Dein Gedanke, dein Vorhaben, dein Webprojekt

Neulich wurde ich gefragt, wie man sein eigenes Webprojekt startet. Mir war davor nicht so richtig bewusst, dass das für manche Personen noch ein doch so kompliziertes Vorhaben ist. Aus diesem Grund möchte ich an dieser Stelle den Weg zu Deinem Webprojekt näher erläutern.

Du wirst dich wundern, denn es ist nicht weiter schwierig. Die größte Hürde ist man im Grunde selbst. Denn von alleine wird es nichts und du musst selbst aktiv werden.

HTML Webprojekt

HTML-Beispielcode

Wo Du anfangen solltest

Grundsätzlich brauchst du eine Idee. Ein Vorhaben. Ein Ziel. Du musst wissen, was du mit einer Website anfangen möchtest. Willst du einen Blog schreiben? Fotos präsentieren? Oder doch etwas ganz anderes?

Je nach Vorhaben gibt es unterschiedliche Dinge, auf die du achten solltest. Viele Leute empfehlen WordPress oder Joomla für Einsteiger. Doch das ist nicht immer die beste Wahl.

Diese fertigen Systeme sind immer für eine große Personengruppe gemacht und können daher nicht standardmäßig auf die jeweils speziellen Bedürfnisse eingehen. Darüber muss man sich immer bewusst sein. Wenn Du natürlich Erfahrung mit Webentwicklung hast, kannst Du dir solche Produkte anpassen. Doch nicht jeder ist erfahren auf diesem Gebiet.

Such dir daher ein Produkt aus, dass am besten zu deinen Bedürfnissen passt. Wenn Du dich dann im Bereich Webentwicklung fortbildest oder dich mit der Thematik auseinander setzt, kannst du dein Produkt immer noch modifizieren oder auf ein anderes umsteigen.

Doch zuerst brauchst du einen Hoster

Ein Hoster ist ein Dienstleister, der dir einen Platz auf einem seiner Server zur Verfügung stellt. Neben dem Speicher erhältst du bei den Anbietern für eine geringe Gebühr eine Top-Level-Domain. Dies ist eine Internetadresse der Form www.{deineWebsite}.de

Ist hingegen die Rede von einer Subdomain, erhältst du eine Internetadresse der Form www.{deineWebsite}.{deinHoster}.de
Ein Praxisbeispiel wäre hierfür www.tools.hobbyblogging.de

Pauschal kann man also sagen, dass kostenlose Hostingangebote in der Regel Subdomains enthalten und kostenpflichtige Hostingangebote eine Top-Level-Domain. Was hier für dich besser ist, kann dir niemand beantworten. Ich persönlich würde dir raten, dass du zu einem kostenlosen Hostingangebot greifst, sofern du dich im Web ausprobieren möchtest und noch nicht sicher bist, ob es tatsächlich etwas für dich ist. Bist du dir hingegen bereits ganz sicher, dass es dein Projekt wird, für das du dich auch in Zukunft noch begeisterst, so greifst du eher zu einem kostenpflichtigen Hostingangebot.

Was Du am Rande beachten solltest

Wenn du später eine Website betreiben möchtest, die mit sensibel Nutzerdaten umgeht, solltest du auf ein SSL-Zertifikat achten. Diese Zertifikate sorgen für eine verschlüsselte Kommunikation zwischen deinem Server und den Besuchern. Das Zertifikat besteht hierfür aus zwei Teilen: einem öffentlichen und einem privaten Teil. Der öffentliche Teil wird herausgegeben und damit verschlüsselt der Webbrowser deiner Besucher deren Eingaben. Die verschlüsselten Daten werden übertragen und der Server kann mit seinem privaten Teil die Daten wieder entschlüsseln.

Suchmaschinen wie Google legen heutzutage viel Wert auf ein vorhandenes Zertifikat und möchten sogar diese Websites ohne ein SSL-Zertifikat niedriger listen. Dies sorgt für ein schlechteres Ranking in Suchmaschinen.

Doch bevor du nun in Panik gerätst, es gibt genügend Websites, die auch ohne eine SSL-Zertifikat gut laufen. Sofern du auf deiner Seite keine Daten nutzt, welche sensibel sind, musst du dir darüber am Anfang auch noch keine Gedanken machen. Es gibt allerdings auch in vielen Hostingpaketen der Anbieter ein kostenloses SSL-Zertifikat, welches in deinem monatlichen Preis inklusive ist. Ein sehr schönes Beispiel sind hier die Angebote von 1&1.

Das passende System finden

Nachdem du dich nun um die Grundlagen gekümmert hast, steht die Auswahl eines Systems für deine Webpräsenz an.

Du bewegst dich vermutlich – wie viele andere – im Bereich der CMS. CMS sind Content-Management-Systeme, die extra dafür ausgelegt sind, Inhalte zu präsentieren und ins richtige Licht zu rücken. Doch die Auswahl ist riesig. Und nicht jedes CMS kann problemlos überall betrieben werden. Manche Systeme haben spezielle Voraussetzungen, die vom Server erfüllt werden müssen. Angefangen von PHP, über die Datenbank, bis hin zur richtigen Version. Gängige CMS sind WordPress, Joomla, Koken, … und viele weitere.

Im Normalfall kann man mit Systemen, die auf eine Datenbank und PHP als Programmiersprache setzen, nichts falsch machen. Diese Dinge sind heutzutage Standard und werden von nahezu allen Hosting-Angeboten unterstützt. Wenn du dir hier jedoch nicht absolut sicher bist, so kannst du beim Webhoster nachfragen. Die meisten Webhoster bieten für ihre Angebote auch Übersichtstabellen, in denen die technische Spezifikation aufgelistet ist.

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass für Blogs Joomla oder WordPress eine gute Lösung sind – aber nicht immer alles. Diese Systeme sind zwar sehr komplex, schränken dich jedoch nicht unnötig ein und geben dir viele Freiheiten. Möchtest du hingegen Fotos präsentieren, wirf einen Blick auf das System Koken. Es ist extra dafür gedacht Bilder zu präsentieren und bietet dahingehend einige Möglichkeiten.

Eine andere Herangehensweise

Neben der Möglichkeit, sich selbst im Internet zu erkundigen und sich ein System auszusuchen, kannst du auch auf deinen Hoster setzen. 1&1 bietet hier beispielsweise die Möglichkeit der sogenannten Click and Build Anwendungen. Hier liefert dir 1&1 Systeme, die von ihnen ausgesucht wurden und zur Installation bereit stehen. Hier reicht dann ein Klick auf Installation und neben einigen ganz grundlegenden Dingen (Emailadresse, Passwort) musst du nichts weiter tun.

Das hat den Vorteil, dass du wirklich ohne Vorkenntnisse an die Sache herangehen kannst. Du musst nicht wissen, wie du die Installationsdateien auf deinen Webspace lädst und auch nicht, wie du die Installation startest. Der Nachteil besteht jedoch darin, dass du nur eine begrenzte Auswahl an Systemen hast. Die Installation muss von deinem Hoster angepasst werden, so dass sie automatisiert ausgeführt werden kann. Das ist nicht immer ganz einfach und daher kann dein Hoster dir nicht eine ganz so breite Auswahl zur Verfügung stellen.

Der Startschuss für dein Webprojekt

Nachdem du all diese Dinge auf deiner Agenda abgehakt hast, schlägt die Geburtsstunde deines Webprojekts. Nun ist es an der Zeit ihm Leben einzuhauchen. Beginne damit, Inhalt einzupflegen und baue dir eine kleine Basis auf, bevor du andere über dein Webprojekt in Kenntnis setzt. Denn hast du nur wenige Inhalte, sind Besucher oft eher enttäuscht darüber. Kannst du jedoch schon ein paar Inhalte liefern, ist man eher bereit wieder zu kommen und den Fortschritt zu beobachten.

Womit wir auch schon beim nächsten Schlagwort wären. Der Fortschritt. Dein Webprojekt lebt vom Fortschritt. Stehe nicht auf der Stelle, entwickle dich weiter. Besucher wollen neue Dinge sehen. Auf Bilderplattformen wären es neue Bilder, eventuell auch neue Arten von Bildern. Trau dich etwas. Denke nicht darüber nach, ob etwas gut genug ist. Du kannst dich ausprobieren und die Reaktionen abwarten. Oft bekommst du direktes Feedback über Social Media oder auch per Email. Hast du die Möglichkeit von Kommentaren in deinem Webprojekt, wirst du auch darüber etwas erfahren.

Anhand dieses Feedbacks kannst du sehen, was die Besucher von deiner Seite erwarten und du kannst ihre Wünsche erfüllen. Merke dir jedoch eins: Es ist dein Webprojekt und du solltest dahinter stehen. Passe dich nicht komplett an deine Besucher an, denn sonst wäre es nicht mehr dein Projekt.

Kategorien: Web

1 Kommentar

Grundaufbau einer Website – Der Hobbyblog · 29. September 2017 um 17:55

[…] Weitere Informationen zum Beginnen eines Webprojekts findest du auch in einem anderen Beitrag. […]

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