Das Smart Home ist für mich persönlich ein großer Zugewinn an Komfort und Sicherheit. Das liegt mitunter daran, dass ich viele verschiedene Bereiche meines Alltags digitalisiere und die Technik Hand in Hand arbeiten kann. Doch wenn der Strom ausfällt, stehe ich natürlich ganz schön aufgeschmissen da. Daher dreht sich in diesem Beitrag alles um das Thema Smart Home und USV.

Einer der Hintergründe zu diesem Beitrag ist der von vielen prophezeite Blackout am 15. Januar in Deutschland. Zwar befanden wir uns wohl in einer kritischen Situation, passiert ist allerdings nicht. Die Stromkonzerne konnten das Netz stabil halten. Ein Glück für das Smart Home.

Doch im Zweifel, wenn der Saft auf einmal nicht mehr aus der Dose kommt, stehen wir alle aufgeschmissen da. Eine USV soll uns davor bewahren und kritische Infrastruktur weiter versorgen. Daher habe ich mich vor einigen Monaten dazu entschieden, eine unterbrechungsfreie Stromversorgung kaufen zu wollen für mein Smart Home. Und ich habe es auch getan!

Worum es sich dabei handelt, was für Vorteile es bietet und wie du diese Vorteile für dich nutzen kannst, erfährst du in diesem Beitrag. Dabei ist dieser Artikel keine Anleitung dafür, wie du dir eine unterbrechungsfreie Stromversorgung selber bauen kannst. Das überlasse ich persönlich lieber den Profis.

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Das Smart Home und der Strom

Wir alle können nicht abstreiten, dass Smart Home ohne Strom nicht funktionieren kann. Die Vernetzung und der Austausch von Daten funktioniert nur, wenn der Datenfluss immer weiter funktioniert. Hierfür ist natürlich eine Stromversorgung notwendig.

Viele der Komponenten laufen entweder über ein Netzkabel oder haben zumindest einen Akku integriert. Beispiel für Komponenten Netzkabel sind in der Regel die Zentralen im Smart Home. Ein Beispiel für Komponenten mit einem integrierten Akku ist die Alarmanlage von Lupus Electronics.

Doch was passiert eigentlich, wenn der Strom ausfällt? Weißt du in deinem Zuhause, was das zu bedeuten hat? Oder hast du gar eine sogenannte kritische Infrastruktur, die unter allen Umständen weiter funktionieren muss?

Ich habe mir solche Gedanken gemacht und mir nun ein Konzept ausgearbeitet, wie ich auch im Notfall das notwendigste betreiben kann. Dabei kam heraus, dass insbesondere OpenHAB zur kritischen Infrastruktur gehört und demnach auch der Server, auf dem es läuft. Dabei spielte natürlich nicht nur die Tatsache eine Rolle, dass OpenHAB alle Geräte verbindet. Es war ebenso wichtig, dass OpenHAB beispielsweise mit der Alarmanlage kommuniziert und für die Sicherheit sorgt.

OpenHAB läuft bei mir inzwischen auf einem NAS, doch auch wenn OpenHAB bei dir auf einem Raspberry Pi läuft, kannst du mit ein paar technischen Hilfsmittel im Notfall die Stromversorgung aufrecht erhalten. Dazu erzähle ich dir gleich mehr.

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Zur kritischen Infrastruktur zählt für mich im übrigen nicht die Sprachsteuerung, denn auf die kann man verzichten. Jedoch muss es so weit gehen, dass man die wichtigsten Funktionen noch nutzen kann. Das bedeutet ich brauche eine Zugriffsmöglichkeit auf OpenHAB, wie beispielsweise einen einzigen WLAN-Accesspoint oder einen Monitor am NAS.

Sorgst du für den Stromausfall vor?

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USV ist das Zauberwort

In der IT ist das Wort USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) schon Standard, insbesondere wenn es um Server geht. Doch im eigenen Zuhause ist das alles noch utopisch und für viele sicherlich auch übertrieben. Doch im Grunde ist OpenHAB nichts mehr anderes als eine wichtige Infrastruktur, die aufrechterhalten werden muss.

Für mich persönlich ist das Smart Home in Teilen so wichtig, wie die Heizung. Zumindest auf die Sicherheitsfunktionen möchte ich nicht verzichten, denn sie tragen zu einem guten und vor allem sicheren Gefühl bei. Von Komfortfunktionen möchte ich gar nicht sprechen, denn diese braucht man im Zweifelsfall nicht. Ob ich nun bei einem Stromausfall meine Heizkörper anstatt über das Smartphone direkt steuern muss, das ist mir unwichtig.

Und selbst wenn man nun mal seinen Blick auf die reine Technik legt wird schnell klar, dass es nicht gesund ist, einfach den Strom abzudrehen. Das macht dein Server sicherlich ein paar Mal mit, doch irgendwann fängt dieser an zu streiken. Möglicherweise sind dann wichtige Bauteile  oder Daten beim Lesen und Schreiben irreparabel beschädigt worden. Dann steht nicht nur das Smart Home still, sondern für einen Moment stockt einem auch der Atem.

Doch dazu muss es gar nicht kommen, denn man kann bereits im Voraus vorsorgen, um im Zweifel abgesichert zu sein.

Smart Home und USV

Was tut eine USV?

Eine USV ist eine unterbrechungsfreie Stromversorgung, die beispielsweise in Rechenzentren oder in Krankenhäusern zum Einsatz kommt. Ein Rechenzentrum kann sich Ausfallzeiten nicht leisten und muss den Betrieb zu jeder Zeit gewährleisten. Dazu setzt es neben der Kühlung durch Klimaanlagen, Brandbekämpfung durch Gase und Dieselmotoren auch auf Akkus. Tritt nun der Fall der Fälle ein, sorgen die Akkus für eine Aufrechterhaltung der Stromversorgung bis die Dieselmotoren anspringen. In dieser Zeit wird der komplette Strom für die Server aus den Akkus gezogen (Beispiel: 1und1 Rechenzentrum Karlsruhe).

Im Privathaushalt hat man es nun – wie bereits erwähnt – auch öfter mit mehr Technik zutun, die im Fall eines Stromausfalls weiter betrieben werden muss oder sollte. Dazu zählen beispielsweise Alarmanlagen, Smart Home Zentralen oder auch Überwachungskameras. Denn geht das Licht aus, leidet schnell das Gefühl von Sicherheit. Daher sollte man sich das Thema Smart Home und USV doch einmal ansehen.

Eine USV ist nun ein Gerät, besser gesagt ein Akku, an den man seine Geräte anschließen kann. Dieser Akku ist konstant an das Stromnetz angeschlossen und jederzeit für den Einsatz bereit. Sobald nun der Strom ausfällt übernimmt sofort der Akku die Versorgung der Geräte. Je nach Dimension kann man damit mehrere Stunden überbrücken. Diese Zeit reicht aus, damit man entweder wieder durch das öffentliche Netz versorgt wird oder man zumindest Zeit hat, um seine Geräte sicher herunterzufahren. Dadurch tritt das Problem von beschädigten Daten oder Datenverlust erst gar nicht auf.

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Bedeutet das … ?

Das bedeutet nun nicht, dass wir uns auf mehr Stromausfälle einstellen müssen. Es bedeutet auch nicht, dass wir jeden Bereich unserer Technik mit einer USV ausstatten müssen. Ziel soll es lediglich sein, in seinem Zuhause die kritische Infrastruktur zu identifizieren und diese entsprechend abzusichern.

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Welche Technik bei dir zur kritischen Infrastruktur gehört, das entscheidest du ganz alleine. Dabei muss man natürlich abwägen inwieweit es einen Sinn ergibt, Technik abzusichern. Ein Telefon zu versorgen macht beispielsweise nur dann Sinn, wenn auch die Telefonleitung voll funktionsfähig ist. Einen Server abzusichern allerdings immer, denn dieser muss nach einem Ausfall zuverlässig wieder seinen Dienst aufnehmen. Hierfür darf er nicht beschädigt werden. Ansonsten droht eine stundenlange Fehlersuche oder gar Reparatur der Software.

Wie du sehen kannst, nimmt das Thema unterbrechungsfreie Stromversorgung gerade beim Smart Home zu. Smart Home und USV ist quasi wie füreinander geschaffen und bedarf natürlich auch einer Planung. Man sollte sich also zumindest darüber bewusst sein, dass die Stromversorgung im Fall der Fälle durchaus wichtig ist. Und sei es nur für die eigene Sicherheit.

Was meinst du zum Thema Smart Home und USV? Ist das für dich eine Investition wert oder hältst du das für überzogen?

Nachtrag zu meiner Situation

Nachdem ich das Thema der USV in meinem Blog behandelt habe, war ich tatsächlich auf der Suche nach eine Lösung für mich. Ich wollte mir eine unterbrechungsfreie Stromversorgung kaufen, damit mein Smart Home abgesichert ist. Zwar habe ich mir inzwischen eine unterbrechungsfreie Stromversorgung angeschafft, jedoch sichert sie mein Smart Home nur zum Teil.

Woran liegt das?

In den vergangenen Monaten habe ich sehr viel an meiner Infrastruktur verbessert. Das war eine Herausforderung, während des Betriebs die Funktionen nach und nach vom eigenen NAS auf den eigenen Server zu verlagern. Jedoch hat sich die Arbeit gelohnt. Nun läuft bei mir statt OpenHAB ioBroker und das auf einem 19 Zoll Rackserver. Die virtuelle Festplatte (das System basiert auf Proxmox) liegt dabei auf meinem NAS, welches mit einer USV geschützt ist. In den kommenden Monaten soll ein Serverschrank her, der sowohl die NAS-Systeme, als auch den Server beheimatet. Dieser Schrank wird dann eine weitere USV enthalten, die eigens für den Server gedacht ist.

Bis dahin müssen Backups und Hoffnung reichen, dass der Infrastruktur so schnell nichts passiert.

(Titel-) Foto von Brett Jordan auf Unsplash


Lukas

Hey, ich bin Lukas. Seit einigen Jahren schreibe ich in meinem Smart Home Blog über Hausautomation und Digitalisierung. Als Wirtschaftsinformatiker weiß ich, wie wichtig die Vernetzung von IT-Systemen ist. Diese Erkenntnisse übertrage ich auf mein eigenes Smart Home, das ich auf Basis von ioBroker betreibe. Hierzu nutze ich die Leistung meines eigenen Server-Clusters aus dem Keller. In deinen Ohren klingt das mindestens genauso spannend, wie für mich? Dann komm mit auf unsere Reise zu einem vollwertigen, sicheren und komfortablen Smart Home. Ganz oben findest du Verknüpfungen zu Social Media, wo du mir gerne folgen darfst. Ich freue mich auf dich!

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