Vor einer etwas längeren Zeit habe ich mit Daniel über sein Smart Home gesprochen. Dabei habe ich vor allem erfahren, dass er Home Assistant als zentrale Steuerung für das eigene Zuhause einsetzt. Da ich mich als Informatiker grundsätzlich für verschiedene Systeme interessiere, hat mich hellhörig werden lassen. Zumal ich auch für mich die besten Funktionen aus verschiedenen Tools miteinander kombiniere.

Aus diesem Grund möchte ich mir, gemeinsam mit dir, in diesem Artikel die Unterschiede zwischen ioBroker und Home Assistant genauer anschauen. Leider habe ich dabei das System nicht selbst im Einsatz, so dass ich rein die Fakten aus der offiziellen Dokumentation betrachten werde. Da diese allerdings alle wichtigen Informationen bereitstellt bin ich mir sicher, dass wir einen tollen Vergleich auf die Beine stellen können.

Wenn wir uns den Titel ioBroker vs Home Assistant anschauen, suchen wir gezielt nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden. Das sollte dir einen tollen Überblick geben und auch dafür sorgen, dass du eine fundierte Entscheidung treffen kannst.

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Grundlegende Unterschiede

Wie bei vielen anderen Systemen, gibt es auch zwischen ioBroker und Home Assistant grundlegende Unterschiede. So fällt direkt zu Beginn auf, dass die Community von Home Assistant eher im Englischen unterwegs ist. ioBroker bietet ein deutsches Forum, was damit aus der Masse hervorsticht.

Zwar ist die Softwareentwicklung – und damit auch die Entwicklung von Home Assistant – stark mit dem Englischen verwurzelt, jedoch ist das gerade für Einsteiger oft eine große Hürde. Denn auch wer über gute Englischkenntnisse verfügt, kann durchaus mit einzelnen Fachbegriffen und Zusammenhängen seine Schwierigkeiten haben.

Es gibt neben Unterschieden allerdings auch Gemeinsamkeiten, die dich interessieren dürften.

So bieten beide Systeme ein eigenes Forum, in dem die Nutzer untereinander einen grundlegenden Austausch betreiben und auch gezielt nach Hilfe für spezielle Probleme suchen können. Die jeweilige Dokumentation hilft bei einer Argumentation oder der Erklärung spezieller Funktionen innerhalb der jeweiligen Systeme. Darüber hinaus verfügt Home Assistant über einen eigenen Blog, der sowohl für Ankündigungen gedacht, als auch für die Vorstellung spezieller Funktionen genutzt wird.

Doch wir wollen uns gar nicht so lange mit grundlegenden Unterschieden und Gemeinsamkeiten aufhalten. Werfen wir direkt einen Blick auf die spezifischen Funktionen, die Home Assistant zu bieten hat. Dabei beginnen wir bei der Installation der Software.

Zuletzt aktualisiert 7.10.2022 / (*) Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Der angegebene Preis kann seit der letzten Aktualisierung gestiegen sein.

Die Installation von Home Assistant

Werfen wir zu Beginn unseres Vergleichs einen Blick auf die Installation von Home Assistant. Hier gibt es zu anderen Systemen gewisse Parallelen, insbesondere im Hinblick auf die Hardware. Wie andere gängige Systeme, lässt sich Home Assistant auf unterschiedlicher Hardware installieren. Insbesondere der Raspberry Pi ist dabei ein Gerät, das einen sehr günstigen Start in das Smart Home erlaubt. Generell ist Home Assistant auf folgender Hardware verfügbar:

Besonders interessant für Einsteiger ist übrigens Home Assistant Blue. Hierbei handelt es sich um eine vorgefertigte Hardware, die bereits von Haus aus mit der notwendigen Software ausgestattet ist. Das bedeutet für dich, dass du dich nicht um die Installation kümmern musst, sondern direkt nach der Inbetriebnahme loslegen kannst. Das kannst du dir in etwa so vorstellen, dass du eine eigene Zentrale bekommst, die sich um das Smart Home kümmert. Dabei beschränkt sie sich allerdings nicht auf bestimmte wenige Geräte, sondern verfügt über übergreifende Funktionen. Diese werden mit Erweiterungen in das System geladen.

Einen ersten Eindruck von der Hardware habe ich durch Frank-Oliver von Digitalzimmer in einem Twitter-Post bekommen:

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Adapter vs Integrations

Einer der ersten Unterschiede ist die Benennung der Erweiterungen. Während man sie bei ioBroker Adapter nennt, wurden sie von den Home Assistant Entwicklern Integrations getauft. Der Name lässt sich dabei ganz eindeutig darauf zurückführen, dass Fremdsysteme in das eigene System integriert werden. Die Namenswahl ist aus meinen Augen sehr clever, denn jedem Nutzer ist die Funktion direkt klar.

Home Assistant verfügt derzeit (Stand: 18.08.2021) über 1838 Integrations, um fremde Systeme und weitere Funktionen in das Smart Home zu integrieren. ioBroker kommt hingegen nur auf 413 Erweiterungen (Stand: 18.08.2021). Dabei muss man natürlich etwas genauer ins Detail gehen. Möglicherweise bieten einige Adapter bei ioBroker eine breitere Funktionspalette als eine Integration bei Home Assistant. Das würde zumindest den großen Unterschied erklären.

Erfreulich ist jedenfalls, dass die gängigen Erweiterungen bei beiden Systemen verfügbar sind. Dazu zähle ich zum Beispiel Erweiterungen für Amazons Alexa, Google Home und einige weiterer Systeme. Ich für meinen Teil könnte jedenfalls ohne diese Erweiterungen nicht mehr auskommen, zumal gerade Alexa viele Dinge in meinem Smart Home ankündigt.

Was mir allerdings bei Home Assistant direkt aufgefallen ist, sind die diversen tiefergehenden Erweiterungen, die ich bisher von keinem anderen System kenne. Hierzu zähle ich Erweiterungen für den Apple TV, Apple iTunes, Azure, AWS und sogar Dominos Pizza! Letzteres wohl für die richtigen Bastler, die zwischendrin eine kleine Stärkung brauchen. 😉

Ich persönlich kann dir auf jeden Fall empfehlen, dass du dir vor der Installation genau anschaust, welche Erweiterungen Home Assistant bietet. Anhand dieser Info solltest du unter anderem entscheiden, welches System zum Einsatz kommt. Eine tolle UI ist zwar schön, hilft aber im Smart Home immer nur bedingt weiter.

Jetzt mehr erfahren:  OpenHAB vs ioBroker - Harte Fakten

Das User Interface im Vergleich

Wenn wir schon von UI (User Interface) sprechen, schauen wir uns diese doch einmal genauer an. Hierbei gibt es in meinen Augen grundlegende Unterschiede, die eine nähere Betrachtung notwendig machen.

Home Assistant setzt bei der Darstellung von Informationen auf Lovelace. Hierbei handelt es sich um ein komplettes Frontend, das durch den Nutzer entsprechend angepasst werden kann. Zu den Anpassungsmöglichkeiten zählen neben den Cards auch verschiedene Themes, Icons und natürlich die Benennungen. Es handelt sich demnach um eine Visualisierung, die du entsprechend deiner Wünsche in gewissen Grenzen anpassen kannst.

Warum in gewissen Grenzen?

Home Assistant bietet scheinbar ein fest definiertes Raster, in dem du dich bewegen kannst. Alles außerhalb des Rasters wird von Lovelace nicht unterstützt. Dadurch erscheinen viele Oberflächen sehr ähnlich und unterscheiden sich hauptsächlich durch Icons, Texte und Farben. ioBroker hingegen bietet durch die VIS eine völlig freie Anpassungsmöglichkeit, wodurch sich sehr individuelle Steuerungen erstellen lassen.

Das kann nun Vor-, aber auch Nachteile haben. Während Home Assistant in den Anpassungsmöglichkeiten etwas eingeschränkt ist, kann man die ioBroker VIS durchaus als sehr komplex ansehen. Je nachdem welches System hier die eigenen Vorlieben erfüllt, sollte man dieses in eine nähere Betrachtung einschließen. Sicherlich ist das auch abhängig davon, über welche Kenntnisse du verfügst.

Die Automatisierungen

Nun wissen wir schon etwas über die Installation, Integrationen und das User Interface. Doch das Smart Home besteht größtenteils wohl aus Automatisierungen, die ein Smart Home erst wirklich smart machen. Hier gibt es bei Home Assistant zwei verschiedene Möglichkeiten.

Der Automation Editor ist eine visuell geführte Möglichkeit, um Automatisierungen mit Home Assistant umzusetzen. Hierbei wählst du einen Namen für deine Automation, einen Trigger und eine Aktion. So lassen sich zumindest am Anfang sehr leicht Automatisierungen erstellen, die grundlegende Anforderungen erfüllen.

Die zweite Möglichkeit zur Erstellung von Automatisierungen sind sogenannte YAML-Dateien. Du kennst sie vielleicht schon durch Docker, das über die gleichen Dateien konfiguriert werden. Diese Möglichkeit richtet sich doch eher an fortgeschrittene Nutzer, die bereits über erste Erfahrungen verfügen. Denn während der visuelle Editor sehr viel Arbeit ersparen kann, musst du bei einem Texteditor selbst auf die korrekte Syntax (und Semantik) achten. Das macht die Erstellung etwas kniffliger und es bedarf ein wenig an Routine, bevor die ersten Automatisierungen direkt auf Anhieb funktionieren. Ich persönlich bin zumindest kein Fan von YAML-Dateien. Zwar haben sie eine klare Struktur, allerdings werde ich mit diesem Dateiformat nicht so richtig warm.

ioBroker geht auch hier einen anderen Weg. Dort hast du die Möglichkeit, durch Blockly eigene Automatisierungen visuell zu erstellen. Entwickler/Programmierer haben allerdings auch die Möglichkeit, auf JavaScript umzusteigen. Dadurch kann ioBroker in meinen Augen auch eher Neulinge abholen, die noch keinerlei Programmiererfahrung haben. Auch wenn die Erstellung trotzdem sehr tricky und komplex sein kann.

Jetzt mehr erfahren:  ioBroker vs Mediola - Das ist anders

Die Community

Bevor wir zum Ende des Artikels kommen, möchte ich gerne noch auf das Thema Community eingehen. Wie schon in meinem Vergleich zwischen ioBroker und OpenHAB, liegt mir dieses Thema doch sehr am Herzen. Eine aktive Community sorgt schlussendlich dafür, dass neue Nutzer entsprechend Hilfe erhalten und sich mit anderen Anwendern austauschen können.

Laut den offiziellen Angaben im Forum von Home Assistant (Stand: 18.08.2021) verfügt das Forum über insgesamt rund 123.000 Themen, die von Nutzern erstellt wurden. Es gibt etwa 1,5 Millionen Postings und etwa 304.000 Likes. Eine Anzahl von Nutzern ist leider nicht ersichtlich. In den letzten 30 Tagen waren jedoch 23.600 Nutzer aktiv.

ioBroker hingegen verfügt (Stand: 18.08.2021) über etwa 46.800 Themen, 663.800 Beiträge und 41.400 Nutzer.

Zu beachten ist bei diesen Zahlen natürlich, dass gerade der englischsprachige Raum deutlich größer ist und sich so mehr Nutzer von der Software angezogen fühlen. Allein dieser Grund genügt in meinen Augen bereits, dass die Zahlen bei Home Assistant deutlich höher liegen. Sicherlich fließen allerdings auch Tatsachen mit ein, dass Nutzer bei einem System eventuell mehr Unterstützung brauchen. Ein eindeutiger Indikator für die Qualität der Software ist das demnach keinesfalls. Schließlich lassen sich die Zahlen auch andersrum interpretieren. So könnte man auch die These aufstellen, dass die Community von Home Assistant aktiver ist, da sie generell im größeren Smart Home Fieber ist.

Alles eine Sache der Betrachtungsweise.

Es zeigt allerdings ganz klar, dass Home Assistant über eine große Community verfügt, die sehr aktiv am Projekt arbeitet. Jeder trägt einen Teil dazu bei. So erstellen die Entwickler nützliche Erweiterungen und Nutzer sorgen durch ihre Fragen für die Erstellung einer kleinen Dokumentation, welche die offizielle Dokumentation unterstützt.

Welches System ist deine erste Wahl?

Ich persönlich habe vor einigen Monaten von OpenHAB auf ioBroker gewechselt und bin mit meiner Entscheidung sehr glücklich. Aktuell arbeite ich an einer tollen Visualisierung, die all meine Bedürfnisse erfüllt und dabei sogar noch schick aussieht. Home Assistant war tatsächlich nie ein Thema für mich, da ich es zum damaligen Zeitpunkt nicht auf dem Schirm hatte.

Auch wenn ich nun heute mehr zu Home Assistant weiß, würde ich einen Wechsel nicht in Betracht ziehen. Das System wirkt ordentlich und hat eine große Community. Doch für mich gibt es zwei triftige Gründe, die dagegen sprechen. Zum einen nutzt Home Assistant YAML-Dateien, mit denen ich mich wirklich ganz und gar nicht identifizieren kann. Zwar würde ich nach kurzer Einarbeitung sicherlich auch diese kleine Herausforderung meistern, doch ich hätte wohl kaum eine Freude daran. Der zweite Grund ist das beschränkte User Interface. Ich finde individuelle Visualisierungen wirklich genial und möchte diese Freiheit nicht mehr missen.

Dennoch kann ich dir nur einen gut gemeinten Rat mitgeben. Du musst für dich selbst entscheiden, welches System dir besser liegt. Dazu kannst du dir zum Beispiel die diversen Erweiterungen ansehen und überprüfen, ob du damit all deine Geräte abdecken kannst. Beide Systeme bieten außerdem eine Demo, durch die du dir einen ersten Eindruck verschaffen kannst. Diese Chance solltest du dir nicht entgehen lassen.

Und übrigens gibt es nicht das perfekte System. Auch wenn viele dich das wohl glauben lassen wollen. In Wahrheit ist es allerdings (leider) so, dass die Bedürfnisse und Vorkenntnisse viel zu individuell sind, um pauschal ein System zu empfehlen. Daher musst du dir zwingend einen eigenen Eindruck vermitteln und für dich eine individuelle Entscheidung treffen. Sollte in deinem Umfeld jedoch jemand Erfahrung mit diesen Systemen haben oder sogar eines davon selbst nutzen, dann lass dir das auf jeden Fall erklären und zeigen. So bekommst du schon vor deinem Start einen umfassenden Eindruck und auch ein kleines Gefühl dafür, wo die Schwächen des jeweiligen Systems liegen.

Folgen geht schneller als Lesen. Probiere es jetzt aus.


Lukas

Hey, ich bin Lukas. Seit einigen Jahren schreibe ich in meinem Smart Home Blog über Hausautomation und Digitalisierung. Als Wirtschaftsinformatiker weiß ich, wie wichtig die Vernetzung von IT-Systemen ist. Diese Erkenntnisse übertrage ich auf mein eigenes Smart Home, das ich auf Basis von ioBroker betreibe. Hierzu nutze ich die Leistung meines eigenen Server-Clusters aus dem Keller. In deinen Ohren klingt das mindestens genauso spannend, wie für mich? Dann komm mit auf unsere Reise zu einem vollwertigen, sicheren und komfortablen Smart Home. Ganz oben findest du Verknüpfungen zu Social Media, wo du mir gerne folgen darfst. Ich freue mich auf dich!

26 Kommentare

Muschelpuster · 3. April 2022 um 15:42

Danke für diese schöne Zusammenfassung. Ich pflege seit Jahren eine Hassliebe zu FHEM und will das loswerden. Mein Kollege ist bereits von FHEM auf ioBrooker umgestiegen und sehr zufrieden damit. Blockly ist cool und erinnert mich an meine erste Heimautomatisierung (Zipato) sowie Scratch, was ich etwas mit meinen Kindern gemacht habe. Inzwischen habe ich aber etwas mit Node Red gemacht, was für den Home Assistant spricht. Je nach Sichtweise ist es auch gut oder schlecht, dass Home Assistant als Image mit Betriebssystem daher kommt und man sich nicht um die Basis kümmern muss. Wenn ich das richtig verstehe wird das über die HA-GUI mit aktualisiert. Wenn ich da an mein FHEM denke, bei dem ich immer schnell nochmal am Linux drehen muss…

    Lukas · 3. April 2022 um 17:59

    Hallo,

    danke für das Feedback zu meinem Artikel. Darüber habe ich mich sehr gefreut.

    Ja, die Sache mit den Images kann Fluch und Segen zugleich sein. Ich denke schon, dass es in vielen Fällen positiv ist, da man sich so auch nicht um die Installation von benötigten Abhängigkeiten kümmern muss. Darüber hinaus können die Entwickler auch alles gleich so konfigurieren, wie es sein sollte. Macht vieles leichter.
    Trotzdem muss man sagen wird es immer Fälle geben, bei denen man am System selbst etwas ändern muss. Man denke da nur mal an die Updates. Wie Home Assistant das macht, kann ich nicht beurteilen. Ich habe ja auch im Artikel lediglich die Funktionen miteinander verglichen 😉

    Ich für meinen Teil bin jedenfalls mit ioBroker sehr glücklich. Ich glaube für mich selbst was es die beste Entscheidung und ich würde jederzeit wieder darauf zurückgreifen. Home Assistant ist sicherlich auch ein gutes System, aber ich glaube mir würde es nicht liegen. Das Schöne am Smart Home ist ja aber, dass es so individuell sein kann. Wichtig ist, dass die eigenen Wünsche erfüllt werden können.

    Smarte Grüße

PhUser · 9. Februar 2022 um 20:50

Wäre auch komisch wenn Bluefox etwas anderes geschrieben hätte. 😉

    Lukas · 10. Februar 2022 um 08:10

    Da liegst du natürlich richtig. 😉
    Es ist aber schön zu sehen, dass es dennoch ein Feedback wert war.

    Smarte Grüße

Roger · 20. Januar 2022 um 14:39

Ich habe mich mit derselben Frage beschäftigt und habe mich dann aber für Home Assistant entschieden. Das GUI kann man ebenfalls komplett selber gestalten. (Sucht mal nach Home Assistant 3D Floorplan). Bin ebenfalls kein YAML Freund, weshalb ich Node-Red in Home Assistant integriert habe. So kann ich mir die komplexen Automatisierungen ganz einfach in Javascript schreiben. Und die Anbindung von Node-Red in Home Assistant ist ziemlich gut, wie ich finde.
Viele Automatisierungen findet man auch in der Community. Sogenante Blueprints, mit denen man sich dann nicht mit YAML rumschlagen muss.

Grüsse
Roger

    Lukas · 20. Januar 2022 um 15:59

    Hallo Roger,

    vielen Dank für dein Feedback und die Sichtweise aus der Home Assistant Ecke.

    Ich persönlich sehe den Unterschied zwischen dem Floorplan und der VIS darin, dass der Floorplan in das vorgegebene Muster integriert wird und die VIS dagegen vollständig selbst angepasst werden kann.
    Da sind zwar die Unterschiede nicht mehr so groß, doch in meinen Augen nennenswert.
    Deine Inspiration mit Node-RED finde ich super. Allerdings gefällt es mir persönlich besser, wenn das System schon nativ mit JavaScript (in diesem Fall) umgehen kann. Ein eigenes System möchte ich persönlich nicht extra in Betrieb nehmen, zumal das auch wieder Wartungsaufwand bedeutet.

    Was ich schön finde ist, dass gerade dein Kommentar zeigt, wie vielfältig das Smart Home sein kann. Es gibt nicht den richtigen oder falschen Weg. Jeder Anwender kann das Smart Home auf seine Art und Weise gestalten. Das ist großartig und ermöglicht eben auch die unterschiedlichsten Szenarien. Daher vielen Dank für deine Sichtweise. Vielleicht bin ich persönlich von ioBroker auch ein wenig eingenommen. 😉

    Smarte Grüße

    Daniel · 31. Januar 2022 um 09:43

    Node Red wäre jetzt auch mein Stichwort gewesen. Und das mit Wartung stimmt so ja nur bedingt, das es als AddOn direkt daher kommt und automatisch mit HA durch einen Klick mit aktualisiert wird. Hier ist also nichts weiter zu tun, wenn man es intern betreibt. Und die Anbindung in beide Richtungen ist wirklich sehr gut. (Auch wenn ich persönlich lieber alles direkt im HA realisiere).
    Auch die yamls werden bei Automatisierungen eigtl ja nahezu nicht mehr benötigt. Seit die Wizards dafür erweitert wurden lässt sich über Dienste eigtl alles direkt in der grafischen Oberfläche auslösen incl. der notwendigen Parameter. Die Notwendigkeit hier in yamls schreiben zu müssen kommt inzw. eher selten zum tragen.

    Was das Layout angeht kann man das raster ja auch abschalten. Das ist ja nur der Default. Im Panel-Modus bist du ja völlig frei und kannst deinen Verschachtelungsideen mit Grids, Horizontal-/Vertical Stacks etc freien Lauf lassen. Wenn das noch nicht reicht gibt es noch genug hacs-integrationen die dir z.B. bootstrap zur Verfügung stellen wenn es noch spezifischer werden soll. Also hier hat man schon recht viele Möglichkeiten.

    Die Abneigung zu YAML versteh ich gar nicht. Zu anderen deklarativen Syntax finde ich es so angenehm und da alles so top dokumentiert ist geht es auch spielend und schnell von der Hand.
    Ich kannte es vorher nahezu garnicht (ausser ein bisschen docker-copy/paste) aber habe es durch HA echt lieben gelernt. Vor allem aber dank ESPHome womit bei mir gefühlt 80% inwzschen läuft. (Was evtl. auch noch eine Erwähnung wert wäre, denn gerade für DIY Lösungen ist das mit das mächtigste was HA zu bieten hat in meinen Augen)
    Spätestens seit ESPHome liebe ich yaml. Bequemer ließ sich Software selten schreiben 😉 (so unterschiedlich kann die Auffassung sein)

    Btw. wer Deutsche HA-Mitstreiter sucht ist herzlich auf unseren Discord von „smarthome yourself“ eingeladen 😉

    Es war auf jeden Fall ein sehr spannender Artikel vor allem dafür, dass du HA nicht im Einsatz hast sehr detailliert. Danke für die Gegenüberstellung. Hat spaß gemacht zu lesen!

    Das Fazit des Artikels unterschreibe ich zu 100%. Aber auch wenn man hier und da mit der Zeit festgefahren ist, ist es doch immer wieder Spannend auch mal „nach nebenan“ zu schauen 🙂

    LG
    Daniel

      Lukas · 31. Januar 2022 um 13:53

      Hallo Daniel,

      danke für dein langes und ausführliches Feedback. Ich finde es super, wenn sich jemand so intensiv mit den Artikeln auseinandersetzt wie du! Daumen hoch.

      Das mit NodeRed war mir tatsächlich nicht so bekannt. Für mich ist es ein eigenes System gewesen. Daher muss ich mir an dieser Stelle die Kritik zurecht gefallen lassen. Danke für deine Korrektur.
      Bei den Yaml-Dateien ist das jetzt so ein Knackpunkt. Du sagst selbst, dass es nur „selten“ zum Tragen kommt. Selten bedeutet zumindest nicht nie. Das könnte natürlich so ein Argument sein. Aber lassen wir das mal so stehen. Auch damit kenne ich mich im Detail zu wenig aus. Und zur Kritik mit Yaml … Naja, ich würde sagen das ist eine Geschmackssache. Als Softwareentwickler finde ich zum Beispiel JSON sympatischer als Yaml … Aber das ist eben meine Meinung. Wie man bei dir sieht, ist das wieder anders. 😉

      Das Thema Visualisierung ist auch nochmal so ne Sache. Ich glaube ioBroker macht es einem da wirklich schon wesentlich leichter. Aber ich kann mich natürlich nur sehr begrenzt in die Rolle eines Anfängers hineinversetzen, der ohne große Vorkenntnisse versucht, seine eigene Visualisierung zu bauen. Es ist trotzdem sehr spannend, dass du auch hier eine andere Meinung hast. Es macht Spaß das auch mal aus einer anderen Sichtweise erzählt zu bekommen. 😉

      Deinen Discord-Aufruf kann ich nur unterstützen. Wer Spaß an Home Assistant hat, ist bei dir auf jeden Fall an der richtigen Adresse.

      Smarte Grüße

Udo · 29. Dezember 2021 um 13:55

Also für mich ist Yaml bzw. Blockly das K.O. Kritrium.
Das mag für Programmierer ja schön und gut sein, wird aber ein Blockly bei mir nicht ersetzen können.
Da kann ich super schnell und visuell Logiken und Automatisierung durchführen ohne programmieren zu können.
Einfach mal ein paar Blöcke kopieren, verändern, …. alles mit ein paar Klicks.
Und die neue ioBroker Oberfläche ist absolut top.
Welcher Unterbau dabei zum Einsatz kommt ist mir persönlich egal, zumal mein RPi4 nie ausgelastet ist.
Ich hab mir HAS auch angesehen und bleibe ganz entspannt beim ioBroker.
Ich wüsste nichts, was mich zum Umstieg bewegen würde.
Es sein denn, mir würden irgendwann Anbindungen fehlen und man würde in HAS eine Visualisierung von Skripten einführen.

    Lukas · 29. Dezember 2021 um 14:10

    Hallo Udo,

    danke für deine Sichtweise und das Feedback. Ich finde es super, auch mal aus der Sichtweise eines Anwenders die Kritikpunkte geschildert zu bekommen.
    Tatsächlich mag ich als Softwareentwickler YAML auch nicht. Es liegt mir einfach nicht und ich finde es auch nicht sonderlich intuitiv. Aber ich glaube da gibt es auch diverse Meinungen unter den Softwareentwicklern.

    Dein Argument mit Blockly kann ich gut nachvollziehen. Das macht die Entwicklung eines Skripts deutlich leichter und verständlicher.
    Ich persönlich habe manchmal für mich das Gefühl, dass Blockly jedoch auch umständlich sein kann. Gerade bei größeren Skripten. Doch für Anwender ist es auf alle Fälle ein super nützliches Framework.

    Wenn dir Anbindungen fehlen würden, könntest du soweit ich weiß auch Home Assistant in ioBroker integrieren. Ich meine dafür gibt es einen Adapter. Zumindest gibt es aber einen für OpenHAB.
    Damit würde man die Vorteile des anderen Systems nutzen können und gleichzeitig seine Logiken in ioBroker bauen können. Besser geht es wohl kaum.

    Smarte Grüße

    Udo · 29. Dezember 2021 um 15:49

    Man hat ja nicht Blockly, das ist der Vorteil. Aber mit reicht das im Normalfall.
    Ja …es gibt wohl einen HAS Adapter. Wie gut der ist kann ich nicht sagen. Ich tendiere aktuell aber eher dazu Docker inkl. Portainer zusätzlich auf dem Rpi4 zu installieren und darin dann einen aktuellen HAS Container. Docker inkl. Portainer habe ich auch bei mir auch auf dem Server laufen. Von der Performance sollte das aber auch locker zusätzlich zum ioBroker gehen. Docker hat zusätzlich den Vorteil auch mal andere Container testen zu können. Zusätzlich brauche ich auch noch Motioneye für meine IPCam. Und per Stack/Compose geht da auch echt schnell und einfach. So hätte ich meine Smarthomesteuerung komlett auf dem Rpi4 und bin per Docker auch noch super flexibel. Ich denke das werde ich nächste Woche testen.

      Lukas · 29. Dezember 2021 um 16:59

      Wenn du wirklich ioBroker und Motion parallel auf dem Raspberry betreiben willst, könnte das etwas knapp werden.
      Ich weiß nicht, wie gut die neuesten Modelle sind, aber Motion braucht durchaus ein wenig Leistung.
      In meinem Fall laufen 5 Kameras darin und der Server ist dabei gut dabei. Läuft allerdings auch in einer VM. Eventuell gibts da noch einen Unterschied zu Docker.

      Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg bei deinem Vorhaben. Klingt spannend!

        Udo · 29. Dezember 2021 um 17:35

        Gut … bei 5 Cams könnte das durchaus sein. lol
        Ich hab maximal 2 IPcams. Die eine davon brauche ich nur am Eingang damit das Tablet an der Wand auch zeigt wer draußen steht. Per ONVIF geht das Tabelt dann autmatisch an. Na ja … eine VM hat halt deutlich mehr Unterbau. Docker sollte da deutlich schneller sein. Ich denke von der Performance sollte das klappen. Werde ich dann ja sehen. Falls nicht, muss mein Server das übernehmen, aber so hätte ich das komplette Smarthome auf dem RPI.

          Lukas · 29. Dezember 2021 um 17:40

          Ich denke ein Versuch wird es wert sein. Und sollte es nicht klappen, kann man es ja noch umstellen. 😉

Fiko · 12. Dezember 2021 um 20:52

Vielen Dank für den Vergleich und die Kommentare.
Das hat mir schon Mal sehr geholfen.

    Lukas · 13. Dezember 2021 um 08:24

    Hallo Fiko,

    vielen Dank für deinen Besuch im Blog und dein Feedback.
    Falls du weitere Fragen hast, hinterlasse sie gerne hier in den Kommentaren.

    Beste Grüße

Jochen · 11. Dezember 2021 um 14:14

Der Einstieg in Home Assistant ist auch für Anfäger sehr leicht zu bewerkstelligen.
Über die unzähligen Integrationen sind mit ein paar Klicks die gängigsten Geräte installiert.
Auch die Automatisierungen gehen ohne Programmierkenntnisse schnell von der Hand.
Die Stärke von Home Assistant ist, dass man eine fast unüberschaubare Flexibilität hat, wenn
es tiefer in die Materie der Steuerung/Automatisierung geht. Auch die Tatsache, dass Python als Programmiersprache für das System gewählt wurde, macht das ganze im Gegensatz zu Java sehr Resourcenschonend (PI4 4GB mit SSD ist fast schon über).
Wenns vom Klicken ins Scripten geht, ist YAML/Jinja von nöten – dies kann und wird mit Sicherheit Nerven kosten, vor allem wenn man Windows Notepad verwendet 🙂 Man gewöhnt sich aber dran …
Wenn es dann noch um eigene oder vorhandener AddOns geht, lässt sich das System über Docker Container einfach erweitern.
Für den Hobbybastler kann man mit ESPHome unzählige Sensoren mit ESP8266/ESP32 in Home Assistant kinderleicht integrieren !
undundund
Ich stand vor 1 Jahr vor der Entscheidung IOBrocker oder Home Assistant – heute möchte ich meinen Homeassi nicht mehr missen 🙂

    Lukas · 11. Dezember 2021 um 16:23

    Hallo Jochen,

    danke für deinen ausführlichen Bericht und den Besuch in meinem Blog. Ich schätze solche Erfahrungen sehr.
    Vielleicht hast du schon mitbekommen, dass ich Home Assistant bislang noch gar nicht ausprobiert habe. Momentan stelle ich mir jedoch die Frage, ob es nicht einen Versuch wert wäre.
    Kein kompletter Umstieg, aber mal ein paar Geräte zum Testen.

    Ich finde deine Argumentation – insbesondere bei der verwendeten Programmiersprache – sehr schlüssig. Aber als Softwareentwickler habe ich natürlich auch einen Hang zu Programmiersprachen. 😉

    Gibt es denn auch etwas, das du bislang an HA störend findest oder vermisst? Sowas wäre natürlich auch mal sehr interessant.

    Beste Grüße

      Jochen · 11. Dezember 2021 um 18:28

      probiere es doch einfach mal in einer VM aus – kannst es ja parallel zu deiner derzeitigen laufen lassen – Home Assistant lässt sich in allen möglichen Umgebungen installieren.: https://www.home-assistant.io/installation/

      störend empfand ich anfänglich nur YAML/Jinja (Indentation of YAML) ohne einen passenden Editor – (Atom, Sublime,VSCode etc. – wie man will) macht das nur krank.:)

        Lukas · 12. Dezember 2021 um 12:54

        Hallo Jochen,

        genau so hätte ich mir das gedacht. Auf den Server wird eine zusätzliche VM gepackt mit Home Assistant und dann kann man sich bequem durch die Software arbeiten.
        Da ioBroker bei mir auf dem Server auch „nur“ virtualisiert läuft, ist das glücklicherweise kein Problem.

        Ja, die lieben YAML-Dateien. Ich bin nie so richtig warm geworden damit und weiß tatsächlich nicht, ob wir da noch Freunde werden. 😉

        Beste Grüße und einen schönen Sonntag

Alex · 6. Dezember 2021 um 11:56

Hallo Lukas.
Vielen Dank für deinen Artikel.
Bin sehr neu in der Smart Home Welt und nutze seit ca. einem Jahr ioBroker in Verbindung mit RaspberryMatic, plus ein Paar Komponente von Ikea, Home Connect usw.
Am Wochenende hab ich per Zufall Home Assistant entdeckt. Gleich nach einem Vergleich zwischen ioBroker und HA gegoogelt, Dein Artikel war der erste.
Hab mir dann zum Testen auf einem rumliegenden RPi3 das die OS version von HA installiert um mir ein Bild zu verschaffen… Nun, nach zwei Tagen steht mein Entscheidung: ich werde auf jeden Fall auf HA umsteigen.
System ist flüssiger, schneller, intuitiver und moderner. Warum schreibe ich das alles?! 🙂
Es gibt auch jede Menge Anpassungsmöglichkeiten der Visualisierung!
Natürlich muss man sich etwas „reinfuchsen“, aber das muss man bei ioBroker noch viel mehr, finde ich.

Just my five cents 🙂

VG
Alex

    Lukas · 6. Dezember 2021 um 12:05

    Hallo Alex,

    danke für deinen Besuch bei mir im Blog und deinen Kommentar. Freut mich sehr.
    Und auch ein herzliches Willkommen in der Smart Home Welt 😉

    Ich finde es interessant, dass du HA flüssiger und schneller findest. Ich habe die Systeme tatsächlich nur anhand der Fakten verglichen, wobei ioBroker natürlich bei mir im Einsatz ist.
    Da du so überzeugt von HA bist, werde ich mir vielleicht doch mal die Mühe machen und mir das System etwas genauer ansehen.
    Vielleicht kann ich dadurch noch etwas dazu lernen oder zumindest verstehen, wie du das genau meinst.

    Ich danke dir jedenfalls für deine Zeit, deinen Besuch und deine Meinung.

    Beste Grüße

Bluefox · 8. Oktober 2021 um 22:19

Danke für den Vergleich. Passt mit meiner Meinung 🙂

    Lukas · 8. Oktober 2021 um 22:21

    Hallo Bluefox,

    vielen Dank für dein Feedback zu meinem Artikel 🙂

    Beste Grüße

RkcCorian · 2. Oktober 2021 um 09:33

Sehr schön geschrieben! Ist auch meine Meinung.

    Lukas · 2. Oktober 2021 um 12:39

    Vielen Dank für dein Feedback! 🙂

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