Denkst du beim Thema Smart Home nur an Lampen und Steckdosen? Dann wirst du heute in diesem Beitrag überrascht. Der Homematic Garagentortaster macht aus deinem Garagentor einen wahren Hingucker. Zumindest wenn es um die Steuerung geht. Ich habe ihn eingebaut und zeige dir in diesem Artikel was er kann und wo seine Grenzen liegen.

Das Produkt selbst wird von Homematic gezielt als komfortabel, flexibel und einfach beschrieben. Diese Punkte sollen einerseits durch die richtige Zentrale sowie durch die Montage erfüllt werden. Doch eine smarte Garage erreicht man mit diesem Produkt nur bedingt. Warum klären wir gleich.

Ich möchte außerdem anmerken, dass mir für diesen Artikel kein Produkt zur Verfügung gestellt wurde. Viel mehr habe ich mich aus freien Stücken für das Produkt entschieden. Mehr zu meinen Beweggründen erzähle ich dir im Verlauf des Beitrags.

 

eQ-3 Homematic IP Garagentortaster
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eQ-3 Homematic IP Garagentortaster*
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Inhalt

 

Eckdaten des Homematic Garagentortaster

 

Der Taster wird in Reichweite der Zentrale sowie des Tormotors befestigt. Über die externen Eingänge am Motor selbst kann er dann die entsprechende Funktion (öffnen oder schließen) auslösen. Die Reichweite zur Zentrale wird benötigt, damit er über das Smartphone bedient werden kann.

Zum Betrieb steht entweder der Batteriebetrieb über zwei AA-Batterien oder der feste Anschluss mit 5 – 24 Volt zur Verfügung. Man hat mir dabei geraten das Gerät fest an den Strom anzuschließen. Im Batteriebetrieb soll die Sendeleistung des Aktors eingeschränkt sein. Einen Nachweis dazu habe ich selbst leider nicht. Die Batterien sorgen laut Hersteller für eine Lebensdauer von zwei Jahren.

Geschützt wird der Taster durch den Standard IP31. Das bedeutet den Schutz vor dem Eindringen von Festkörpern mit einem Durchmesser größer als 2,5 Millimeter. Andererseits bedeutet der Schutzstandard, dass der Homematic IP Garagentortaster gegen senkrecht tropfendes Wasser geschützt ist. Eine Übersicht der Schutzklassen gibt es auf der Website Das kleine Lichtlexikon.

Verbaut ist im 165 Gramm schweren Gerät eine kleine Platine, die eine Steuerung per Smartphone, aber auch über den integrierten Taster ermöglicht. Die Schaltplatine stellt dafür alle notwendigen Anschlüsse bereit. Im Blog technikkram.net wurde der Homematic Garagentortaster geöffnet und das Innenleben genauer dargestellt.

 

Homematic IP ELV Bausatz Garagentortaster/Schaltaktor HmIP-WGC, fernbedienbar
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Homematic IP ELV Bausatz Garagentortaster/Schaltaktor HmIP-WGC, fernbedienbar*
  • Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Bausatz der noch zusammengebaut werden muss...
  • Bedientaster bzw. Funk-Schaltaktor für den Taster-/Fernschalteingang von Garagenantrieben (nicht...
  • Max. Schaltleistung 24 V/1 A, Relaisausgang, 1 Schließer

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Die Einrichtung des Garagentortasters

 

Wie bereits von vielen Geräten des Herstellers bekannt, verläuft die Einrichtung beziehungsweise Kopplung ohne Probleme. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass je nach Bauweise des Hauses die beschränkte Reichweite des Funknetzes beachtet werden muss. Gerade die Garage ist oft für Funksignale nicht gerade sehr zugänglich.

Die Einrichtung startet entweder durch die Zufuhr des Stroms oder kann über den einzigen Knopf am Gerät ausgelöst werden. Die Zentrale sollte daraufhin das Gerät entdecken und in die Liste aufnehmen.

In der Zentrale selbst lassen sich verschiedene Parameter konfigurieren. Dazu gehören die Tastensperre, Mindestdauer für einen langen Tastendruck und den Timeout des langes Tastendrucks. Für die Statusmitteilung durch das Gerät können eine Eventverzögerung und ein Zufallsanteil eingestellt werden. Weitere spezielle Parameter sind nicht festzulegen.

Das zeigt nun auch schon, dass der Garagentortaster nicht feststellen kann, ob das Tor geöffnet ist. Das Gerät ist einzig und allein dazu gedacht, das Garagentor mit Hilfe des Smartphones oder Tablets bedienen zu können. Eine Integration ins Smart Home ist dabei zum Beispiel über ioBroker oder OpenHAB möglich.

 

Homematic Garagentortaster

 

Exklusiv für dich:  ioBroker - Zentrale für Smart Home

 

Vorteile des Geräts für dich

 

Bei jeder Produktvorstellung darf man durchaus die Frage stellen, ob das Gerät einen entscheidenden Vorteil für das eigene Leben bietet. Im Falle des Garagentortasters bin ich persönlich der Meinung, dass dieser eine Reihe von Vorteile bietet.

Anders als viele Geräte bietet der Taster die Möglichkeit, das Tor sowohl direkt am Gerät und über eine App zu steuern. Die Kombination beider Wege ermöglicht Flexibilität und holt auch diejenigen ab, die der Steuerung nicht immer ganz so offen gegenüber stehen. Auch ich selbst halte es für sehr praktisch, dass ich das Tor nun direkt in der Garage schließen kann. Von unterwegs kann ich es hingegen über das Smartphone öffnen, um direkt in die Garage zu fahren.

Ein weiterer großer Vorteil ist die Einbindung von Fernbedienungen, die es ebenfalls bei Homematic im Angebot gibt. Diese werden mit der Zentrale verbunden und können verschiedene Aufgaben übernehmen. Im Falle des Garagentors lassen sich diese Handsender schnell anlernen und auch wieder aus der Zentrale entfernen. Letzteres ermöglicht so, den Zugang zur Garage zu verweigern, sofern der Handsender geklaut wurde oder abhanden gekommen ist. Dieser Vorteil wurde im uniXa-Blog ebenso hervorgehoben.

Ein ähnliches Prinzip ist mit einem Smartlock möglich, wo Smartphones gezielt aus dem Smartlock entfernt werden können.

 

Exklusiv für dich:  HomeMatic und HomeMatic IP

 

Weitere Informationen zum Garagentortaster

 

Für mich persönlich fiel die Wahl auf den Homematic Garagentortaster aus dem Grund, dass ich hierfür keinen smarten Motor anschaffen muss. Das ist natürlich einerseits deutlich günstiger und andererseits viel flexibler. In diesem Punkt muss ich daher dem Hersteller absolut recht geben.

Stell dir vor, dein Motor gibt in den nächsten Monaten den Geist auf. Das hätte zur Folge, dass du dich um ein neues Modell kümmern musst, das ebenso steuerbar ist. Dabei entstehen deutlich höhere Kosten als bei einem Taster. Dieser kann mit vielen Motoren verbunden werden und muss so bei einem Problem mit dem Motor selbst nicht ausgetauscht werden. Die Steuerung bleibt somit immer gleich.

Wie ich allerdings bereits erwähnt habe, kann der Taster dafür allerdings auch nicht feststellen, wie weit das Tor geöffnet ist. Das bedeutet grundsätzlich für dich, dass du das Tor nur öffnen und schließen kannst. Feststellen ob es bereits geöffnet ist, funktioniert nicht. Es gibt jedoch Möglichkeiten, um auch diese Funktion umzusetzen. Hierfür kannst du einen Tür-/Fensterkontakt am Tor anbringen, der deinem Smart Home den aktuellen Zustand mitteilt. So hast du zumindest im Ansatz die Möglichkeit, den Zustand deines Tors festzustellen.

 

Eine Alternative zum Aktor

 

Wer sich von dieser Lösung nicht überzeugen lässt, sollte einen Blick auf eine Alternative werfen. Hier bietet sich in meinen Augen der RolloPort von Rademacher an. Hierbei handelt es sich um einen smarten Garagentorantrieb, der die Funktionen des Garagentortasters bereits integriert.

Vorteilhaft hierbei ist in meinen Augen, dass keine zusätzlichen Kabel verlegt werden müssen und auch Nutzer des Homepilots in den Genuss eines smarten Tors kommen. Durch das verfügbare Zubehör ist die komfortable Steuerung ebenso möglich, ohne hierfür eine weitere Zentrale in Betrieb nehmen zu müssen. Der Homepilot selbst wird natürlich dennoch zur Vernetzung benötigt.

Der RolloPort lohnt sich für dein Smart Home insbesondere dann, wenn du bereits andere Komponenten von Rademacher im Einsatz hast. Auch wenn du planst, dein Smart Home auf die Basis des Homepilots zu stellen, lohnt sich ein Blick auf dieses Gerät.

Für mich persönlich war es zum Zeitpunkt der Anschaffung leider keine Option, da der vorhandene Motor immer noch problemlos seine Arbeit verrichtet. Im Hinblick auf einen unsinnigen Austausch des Motors war daher der Taster meine bevorzugte Lösung.

 

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Schlusswort

 

Ich bin wirklich davon überzeugt, dass das Smart Home sich in sämtliche Richtungen ausbreiten sollte. Das bedeutet, dass sinnvolle Möglichkeiten ausgenutzt werden müssen, um sich einen größeren Komfort zu schaffen.

Dass gerade beim Garagentor oftmals Potenzial verschenkt wird, wundert mich dennoch nicht. Wir betrachten oft nur den Kern des Hauses oder der Wohnung, ohne dabei an Kleinigkeiten wie das Öffnen des Tors zu denken. Bunt leuchtende Lampen spendieren uns einfach ein besseres Gefühl als ein smartes Tor.

Dennoch müssen beide Bereiche nicht unbedingt getrennt betrachtet werden. Das zeigt ein Zuschauer von Spiel und Zeug. Hier wurde ein Garagentor smart gestaltet und mit einer eleganten Beleuchtung ergänzt. Wer an dieser Stelle noch ein wenig Inspiration braucht, sollte daher unbedingt mal im YouTube-Kanal von Spiel und Zeug vorbeischauen und insbesondere im Video Eure Smarthome Beispiele Nr. 6. Das Video über die Beleuchtung der Garage ist alternativ auch direkt auf YouTube abrufbar unter dem Namen Beleuchtung Garagensturz mit WLED Pixel Controller und Loxone.

Zusammenfassung
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Bewertung
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Bewertungen
4 based on 1 votes
Marke
Homematic IP
Produktname
Homematic IP Garagentortaster

Lukas

Hi, mein Name ist Lukas. Seit 2016 blogge ich auf Hobbyblogging über unterschiedliche Themen des Alltags. Schwerpunkt dabei ist das Thema Smart Home, speziell mit der Open Source Software OpenHAB. Neben dem Bloggen absolviere ich derzeit mein Master-Studium im Fachbereich Wirtschaftsinformatik und arbeite als Softwareentwickler im Software Engineering. BITTE BEACHTE: Aufgrund von einer großen Anzahl an Nachrichten, die ich alle möglichst schnell beantworten möchte, kann ich dir leider keinen individuellen Support leisten. Ich würde es gerne, könnte es allerdings nur mit Hilfe weiterer Personen bewältigen. Sei daher bitte nicht böse, wenn ich nicht explizit auf dein individuelles Problem eingehen kann.

2 Kommentare

Johannes · 12. April 2021 um 07:29

Es gibt noch den „Homematic IP Smart Home Modul für Hörmann-Antriebe HmIP-MOD-HO“. Wenn man den passenden Antrieb hat, kann man ihn direkt in Homematic zum Steuerung und Zustand-Auslesen einbinden. Mein Hörmann-Antrieb ist aber leider nicht kompatibel, daher habe ich das so wie in diesem Artikel beschrieben gemacht. Zur Erkennung ob offen oder zu verwende ich den Neigungssensor HmIP-STV.

    Lukas · 12. April 2021 um 08:43

    Hallo Johannes,

    das mit dem Neigungssensor ist eine gute Idee. Ich muss zugeben, da bin ich gar nicht drauf gekommen.
    Vielen Dank für deine Anmerkung bezüglich der Hörmann-Antriebe. Das dürfte sicherlich einige Leser zu neuen Funktionen im Smart Home inspirieren.

    Beste Grüße

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