Im Smart Home setze ich beim Heimkino auf eine Stereoanlage. Leider bereits ein etwas älteres Modell. Doch der 5.1 Sound ist immer noch sehr zufriedenstellend und angenehm. Seit einiger Zeit gibt es jedoch einen neuen Trend, nämlich den 3D Sound für Zuhause.

3D Sound bedeutet, dass das Klangerlebnis noch viel realistischer sein soll. Beispielsweise werden Geräusche, welche über die Köpfe ziehen sollen, auch so wiedergegeben. Große Anlagen setzen dabei auf viele Lautsprecher, um dieses Erlebnis zu erreichen. Der Echo Studio soll im kleinen Format genau das gleiche tun. Doch dabei kostet er nur einen Bruchteil einer großen Stereoanlage und braucht auch nur entsprechend wenig Platz.

Man darf also durchaus die Frage stellen, ob der Echo Studio * sein Geld wert ist und wie er sich im Alltag schlägt. Dieser Frage bin ich nachgegangen und habe den Echo Studio getestet. Dabei soll er einen Raum mit dem optimalen Klangerlebnis sorgen, weshalb ich ihn mir angeschafft habe.

 

Eckdaten des runden Echo Studio

 

Echo Studio Bassöffnung

 

3,5 Kilogramm bei einer Abmessung von 206 x 175 mm sind ein ordentliches Gewicht für einen Lautsprecher mit Alexa Sprachsteuerung. Doch hinter dem Gewicht stecken fünf Lautsprecher für Bass, dynamische Mitten und kristallklare Höhen. So schreibt es jedenfalls Amazon auf der Produktseite. Dabei verfügt der Lautsprecher – wie bereits erwähnt – über 3D Audio in Form von Dolby Atmos.

Der Lautsprecher misst zu Beginn den Raum aus, indem er unterschiedliche Töne in den Raum wirft und mit seinen Mikrofonen wieder auffängt. Damit soll er sich laut Angaben von Amazon auf jeden Raum anpassen können, um das optimale Klangerlebnis zu liefern.

Der Echo Studio * verfügt außerdem über über eine 3,5 mm Klinkenbuchse sowie einen optischen Eingang. Der optische Eingang soll wohl ermöglichen, den Studio als Soundbar zu betreiben, wobei einige Nutzer berichten, dass es hierbei zu einem Zeitversatz im Ton kommen kann. Außerdem soll es wohl nicht möglich sein, 3D Audio über den optischen Eingang zu nutzen.

Ansonsten beherbergt der Echo Studio * selbstverständlich Alexa und kann durch seinen integrierten Smarthome-Hub Geräte direkt ansteuern. Ein gutes Beispiel hierfür sind die Steckdosen von Osram sowie Lampen von Philips Hue.

Seine Konnektivität zum Internet baut das Gerät über Dualband-WLAN auf. Dabei werden die Standards 802.11 a/b/g/n/ac und 2,4 sowie 5 GHz unterstützt. In Kombination mit der FritzBox beispielsweise kann er so sein volles Potenzial ausschöpfen.

 

Wie ist der erste Eindruck?

 

Echo Studio mit Verpackung

 

Zu Beginn hatte ich wirklich Bedenken, ob das Gerät optisch in den Raum passt. Denn es ist doch groß und der Blick fällt automatisch darauf. Schuld daran ist, dass viele den Echo Studio wohl so aufstellen, dass er seinen Ton frei im Raum verteilen kann.

Die Bedenken erwiesen sich jedoch schnell als unbegründet, denn das Gerät ist tatsächlich ein Hingucker und sieht auf den ersten Blick nicht einfach nur nach einem plumpen Lautsprecher aus. Besonders durch die Bassöffnung wirkt der Echo Studio * außergewöhnlich, das gefällt mir persönlich.

Die Knöpfe an der Oberseite zur Steuerung von beispielsweise Lautstärke fallen im Alltag gar nicht besonders auf, die verschwinden optisch etwas. Das liegt vermutlich aber einfach nur daran, dass sie in der gleichen Farbe gehalten sind wie das Gehäuse. Dennoch empfinde ich das als durchaus positiv.

Ansonsten wirkt das Gerät gut verarbeitet und erfüllt die Erwartungen, die ich basierend auf meinen Erfahrungen mit anderen Echos gemacht habe.

Übrigens ist auch die Verpackung sehr interessant. Neben dem blauen Karton ist der Echo Studio in einem Stoffbeutel versteckt, so dass das Gerät sehr gut aus der Packung herausgehoben werden kann. Dabei hatte ich zwar die Befürchtung, dass die Griffe nicht halten wegen des Gewichts, jedoch macht diese Art der Verpackung durchaus etwas her.

 

Echo Studio mit 3D Audio. Ist das etwas für dich?

Ergebnisse    Archiv

 

Der Sound: Dose oder Mega-Anlage?

 

Ich erinnere mich noch an meinen ersten Echo. Der Echo Dot der zweiten Generation. Wahnsinn, wie viel sich seither in Sachen Sound getan hat.

Mit seinem Subwoofer sorgt der Echo Studio * für ordentliches rhythmisches Gewackel im Zuhause. Dabei kommt es natürlich auch sehr stark darauf an, welche Musik gespielt wird und vor allem in welcher Qualität. Amazon gibt an, dass der beste Sound mit Amazon Music HD erreicht werden kann. Dieses ist auch Voraussetzung dafür, dass 3D Audio genutzt werden kann.

In meinem Test konnte ich feststellen, dass die Bässe wirklich ziemlich gut sind und für so einen Lautsprecher doch überraschen. Auch das 3D-Erlebnis ist interessant und für mich eine ganz neue Sache. Bislang kannte ich dieses nur aus YouTube-Videos, in denen andere davon erzählten.

Der Echo Studio füllt tatsächlich den ganzen Raum mit seinen präzisen Tönen und macht auch im Multi-Room-Audio ordentlich mit.

Während bei den ersten Generationen oft noch ein Problem darin bestand, dass die Sprache während der Musikwiedergabe nicht korrekt erkannt wurde, scheint dieser Fehler beim Echo Studio wie verschwunden. Selbst bei einer bassintensiven Wiedergabe reagiert der Echo noch sehr gut auf die Sprache und regelt die Lautstärke entsprechend runter, solange die Kommunikation aktiv ist.

Was auch sehr interessant sein kann ist die Kombination aus Fire TV * und Echo Studio. Hierbei lässt sich sicherlich ein geniales Konzept für einen ordentlichen Klang während Filmen und Serien aufbauen. Doch sei gewarnt, die Bässe sind wirklich intensiv.

 

Echo Studio Leuchtring

 

Anmerkung zum Sound

 

Beim ersten Test darf man nicht irritiert sein, wenn Alexa nicht so bassintensiv klingt, wie erwartet. Scheinbar verwendet der Echo Studio seinen Subwoofer nicht für die Sprachausgabe, sondern lediglich für die Wiedergabe von Musik.

Ich persönlich finde das etwas schade, denn du wirst auch schnell merken, dass gerade bei der Sprache doch etwas an Potenzial verschenkt wird. Gerade was die Betonung mancher Worte angeht ist es doch sehr angenehm, wenn die Tiefe nicht völlig außer Acht gelassen wird.

 

Zum Thema
Mehr Infos zu Alexa gewünscht?
In der Themenwelt zum Echo wirst du fündig.

 

Amazon Music HD – 3D Audio inklusive

 

Von Amazon als notwendig angegeben ist ein Abo für Amazon Music HD *. Dieses ist nach dem aktuellen Stand (20.05.2020) für 12,99 Euro in der Standardmitgliedschaft zu haben. Einmalig ist auch ein Testzeitraum von 30 Tagen * möglich. Diesen kannst du jederzeit beginnen und entsprechend einen Monat testen, ob das Angebot zu dir passt.

Ich selbst nutze das Abo von Amazon schon seit einiger Zeit und bin bislang sehr zufrieden. Der Klang ist ordentlich und das Musik hören macht wirklich Spaß. Auch die Auswahl von 60 Millionen Songs (laut Amazon) ist gut. Bisher konnte ich fast keinen Song finden, der nicht gelistet ist. Dabei höre ich aber auch quer durch die Genres Musik und lege mich nicht auf ein spezielles Genre fest.

 

Was gibt es noch zu wissen?

 

Neben Amazon Music kannst du deinen Echo Studio * sowie die anderen Echos in Kombination mit Apple Music, Spotify, Deezer und TuneIn nutzen. Damit steht dir im Grunde die ganze Welt der Musik offen.

Sollte dir einmal Musik fehlen kannst du selbstverständlich auch dein Endgerät mit dem Echo Studio per Bluetooth verbinden, um so deine Lieblingsmusik abzuspielen. Es ist damit sogar möglich, dass du den Echo an deinem Arbeitsplatz verwendest, um den Ton deines Computers über die Lautsprecher auszugeben. Auf 3D Audio wirst du in dieser Konstellation jedoch vermutlich genauso verzichten müssen, wie bei anderen Musikdienstleistern. Mit absoluter Sicherheit kann ich dir das allerdings gerade im Hinblick auf andere Musikdienste nicht sagen. Ich selbst nutze – wie bereits erwähnt – Amazon Music sowie ab und an mal TuneIn für Radio.

 

Zum Thema
Lust auf mehr Produkttests?
Die Themenwelt Produkttests listet alle Produkte auf, die ich getestet habe.

 

Was meinst du zum Echo Studio? Überteuert oder doch interessant für das Zuhause?


Lukas

Hi, mein Name ist Lukas. Seit 2016 blogge ich auf Hobbyblogging über unterschiedliche Themen des Alltags. Schwerpunkt dabei ist das Thema Smart Home, speziell mit der Open Source Software OpenHAB. Neben dem Bloggen absolviere ich derzeit mein Master-Studium im Fachbereich Wirtschaftsinformatik und arbeite als Werkstudent im Software Engineering.

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.