Smart Home in Düren – NRW

Veröffentlicht von Lukas am

Nordrhein-Westfalen, das bevölkerungsreichste Land in Deutschland mit fast 18 Millionen Einwohnern ist nicht nur für das Ruhrgebiet und die wilden Karnevale in Köln bekannt. Wir kennen es auch durch den Tagebau Hambach und nicht zuletzt durch die vielen Medienberichte rund um Lützerath. Doch heute wollen wir den Fokus auf den Kreis Düren legen.

Hier lebt Christian in seinem Smart Home, von dem er mir ausführlich in einem Gespräch berichtet hat. Besonders überraschend war dabei für mich, dass sich Christian über viele Dinge Gedanken macht, die für andere Smart Home Enthusiasten doch eher etwas im Hintergrund liegen. Damit hat er bei mir große Aufmerksamkeit geweckt und auch meine Neugier für mehr Details gekitzelt. Spannend, was man in so einem Gespräch alles erfahren kann.

Dass Christian generell gerne über sein Smart Home spricht, ist daher für mich kaum verwunderlich. Wohl auch aus diesem Grund sucht er den Austausch zu anderen Enthusiasten, von denen er lernen und die er inspirieren kann. Wer sich gerne mit Christian austauschen möchte, kann ihn sehr gerne auf Mastodon kontaktieren: @newdefined@troet.cafe

Enthusiast durch und durch

Was mir bei Christian auffällt ist, dass er wirklich durch und durch Enthusiast ist. Begonnen hat er sein Smart Home mit Alexa und einer recht simplen Hintergrundbeleuchtung am Fernseher. Seine erste Automation war tatsächlich das Fernsehlicht und die Kinobeleuchtung. Damals noch auf etwas begrenzterem Raum.

Doch schnell hat er gemerkt, dass man aus diesem Thema mehr machen kann. So kamen immer mehr WLAN-Steckdosen für diverse Lampen dazu, mit denen er sein Smart Home ausbauen konnte.

Heute arbeitet er mit dem System ioBroker, das viele meiner Leser sicherlich schon zu genüge kennen. Wer sich ein wenig damit beschäftigt weiß auch, dass ioBroker auf JavaScript basiert und zwar Blockly bietet, man jedoch auch viel mit eigener Entwicklung anstellen kann. Wohl aus diesem Grund hat Christian selbstständig damit angefangen JavaScript zu lernen, um seine Automationen noch besser zu gestalten.

So hat er es geschafft, sein Zuhause umfassend zu automatisieren und viel Liebe in die Details zu stecken. Nicht zuletzt kann er stolz auf sich sein, eine so große Herausforderung gemeistert zu haben und heute auf ein wirklich interessantes Smart Home zu blicken.

Wer übrigens bei Christian nach Chaos sucht, wird wohl kaum fündig werden. Seine Automationen und Planungen zum Smart Home sind wirklich sehr durchdacht und mit großer Sorgfalt umgesetzt. Zufälle gibt es hier nicht. Christian hat alles im Griff. Von überall, dank seinem Smart Home System.

ioBroker Visualisierungsbeispiel
Visualisierung von Christian

Die Vielfalt seines Smart Homes

Während unseres Gesprächs blieben mir besonders 3 Stichpunkte hängen: Heizung, Netzwerk und Dokumentation.

Zu Beginn seines Smart Homes hat er sich sehr viel mit dem Thema Heizen beschäftigt. Hier kommen intelligente Thermostate und Feuchtigkeitssensoren zum Einsatz, durch die er seine Heizkosten auf ein beachtliches Niveau optimieren konnte. Die notwendigen Daten stammten dabei zuerst von Wetterstationen in seinem Umfeld, heute von seiner eigenen Wetterstation, und werden durch selbst gemessene Werte in den Räumen ergänzt.

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Ein hydraulischer Abgleich der Heizung hat zudem dazu beigetragen, dass er die vorhandene Heizung optimieren und damit seine Kosten senken konnte. Ein wahres Allround-Talent gewissermaßen.

Um dabei nicht den Überblick zu verlieren, setzt Christian außerdem Telegram ein. Über diesen Messenger kann er Nachrichten aus seinem Smart Home empfangen, was eine ganze Zeit lang vor allem die Heizung betroffen hat. Es ist also ein großes Thema, gerade in Anbetracht der stark gestiegenen Energiekosten.

Gleichzeitig ist das selbstverständlich sehr inspirierend, was man mit einigen Optimierungen und viel Liebe zum Detail mit moderner Technik erreichen kann. Gewissermaßen ist sein Smart Home eine große Inspiration für mich und andere, die gerne noch mehr optimieren wollen.

Es zeigt natürlich auch, dass ein großes Potenzial in jedem Haushalt liegt, das nur darauf wartet, ausgeschöpft zu werden. Das Smart Home in Düren ist also nicht nur ein Projekt von vielen, sondern eine sehr interessante Praxiserfahrung, aus der wir alle lernen können.

Netzwerk ist ein weiteres großes Thema

Wie wir darüber hinaus alle wissen, gibt es im Smart Home viele verschiedene Geräte. Manche davon empfindet man als sicherer, andere als etwas unsicherer. Und schlussendlich führt alles darauf hinaus, dass nicht alle Geräte immer untereinander kommunizieren müssen. Das hat auch Christian erkannt und sich eine sehr interessante Struktur überlegt.

Mehrere Repeater, Server und Dienste stehen in seinem Netzwerk bereit. Durch die Technologie der virtuellen LANs will er außerdem für weitere Sicherheit sorgen. So überlegt er sich genau, welche Geräte wohin und mit wem kommunizieren müssen oder vor allem dürfen. Die Planung seines Netzwerks wirkt dabei schon fast wie die Umsetzung der nächsten professionellen Installation. Wenn ich mir dazu mein Netzwerk anschaue, komme ich mir schon fast albern vor.

Doch das Ganze hat natürlich auch sein Gutes. So kann Christian sehr genau die Datenflüsse verwalten und für eine höchstmögliche Sicherheit in seiner digitalen Welt sorgen. Für Ausfallsicherheit sorgt dabei unter anderem Proxmox, das auch er für die Virtualisierung seiner Dienste einsetzt.

Besonders spannend finde ich dabei, dass auch ich als Informatiker mit immer sehr viele Gedanken dazu mache. Allerdings ist genau diese strikte Unterteilung auch nicht ganz so einfach und erfordert hier und da sehr viel Fingerspitzengefühl. Und eben die Leidenschaft zum Thema. Genau das bringt Christian mit und hat damit definitiv meine Neugier als Informatiker geweckt.

Dennoch muss man sagen, dass auch er sich hier Stück für Stück vorarbeitet. Auch bei ihm ist nicht alles sofort da. Er ist ständig am Optimieren und Verbessern seiner Infrastruktur, genauso wie beim Smart Home im Allgemeinen.

Digitales Nachschlagewerk

Besonders überrascht hat mich Christian mit seinem Smart Home damit, dass er sich viele Gedanken zur Dokumentation macht. Natürlich findet man im Internet viele Anleitungen für die meisten Dinge. Allerdings muss man dazu sagen, dass jede Infrastruktur und jedes Smart Home so individuell wie sein Besitzer selbst ist. Und so ist es auch hier.

Daher beschäftigt sich Christian auch sehr häufig damit, seine Infrastruktur und sein Smart Home detailliert zu dokumentieren, so dass im Notfall jede notwendige Information zur Verfügung steht. Denn wenn man das Ganze mal weiter denkt, so ist es natürlich nicht nur für einen selbst hilfreich.

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Es stehen auch Fragen im Raum, welche die gesamte Familie betreffen. Wer kümmert sich um die Technik, wenn mit ihm etwas passiert? Und vor allem, woher kommen dann die notwendigen Informationen, die zur Verwaltung gebraucht werden?

Im Grunde geht Christian hier einen sehr entscheidenden Weg, den wir alle beherzigen sollten. Wir müssen uns Gedanken darum machen, wie es im Smart Home weitergeht, auch wenn man selbst nicht da ist. Das kann zum Beispiel während eines Urlaubs sein oder im schlimmsten Fall beim Tod.

Natürlich gibt es auch dazwischen noch eine Menge Szenarien, doch genau in diesem Rahmen muss man sich überlegen, was alles notwendig wäre oder ist.

Zigbee Netzwerk
ZigBee-Netzwerk von Christian

Smart Home kommt entgegen

Viele Außenstehende fragen sich sicherlich, warum man sich denn überhaupt den Aufwand macht, um ein so komplexes Smart Home aufzubauen. Und auch auf die Frage gab es während des Gesprächs die passende Antwort.

Christian beschreibt sein Zuhause als entgegenkommend.

Sobald am Morgen der Wecker klingelt, geht die Nebenbeleuchtung an und sein Arbeitsplatz wird startklar für den Tag gemacht. Das Smart Home erinnert ihn auch daran, Kleinigkeiten zu erledigen, wie zum Beispiel das Einschalten des Wasserkochers.

Am Abend wird dann automatisch alles für die Nacht vorbereitet. Auch hierzu hat er sich Gedanken hinsichtlich der Automation gemacht. Doch nicht nur das, auch die Umgebung wird zum Beispiel durch Licht entsprechend unterstützt, so dass man nie im Dunkeln tappt.

Für Christian ist eines ganz klar: Sein Zuhause erfüllt genau seine Wünsche.

Und hier liegt in meinen Augen die Besonderheit im Smart Home. Die Technik lässt sich auf die eigenen Bedürfnisse anpassen, so dass jeder voll auf seine Kosten kommt. Natürlich ist das mit Aufwand verbunden, doch genau dieser Aufwand lohnt sich.

Mein Fazit zum Smart Home in Düren

Ich habe wirklich lange darüber nachgedacht, was denn eigentlich mein Fazit zu Christians Smart Home ist. Und ich glaube, dass ich mir bisher immer noch nicht so wirklich sicher bin.

Zweifelsfrei lag ein großer Fokus unseres Gesprächs auf dem Thema Heizung und Netzwerk. Beides Themen, die ich davor eigentlich gar nicht so erwartet habe. Christian hat mich auf jeden Fall stark überrascht. Vor allem mit dem Umfang seiner Gedanken zu diesen Themen.

Daher muss ich mir an dieser Stelle wohl selbst eingestehen, dass ich in meinem Zuhause noch viel Optimierungsbedarf habe. Und gleichzeitig eben auch viele andere Schwerpunkte. Dennoch glaube ich, dass ich gerade im Bereich Netzwerk von ihm noch sehr viel lernen kann. Und ich denke, dass das auch den einen oder anderen Leser hier sehr zum Nachdenken bringen wird.

Wir sehen eben auch hier wieder einmal sehr eindrucksvoll, dass Smart Home immer eigene Schwerpunkte mit sich bringt. Kein Zuhause gleicht dem anderen. Das Smart Home ist so individuell wie jeder seiner Bewohner. Und jeder legt eben andere Schwerpunkte fest. So wird das Thema insgesamt durchaus sehr komplex und gleichzeitig noch viel spannender.

Ich bin für meinen Teil jedenfalls sehr dankbar für dieses Gespräch und freue mich sehr darüber, dass ich hier etwas lernen durfte. Danke an dieser Stelle.


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Lukas

Als Softwareentwickler und Projektmanager mit einem Master of Science in Wirtschaftsinformatik weiß ich genau, wie die Dinge in der IT zu funktionieren haben. In meinem Blog kombiniere ich seit mehr als 7 Jahren mein Wissen mit meiner Neugier im Bereich Smart Home. Transparenz und Praxisnähe stehen für mich dabei im Vordergrund. Mein Fokus liegt vor allem auf der Software ioBroker, da ich mein eigenes Smart Home damit betreibe. Meine Beiträge basieren somit nicht nur auf theoretischem Know-how, sondern auch auf praktischen Erfahrungen aus meinem vernetzten Zuhause. Mein persönliches Ziel ist es, dir Einblicke in das Smart Home zu geben, die dich wirklich voranbringen.

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