+ Plug * während den Prime Days reduziert und für knapp 9 Euro erhältlich. Im Vergleich zum Originalpreis konnte man damit überhaupt nichts falsch machen und so bestellte ich diese Steckdose. Dabei bestand natürlich die Hoffnung, dass sie als ideale Ergänzung für das Smart Home arbeiten wird.

 

Osram Smart+ Plug kann mit den AVM DECT-Steckdosen wohl doch mithalten ohne Begrenzung. Klick um zu Tweeten

 

Eigenschaften der Osram Smart+ Plug im Überblick

 

Technische Daten

 

Bei der Osram Smart+ Plug handelt es sich um eine smarte Steckdose, die über ZigBee gekoppelt werden kann. Sie wird damit von Amazon Alexa unterstützt. Neben Alexa ist die Steckdose weiterhin unter anderem mit dem Magenta SmartHome und Qivicon kompatibel. Natürlich ist auch die Unterstützung durch Osram Lightify * möglich.

Die Osram Smart+ Plug unterstützt eine maximale Leistung von 3680 Watt und eine maximale Stromstärke von 16 Ampere.

Laut Verpackung sind die empfohlenen Umgebungsbedingungen bei -20 bis +40 Grad Celsius. Für den Außenbereich ist sie somit nur bedingt geeignet. Völlig abgesehen von der nicht vorhandenen Wetterfestigkeit. Wer hingegen eine Außensteckdose sucht, wird bei dem Produkt Osram Smart+ Outdoor Plug * fündig.

Auf der Verpackung findet man außerdem eine ganz knappe Übersicht über den Ablauf der Installation. So ist zu erkennen, dass das Partner Gateway benötigt wird. Inklusive einer App für das Smartphone versteht sich.

 

Osram Smart+ Plug

 

Wer allerdings vor hat, seine Osram Smart+ Plug mit Alexa zu nutzen, kann getrost auf diese Anweisung verzichten.

Außerdem ist noch erwähnenswert, dass die Osram Smart+ Plug über einen Knopf an ihrer Oberseite verfügt. Über diesen lässt sich die Steckdose manuell ein- und ausschalten, so dass diese theoretisch auch ohne Smarthomezentrale bedient werden kann. Ob das allerdings Sinn ergibt, muss jeder für sich selbst entscheiden.

 

Eine smarte Steckdose gehört in jedes #SmartHome. Besonders um Energie zu sparen und der Umwelt etwas Gutes zu tun. Klick um zu Tweeten

 

Die Inbetriebnahme der Osram Smart+ Plug

 

Ich habe eine Weile überlegt, ob ich tatsächlich einen Abschnitt über die Inbetriebnahme schreiben soll. Schlussendlich habe ich mich dafür entschieden. Der Grund, weshalb ich eine Weile überlegen musste liegt darin, dass die Inbetriebnahme tatsächlich nicht sehr schwierig ist.

Nach dem Auspacken der Steckdose muss diese in eine freie Steckdose gesteckt werden. Danach kann man diese von Alexa suchen lassen. Hierfür dient beispielsweise der nachfolgende Sprachbefehl:

 

Alexa, suche neue Geräte.

 

Alternativ kann man die Suche auch über die Amazon Alexa App ausführen. Hierfür navigiert man in den Bereich Geräte. Egal für welche Methode du dich entscheidest, das Ergebnis ist das gleiche.

Lediglich für die Benennung der Steckdose ist die App vermutlich die geeignetere Variante (oder sogar die einzige Möglichkeit?). Denn hier musst du auf mögliche sprachliche Schwierigkeiten nicht achten.

Nach der Einrichtung mit Alexa kannst du die Steckdose auch bereits ein- sowie ausschalten. Hierfür genügt der Sprachbefehl:

 

Alexa, schalte [Name der Steckdose] ein [/aus].

 

Interessant ist zudem, dass der Status der Steckdose in der Alexa App sichtbar ist. So kannst du durch einen schnellen Blick in deine App jederzeit und von überall sehen, ob die Steckdose gerade ein- oder ausgeschaltet ist. Du hast außerdem die Möglichkeit, dass eine Routine erstellt werden kann. Diese Routine kann die Osram Smart+ Plug beinhalten.

Übrigens wird der Status der Steckdose mit der Alexa App auch dann synchronisiert, wenn man die Steckdose über den physischen Schalter einschaltet. Unter Umständen kann dies zwar ein paar Sekunden dauern. Jedoch funktioniert auch das sehr zuverlässig.

 

Osram Smart+ Plug

 

Damit ist die Osram Smart+ Plug in meinen Augen ein fast ebenbürtiger Gegner für die AVM DECT-Steckdosen. Natürlich mit Ausnahme der Temperatur- und Stromverbrauchsmessung.

 

Alexa-Geräte in OpenHab integrieren

 

Was eventuell einigen etwas sauer aufstoßen wird, ist die mangelnde Integration in OpenHab. Es bislang nicht möglich ist, Geräte aus dem Amazon Echo in Smart Home Lösungen wie beispielsweise OpenHab zu integrieren.

Doch wie ich bereits in einem meiner vorherigen Beiträge erzählt habe, wird das Amazon Echo Control Binding bald eine solche Möglichkeit unterstützen. Dadurch, dass wir nun Zugriff auf eine smarte Steckdose von Osram haben, wurden diese selbstverständlich gleich ins Binding integriert.

Während der Entwicklung konnte ich in einem Testsystem die Steckdose erfolgreich in OpenHab ansteuern und diese auch in Regeln verwenden. So kann man beispielsweise einen Ventilator automatisch schalten. Auch andere Geräte können beim Verlassen der Wohnung automatisch vom Stromnetz getrennt werden. Damit spart man in der Summe einiges an Energie.

Testweise habe ich eine Berechnung durchgeführt auf Basis eines Fernsehers. Dieser verbraucht im Standby-Zustand etwa 0,4 Watt. Mit einem Strompreis von 28 Cent pro Kilowattstunde macht dies im Jahr bereits einen Unterschied von etwa einem Euro. Man kann nun sagen, dass der Stromverbrauch nicht ins Gewicht fällt. Doch der Umwelt zuliebe und auch dem eigenen Geldbeutel, ist das Trennen von Geräten in meinen Augen sehr wichtig. Denn auch wenn ein einzelnes Gerät wenig Auswirkungen auf den Gesamtverbrauch hat, so macht es auch hier die Summe aus.

Wenn du übrigens mehr zum Thema Lampen aus Alexa in OpenHab wissen möchtest, wirst du in meiner offiziellen Ankündigung fündig. Dort erläutere ich dir auch die unterschiedlichen Funktionen, die das Binding unterstützen wird. Zum Zeitpunkt der Ankündigung habe ich mich zwar noch auf die Integration von Lampen beschränkt. Diese Beschränkung ist allerdings inzwischen nicht mehr ganz gültig. Denn die Steckdosen werden auch Teil des Bindings werden.

Summary
Lukas K.
Review Date
Reviewed Item
Osram Smart+ Plug
Author Rating
41star1star1star1stargray
Kategorien: Smart Home

Lukas

Hi, mein Name ist Lukas. Seit 2016 blogge ich auf Hobbyblogging über unterschiedliche Themen des Alltags. Schwerpunkt dabei ist das Thema Smart Home, speziell mit der Open Source Software OpenHab auf dem Raspberry Pi. Neben dem Bloggen absolviere ich derzeit mein Master-Studium im Fachbereich Wirtschaftsinformatik und arbeite als Werkstudent im Software Engineering.

3 Kommentare

Chris · 6. August 2019 um 15:17

Hi Lukas,

beim unteren ABschnitt deines Textes muss man jedoch beachten, dass auch eine smarte Steckdose einen Eigenverbrauch hast. Dieser liegt bei Zigbee zwar etwas unter mit wifi vernetzten IoTs, jedoch auch so um das halbe Watt. Bei dem Beispiel deines Fernsehers ist da also leider nichts gewonnen 😉

    Lukas · 6. August 2019 um 22:21

    Hallo Chris,

    danke für dein Feedback. Du hast selbstverständlich völlig recht, dass die smarte Steckdose selbst auch einen Eigenverbrauch hat, den man beachten muss. Wie hoch dieser ist, kann ich zum aktuellen Zeitpunkt nicht beurteilen, deinen Wert halte ich allerdings für völlig realistisch.
    Mein Beispiel ist vermutlich nicht klug genug gewählt, da sich – wie du bereits sagtest – hier der eingesparte Wert aufhebt.
    Grundsätzlich ging es mir eher um die Tatsache, dass man mit solchen Steckdosen Kosten einsparen kann. Ob das bei 0.4 oder 0.5 Watt einen Sinn ergibt, sei mal dahingestellt.
    Bei Gelegenheit werde ich das Beispiel vermutlich mal anpassen müssen. Danke dir 🙂

Amazon Echo Control Beta für OpenHAB - Hobbyblogging · 15. September 2019 um 13:57

[…] in OpenHAB, welche direkt mit deinem Amazon Account verbunden sind. Dazu gehören beispielsweise smarte Steckdosen von OSRAM oder Philips Hue […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.