Nuki Keypad 2 – Top oder Flop?

Veröffentlicht von Lukas am

Werbung: Für diesen Artikel wurde mir das Nuki Keypad 2 zur Verfügung gestellt.

Der Traum vom eigenen Smartlock ist für viele Menschen nicht mehr unerreichbar. Auch für mich hat sich in den vergangenen Wochen einiges getan. Zum Beispiel hat mein smartes Türschloss das Nuki Keypad 2 spendiert bekommen, das weitere Möglichkeiten in Sachen Zutritt ermöglicht.

Schnell stellt sich aber bei dieser Produktneuheit die Frage, ob der Fingerprint wirklich so einfach ist und ob er sich denn wirklich für jede Person eignet. Ich habe es nun längere Zeit ausprobiert und in meinen Test sogar Skeptiker eines Smartlocks eingebunden.

In diesem Artikel möchte ich mir daher mit dir zusammen ansehen, welche Neuerungen es gibt und vor allem, wie sich das Nuki Keypad 2 in der Praxis schlägt. Denn nicht selten hat man bei einem Fingerprint oft den Eindruck, dass dieser gar nicht richtig funktioniert.

Ob das auch hier der Fall sein wird? Du wirst es gleich erfahren.

Nuki Smart Lock 3.0 Pro mit Zubehör
Neues Equipment für das Smart Home – mit dabei: Das Nuki Keypad 2

Die Neuerungen des Nuki Keypad 2

Das Nuki Smartlock Keypad in der Version 2 beinhaltet – wie unschwer zu erkennen ist – einen Fingerprint-Sensor. Mit ihm kannst du eine vorher definierte Funktion schalten, wie zum Beispiel das Öffnen der Tür. Darüber hinaus verfügt die neue Version weiterhin über 19 verschiedene Tasten, über die ein Zutrittscode eingegeben werden kann.

Wie wir es schon aus der ersten Version kennen, wird jede eingegebene Zahl mit einem leuchtenden Punkt an der Oberseite signalisiert. So passiert es in der Praxis in der Regel nicht, dass man eine Zahl vergisst einzugeben. Auch wenn 6 Zahlen natürlich in manchen Situationen eine kleine Herausforderung darstellen können.

Anders als die erste Version, ist das Nuki Keypad 2 jedoch nicht mehr mit der ersten Version des Smartlocks kompatibel. Es wird mindestens die Version 2.0 vorausgesetzt, welche jedoch bei den meisten von euch im Einsatz sein dürfte. Zumindest sofern ihr schon ein Smartlock von Nuki besitzt.

Ebenfalls verändert ist die Montage. Während man die erste Version noch schrauben konnte, wird die zweite Version des Keypads lediglich geklebt. Das macht das Gadget natürlich anfälliger für Diebstahl, auch wenn der Kleber wirklich wahnsinnig gut hält. Im Falle eines Diebstahls bietet Nuki dir jedoch die Möglichkeit, ein neues Keypad gegen Vorlage der Verlustanzeige und des Eigentumsnachweises zu erhalten. Hierzu lohnt es sich, unter dem Stichwort Ersatzgarantie im Hilfebereich nachzulesen.

Auch bei der Batterielaufzeit gibt es Veränderungen. Während beim ersten Keypad noch eine Laufzeit von bis zu 18 Monaten angegeben wurde, spricht Nuki beim Keypad 2 nur noch von mindestens 12 Monaten. Zu beachten ist hierbei wohl, dass der Fingerprint ein wenig hungriger im Stromverbrauch ist.

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Nuki Keypad Batterie wechseln

Wenn wir schon dabei sind, über die Batterie zu sprechen, dann reden wir doch auch gleich über den Wechsel. Denn wie ich mehreren Recherchen entnehmen konnte, suchen Menschen sehr häufig nach einer passenden Anleitung. Zur Vollständigkeit, möchte ich daher hierzu ein paar Punkte erwähnen.

Insgesamt benötigt das Nuki Keypad 2 vier AAA-Batterien, die du im Lieferumfang findest und welche sich in nahezu jedem Einkaufsladen nachkaufen lassen. Das bedeutet für dich, dass du bequem nach der Arbeit oder beim Erledigen deines Wocheneinkaufs die passenden Batterien ebenfalls besorgen kannst. Alternativ findest du natürlich auch online passende Produkte.

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Auf der Website von Nuki befindet sich darüber hinaus eine sehr gute Anleitung in Form eines Videos. Dort wird dir Schritt für Schritt gezeigt, wie du das Keypad aus seiner Halterung befreist und die Batterien wechseln kannst. Damit du nicht lange danach suchen musst, habe ich dir dieses Video an der Stelle auch eingebettet. Du findest das Video außerdem auf dem YouTube-Kanal von Nuki, mit weiteren hilfreichen Informationen. Meist in Kurzvideos.

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Was dem Keypad fehlt

Natürlich gibt es auch bei neuen Produkten immer etwas, das man kritisieren kann. So auch in diesem Fall, obwohl es doch eigentlich nur eine Kleinigkeit ist. Die Rede ist hierbei noch nicht einmal von der Montage, sondern eher von der Farbe.

Während meinen Recherchen zu diesem Artikel, bin ich über das Nuki Home Set Pro gestolpert. Dabei wurde mir das Nuki Smartlock in weiß vorgeschlagen … mit einem schwarzen Keypad?

Sicherlich ist das etwas kleinlich, doch wenn ich mir überlege, dass das Set bei etwa 400 Euro liegt, könnte man doch eine Abstimmung der Farbe erwarten. Ich denke dabei insbesondere an viele Häuser, die an der Außenseite ziemlich hell gehalten sind. Dabei fällt ein schwarzes Keypad natürlich wesentlich mehr auf, als wenn es sich in die hellen Töne einfügt. Ebenfalls ist es sicherlich auch für den einen oder anderen Anwender schade zu sehen, dass er zwar ein weißes Smartlock kaufen kann, das Keypad aber nicht in der passenden Farbe geliefert werden kann.

Mir ist dabei durchaus bewusst, dass man auch lange auf die weiße Version des Smartlocks warten musste. Doch gerade dann hätte man diesen Kritikpunkt ja schon fast erahnen können.

Ich bin ganz ehrlich, für mich persönlich ist das jetzt kein K.O.-Kriterium. Zumal ich das dunkle Keypad für meine Anwendung wesentlich besser finde. Ein wenig fragwürdig finde ich es aber dennoch.

Der große Vorteil des Nuki Keypad allgemein

Obwohl ich vor kurzer Zeit das Thema GeoFence angesprochen habe und auch selbst damit arbeite, finde ich das Nuki Keypad im Allgemeinen sehr hilfreich. Ich denke dabei besonders an junge Familien, wo die Kinder nicht unbedingt ein eigenes Smartphone haben. Gerade hier kann das Keypad eine wahre Erleichterung sein, denn so kommen auch die Kids jederzeit ins Haus.

Doch nicht nur bei den jungen Menschen ist das ein entscheidender Punkt. Auch ältere Menschen verfügen in der heutigen Zeit oft noch nicht über ein Smartphone und sind dann etwas aufgeschmissen. Zumal man den FOB (den ich noch nie ernsthaft verwendet habe) ja auch vergessen oder verlieren kann. Spätestens dann ist es sehr praktisch, wenn man auf ein Keypad zurückgreifen kann, bei dem man sich zusätzlich noch nicht mal einen Code merken muss.

Geht man den Gedanken noch etwas weiter, so kann man auch Besuchern den Zugang ermöglichen, wenn sie sich zum Beispiel mehrere Tage bei dir aufhalten.

Ich persönlich sehe das Nuki Keypad 2 daher als eine durchaus sinnvolle Alternative, um ins eigene Zuhause zu gelangen. Man weiß ja schlussendlich auch nicht, ob der Akku im Smartphone nicht vielleicht doch mal versagen sollte. Spätestens in so einem Fall hilft dann das GeoFence auch nicht mehr weiter.

Als kleinen Tipp möchte ich dir am Rande gerne noch mitgeben, dass du deinen Zugangscode für dein Smartlock auch bequem in einem Passwortmanager speichern kannst. Ich persönlich greife hierfür auf Bitwarden zurück, was auf meinen eigenen Servern betrieben wird. Die Daten liegen also lokal bei mir und sind durch ein gutes Konzept abgesichert.

Das Nuki Keypad 2 montiert

So nutze ich das Nuki Keypad 2 im Alltag

Auch wenn ich persönlich ein großer Freund von GeoFence bin, nutze ich das Nuki Keypad 2 im Alltag doch relativ häufig. Und das hätte ich zu Beginn nicht gedacht, denn die erste Version kam nie so wirklich zum Einsatz. Ein 6-stelliger Code war mir auf Dauer dann doch etwas zu viel und ich habe das Nuki Smartlock intelligent mit der Alarmanlage gepaart.

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Seit dem Keypad 2 ist das jedoch anders. Den Zurück-Button habe ich so konfiguriert, dass das Smartlock beim Drücken abgeschlossen wird. Benutze ich hingegen meinen Finger, so wird mir die Tür geöffnet. Das bietet mir insbesondere dann einen großen Komfort, wenn ich nur kurz in die Garage gehe oder den Müll raus bringe. Denn dann muss ich nicht jedes Mal an mein Smartphone oder den Schlüssel (der ja sowieso überflüssig ist) denken.

Sollte ich stattdessen mal eine Runde mit dem Hund drehen, nehme ich auch oft gar kein Smartphone mit. Dann kann man es schon nicht verlieren und eigentlich brauche ich es da ja auch nicht. Zwar könnte ich dann noch mit der Apple Watch die Tür öffnen, aber ich brauche es im Grunde nicht, denn dafür ist ja der Fingerprint inzwischen da.

Und dann sind da ja auch noch meine Kritiker im Haus, die zu Beginn gar kein Smartlock wollten. Gerade die Befürchtung, dass der Fingerprint versagt usw. Doch inzwischen hat sich herausgestellt, dass auch die zwei Kritiker ein durchaus positives Bild gewonnen haben. Denn der Fingerprint funktioniert zuverlässig und das Keypad hat uns in den vergangenen Wochen nie im Stich gelassen.

Das zeigt mir natürlich, dass man trotz Vorbehalten auch ein positives Bild gewinnen und die Erleichterung im Alltag annehmen kann. Meist sind es nur die ersten Ängste in der Berührung und der Sorge, dass doch irgendwas schiefgehen würde.

Nuki Keypad 2 Fingerprint

Mein Fazit zum Keypad

Anhand meiner Erzählungen kannst du also sehen, dass ich in der vergangenen Zeit das Keypad sehr intensiv genutzt habe. Mindestens 2x am Tag ist es bei mir im Einsatz und wird wirklich aktiv genutzt. Der Fingerprint arbeitet für unser (!) Empfinden sehr zuverlässig und es gab nie Probleme bei der Erkennung.

Einziges Manko war schon mal, dass der Verbindung zwischen Keypad und Nuki etwas länger gebraucht hat. In der Regel kommt das aber selten vor und ist daher aus meiner Sicht absolut zu verkraften. Möglicherweise kann es aber auch an irgendwelchen Störungen in der Funkverbindung liegen, denn die Kommunikation verläuft über Bluetooth. Wer weiß, welcher Nachbar da seine Finger wieder im Spiel hatte. 😉

Der Code ist für uns in der Praxis gar nicht relevant, denn abgesehen davon, dass wir uns im Alltag schon genug Dinge merken müssen, stehen genug Alternativen zur Verfügung. Um ehrlich zu sein, wüsste ich ohne Bitwarden auch schon gar nicht mehr, welchen Code ich festgelegt habe.

Ansonsten bleibt mir an dieser Stelle gar nicht so viel zu sagen, denn das Gadget tut, wofür es geschaffen wurde. Es wirkt solide verarbeitet und macht generell einen guten Eindruck. Jedem Nutzer eines Smartlocks würde ich empfehlen, ein Keypad in Reichweite zu behalten. Denn spätestens dann ist auch das Argument, dass das Smartphone mal leer sein könnte, völlig entkräftet. Zwar hat auch das Keypad eine Batterie verbaut, jedoch meldet die Nuki App rechtzeitig (bei 20 %), wenn die Batterie sich langsam dem Ende neigt. Dann hat man noch genug Zeit entsprechend gegenzusteuern, ohne dass man eines Tages mal vor der Tür stehen bleibt.

Und mal ganz im Ernst. Ich nutze das Nuki nun schon seit über zwei Jahren und ich bin fest davon überzeugt, dass es nur einen Grund gibt, weshalb man vor der Tür stehen bleibt. Und das ist, wenn man selbst die Batterien nicht wechselt, weil man es vergisst oder noch lange herauszögern will.

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Lukas

Als Softwareentwickler und Projektmanager mit einem Master of Science in Wirtschaftsinformatik weiß ich genau, wie die Dinge in der IT zu funktionieren haben. In meinem Blog kombiniere ich seit mehr als 7 Jahren mein Wissen mit meiner Neugier im Bereich Smart Home. Transparenz und Praxisnähe stehen für mich dabei im Vordergrund. Mein Fokus liegt vor allem auf der Software ioBroker, da ich mein eigenes Smart Home damit betreibe. Meine Beiträge basieren somit nicht nur auf theoretischem Know-how, sondern auch auf praktischen Erfahrungen aus meinem vernetzten Zuhause. Mein persönliches Ziel ist es, dir Einblicke in das Smart Home zu geben, die dich wirklich voranbringen.

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