Werbung: Für diesen Beitrag wurde das Produkt für den Zeitraum des Tests zur Verfügung gestellt.

 

Im eigenen Smart Home nutze ich Thermostate, um in jedem Raum die ideale Temperatur zu halten. Smarte Thermostate sind dabei nicht nur praktisch wenn es um das komfortable Einstellen der optimalen Temperatur geht, sondern auch wenn es um die Steuerung aus der Ferne geht. Im Gegensatz zu herkömmlichen Thermostaten, lassen diese sich außerdem viel feiner einstellen und helfen bei Bedarf beim Energie sparen.

Für diesen Beitrag habe ich das Eberle Wiser Starter Kit Lite über einen längeren Zeitraum getestet. Der Eberle Wiser * ist ein in sich geschlossenes smartes Heizsystem und genau das, was viele sich von einem System wünschen. Dabei unterstützt er mehr als nur das einfache Heizen von Räumen. Er liefert eine App von Haus aus mit, welche die smarte Steuerung und sogar die Automatisierung ermöglicht.

Meine zentralen Fragen während des Produkttests sind, ob das Gerät aus Anwendersicht einfach zu bedienen ist und wie es sich im Alltag schlägt. Denn auch wenn für mich technische Spielereien von großer Bedeutung sind, möchte der Endkunde sein smartes System auspacken, anschließen und loslegen. Einen großen Aufwand zu betreiben liegt dabei meist nicht im Interesse der Kunden. Das funktioniert höchstens bei Ikea.

 

Eberle Wiser und der erste Eindruck

 

Eberle Wiser Verpackung

 

Ohne große Mühe lässt sich erkennen, dass Eberle sehr stark auf einen Grünton setzt. Dadurch wird eine gewisse Natürlichkeit und Frische ausgestrahlt. Persönlich empfinde ich die Auswahl der Farbe als sehr angenehm, denn ich finde schon, dass dieses Produkt eine gewisse Frische in den Markt bringt. Erwähnenswert finde ich dieses Detail, da diese Farbe sich quer durch das Eberle-Universum zieht. Im Hinblick auf ein Corporate Design ist dieses Detail gelungen, auch wenn es sicherlich von einigen nur sehr unbewusst wahrgenommen wird.

An der Verpackung des Geräts befand sich außerdem ein sehr netter Aufkleber. Die Aufschrift Viel Spaß mit Wiser kann quasi nicht überlesen werden und ist eine sehr nette Message an den Kunden. Das ist mir bislang von keinem anderen Produkt bekannt. Bei mir weckt dieses Detail auch heute noch eine gewisse Sympathie, wenn ich daran zurückdenke.

Das weitere Auspacken verlief unspektakulär. Es befindet sich ein Thermostat * an erster Stelle, welcher in einer Pappverpackung liegt. Diese Verpackung bietet Platz für einen weiteren Thermostat. Es handelt sich also um eine Standardverpackung, welche unabhängig der mitgelieferten Thermostate eingesetzt wird.

 

Eberle Wiser Thermostat

 

Der Eberle Wiser * (vom Hersteller als Heat Hub bezeichnet) selbst befindet sich unterhalb des Thermostats und ist erst einmal nicht zu sehen. Hat den Thermostat mitsamter Halterung aus dem Karton genommen wird mit großer Sicherheit der erste Gedanke sein, dass der Eberle Wiser sehr klein ausgefallen ist. Auch ich persönlich habe mit einem deutlich größeren Gerät gerechnet und wurde überrascht.

Diese Überraschung war absolut positiv, denn wenn man sich einmal ansieht, wie groß viele Zentralen im Vergleich sind wird klar, dass sich der Eberle Wiser an nahezu jeder Stelle positionieren lässt. So findet er auch in der kleinsten Wohnung einen geeigneten Platz.

 

Die Eckdaten des Geräts

 

Der Eberle Wiser kommuniziert mit seinen Thermostaten * über eine Funkverbindung. Diese Tatsache wird nun kaum jemanden vom Hocker hauen. Interessanter ist allerdings, dass der Eberle Wiser selbst nicht per Kabel mit dem Netzwerk kommunizieren kann. Stattdessen wird auch hier auf eine Funkverbindung gesetzt. Lediglich für die Stromversorgung wird ein Kabel aus dem Gerät geführt.

Apropos Thermostate. Hier sei angemerkt, dass sich pro System maximal 32 Geräte verbinden lassen. Das bedeutet konkret, dass ab dem 33. Gerät ein zweiter Wiser Heat Hub gekauft werden muss. Ebenso gibt es auch bei der Anzahl der Heizzonen eine Einschränkung. Hier lassen sich maximal 16 Stück einrichten. Nun kommt der etwas kompliziertere Teil. Pro Zone sind maximal 4 Heizkörperventile und ein Thermostat möglich.

Bei einem reinen Heizsystem sollte diese Einschränkung im Normalfall kein Problem darstellen. Mir wäre jedenfalls kein Zuhause bekannt, welches auf mehr als 32 Geräte setzen muss.

Kritisch wird es eventuell, wenn man die Smart Home Funktionalität nutzt und smarte Steckdosen mit dem Eberle Wiser * nutzen möchte.

Doch kommen wir nochmals auf die Funktechnologie, insbesondere auf das WLAN zurück. Der Eberle Wiser unterstützt das heimische WLAN im 2,4 GHz Netz und zudem auch die Mesh Technologie, welche unter anderem bei FritzBox-Nutzern sicherlich interessant sein kann.

 

Eckdaten des Thermostats

 

Neben dem Heat Hub ist außerdem die Spezifikation des Thermostats interessant. Dieser wird per automatischen Updates auf dem aktuellsten Stand gehalten und verrichtet still und leise seine Arbeit.

Dabei ist es kompatibel zu den meisten Ventilen und kann in fast allen Haushalten eingebaut werden. Im Falle einer Inkompatibilität liegen zudem Adapter bei, welche eine Kompatibilität schaffen.

 

Eberle Wiser Thermostat

 

Der Thermostat * erkennt automatisch, wenn ein Fenster geöffnet wurde und kann seine Heizleistung herunter regulieren. Er lässt sich zudem neben der App auch direkt steuern, indem man die Wippe am Rand des Geräts nutzt. Diese kann bei Bedarf auch gesperrt werden, so dass der Thermostat nicht verstellt wird. In Haushalten mit Kindern kann das eventuell eine gelungene Funktion sein.

 

Die Wirkung des Systems

 

Ich war beim Auspacken positiv überrascht vom Design der Thermostate. Sie wirken schlicht und dennoch sehr modern, da die Steuerung nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist und die unscheinbaren Status-LEDs eine manuelle Veränderungen bestätigen.

Sie wirken nicht so globig wie vergleichbare Geräte, da sie von der Form her eher mit einem herkömmlichen Thermostat vergleichbar sind. Wer nicht genau hinschaut könnte meinen, dass dieses Gerät keine smarte Funktionalität bietet. Meine Thermostate von AVM bzw. Comet wirken hingegen technischer, da diese auch ein Display integriert haben. So lassen sie sich schon auf den ersten Blick als smarte Komponente identifizieren.

Auch der Heat Hub wirkt im Alltag unscheinbar, da dieser mit seiner Größe zwischen anderen Geräten eher untergeht. Er verrichtet damit quasi unsichtbar seine Arbeit.

 

Das Gerät im Alltag – gut oder verbesserungswürdig?

 

Die Installation verlief problemlos. Einfach die Batterien in den Thermostat einsetzen, diesen auf die Heizung schrauben und den Heat Hub in Betrieb nehmen. In der App lässt sich der Eberle Wiser * einrichten und der Thermostat anlernen. Danach steht dieser sofort zur Verfügung und kann über das Smartphone gesteuert werden.

 

Eberle Wiser Heat Hub

 

Bei der App muss beachtet werden, dass die richtige heruntergeladen wird. Denn es gibt für das Wiser-System mehrere, wovon jedoch nur eine passend zu diesem Gerät ist. Das habe ich bei meinem Eberle Wiser Test schnell bemerkt.

Hat man jedoch die richtige App gefunden und den Installationsprozess durchlaufen, lassen sich die Steuerung übernehmen, Zeitpläne hinterlegen und zwischen unterschiedlichen Modi umschalten. Ausgewählt werden kann der manuelle oder automatische Betrieb. Für den automatischen Betrieb greift das System auf den definierten Zeitplan zurück. Dieser kann pro Tag unterschiedlich eingestellt werden, wobei innerhalb der Tage zu verschiedenen Zeiten auch verschiedene Temperaturen definiert werden können.

Dadurch ist es möglich, dass das Badezimmer am Abend angenehm warm ist, während es am Tag eher kühl gehalten wird. Selbstverständlich lässt sich dieser Zeitplan erst dann definieren, sobald man sich darüber im Klaren ist, wann der Raum welche Temperatur erreichen soll.

Über die App ist es zudem möglich, sich eine Übersicht über die vergangene Zeit anzeigen zu lassen. Hier ist das Heizverhalten zu erkennen.

In meinem Langzeittest zeigt sich, dass der Eberle Wiser seine Aufgabe zuverlässig verrichtet und bislang keinen einzigen Ausfall hat. Es gab keinen Tag, an dem ich in meinem Badezimmer im Kalten duschen musste. Ebenso war es auch nie so, dass das Badezimmer zu warm wurde. Zur Kontrolle habe ich einen analogen Thermometer aufgestellt, der mir den Thermometer im Thermostat überprüfen sollte.

 

Erweiterungen für das System

 

Neben den Thermostaten spielt für den Eberle Wiser * auch noch weiteres Zubehör eine Rolle. So kann dieses Gerät mit einem Raumthermostat erweitert werden, welcher einige Statusinformationen direkt in seinem integrierten Display anzeigt.

Es gibt außerdem für das System noch einen sogenannten Smart Plug. Hierbei handelt es sich um eine smarte Steckdose, die mit dem Heat Hub und der zugehörigen App gesteuert werden kann. Besonders dabei ist, dass diese Steckdose als Reichweitenverstärker für das System arbeitet. Wer also eine recht große Wohnung oder gar ein Haus hat, kann seine Zentrale an einem anderen Ort platzieren und wird dennoch in der Lage sein, die zugehörigen Thermostate zu steuern.

 

Eberle Wiser Smart Plug

 

Dadurch dass die Steckdosen zwangsläufig dauerhaft mit Strom versorgt werden, eignen sich diese natürlich sehr gut, um als Repeater zu arbeiten. Bei einer batteriebetriebenen Lösung wäre vermutlich ein häufiger Austausch der Batterien notwendig.

 

Kritik am System gibt es dennoch

 

Man mag es vielleicht nicht glauben, doch Kritik am System habe ich trotz allem dennoch. Zum einen empfand ich es als äußerst lästig, dass die App nicht für Tablets geeignet ist. Ich nutze zum Produkttest ein iPad, welches die einzelnen Geräte ansteuert. Doch als mir bei der Installation der App aufgefallen ist, dass diese nur im „iPhone-Format“ angezeigt wird, war ich etwas gefrustet.

Man darf mich an dieser Stelle nun nicht falsch verstehen, ich finde die App an sich nicht schlecht. Jedoch erwarte ich heutzutage von Anwendungen, dass diese mit den gängigsten Bildschirmgrößen umgehen können. Eine Unterstützung für Tablets auszulassen, halte ich für fatal.

Zum anderen möchte ich – und das ist mein zweiter Kritikpunkt – den fehlenden Ethernet-Anschluss anmerken. Eine smarte Zentrale ist kein bewegliches Etwas, das ich je nach Tagesverfassung in einem anderen Raum aufstelle. Eine Zentrale wird an einem Ort platziert und braucht eine möglichst gute Konnektivität zu meinem Netzwerk, so dass ich darauf immer zugreifen kann. In meinen Augen ist eine solche optimale Konnektivität lediglich über ein Netzwerkkabel gegeben.

 

Abschließendes Fazit

 

Der Langzeittest hat gezeigt, dass das Eberle Wiser * System ein solides System zur Steuerung von Thermostaten ist. Die Einrichtung verläuft problemlos und die Bedienung des Systems ist quasi selbsterklärend. Auch die Definition eines Zeitplans ist kein Hexenwerk, bestehende Definitionen eines Tages können für andere Tage übernommen werden.

Nach einem kurzen WLAN-Ausfall hat das System völlig eigenständig erneut eine Verbindung hergestellt und lief wie gewohnt weiter. Seit einigen Wochen habe ich an den Einstellungen nichts mehr ändern müssen. Problematisch war zu Beginn lediglich die Definition des Zeitplans insofern, dass ich die richtige Temperatur wählen musste. Gezeigt hat sich dabei, dass ein Grad manchmal wahre Wunder bewirken kann.

Ich kann also ohne zu lügen behaupten, dass man für die Heizungssteuerung mit diesem System nichts falsch machen kann. Für mich persönlich wäre es allerdings noch schön, wenn es eine Integration in andere Systeme geben würde. Wie bereits bekannt ist, setze ich in meinem Zuhause auf OpenHAB und möchte in dieses natürlich alle meine anderen Systeme einbinden.

Doch wir werden sehen, was das System über die Zeit noch lernt. Aktuell gehe ich stark davon aus, dass es noch weitere interessante Funktionen geben wird.

 

Was ist dein Eindruck vom Eberle Wiser? Hältst du dieses System für interessant? Lass uns in den Kommentaren darüber sprechen.

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Eberle Wiser
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Eberle Wiser
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In einem Langzeittest zeigt sich, ob der Eberle Wiser tatsächlich so gut ist, wie er betitelt wird. Wo liegen Schwächen und Stärken?
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Lukas

Hi, mein Name ist Lukas. Seit 2016 blogge ich auf Hobbyblogging über unterschiedliche Themen des Alltags. Schwerpunkt dabei ist das Thema Smart Home, speziell mit der Open Source Software OpenHAB. Neben dem Bloggen absolviere ich derzeit mein Master-Studium im Fachbereich Wirtschaftsinformatik und arbeite als Werkstudent im Software Engineering.

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