Für diesen Beitrag wurde der Harmony Hub von Logitech bereitgestellt.

 

Der Harmony Hub von Logitech * ist eine Erweiterung für das Smart Home, mit dem auch Infrarotgeräte smart bedient werden können. Dafür kommen insbesondere Geräte wie Fernseher oder Receiver in Betracht, da diese meist noch über Infrarot mit einer Fernbedienung gesteuert werden.

 

Harmony Hub von Logitech

 

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit den enthaltenen Komponenten, der Einrichtung und einem ersten Test des Geräts. Ich möchte außerdem die Frage klären, ob der Preis für dieses Gerät angemessen ist und ob es sich tatsächlich lohnt, den Harmony Hub anzuschaffen.

Ich für meinen Teil verspreche mir von dem Harmony Hub, dass ich in meinem Wohnzimmer auch ältere Geräte ansteuern kann und in mein Smart Home integrieren kann. Wie du sicherlich schon weißt, nutze ich als Basis dafür OpenHAB. Aus diesem Grund ist mir eine Integration sehr wichtig. Ich möchte nicht 5 unterschiedliche Apps nutzen, um alles über das Smartphone steuern zu können.

Außerdem ist es nur so möglich, dass ich für eine Funktion die Steckdosen einschalte und auch gleichzeitig das Gerät.

 

Der Packungsinhalt des Harmony Hub

 

Ich habe den Harmony Hub ohne Fernbedienung von Logitech * erhalten. Abgesehen von dieser liegen die folgenden Bestandteile bei:

 

  • Harmony Hub
  • Netzteil (europäisch und amerikanisch)
  • USB-Kabel
  • IR-Verlängerung

 

Harmony Hub Zubehör Netzteil

Netzteil des Harmony Hub

 

Wie man am Netzteil des Geräts * erkennen kann, wird dieses Produkt mit dem gleichen Inhalt in unterschiedliche Länder verschickt. Der Käufer muss daraufhin seinen Stecker an das Netzteil andocken. Ein großer Umstand ist das allerdings nicht. Dafür erspart sich Logitech eine Unterscheidung der Kunden und der Einsatzorte.

Das USB-Kabel kann dafür genutzt werden, um den Harmony Hub am Computer einzurichten. Gedacht ist das primär für Personen, die kein Smartphone nutzen. Diese Personengruppe hat somit keine Möglichkeit, das Gerät über dieses einzurichten. Ich persönlich stelle mir ja die Frage, weshalb man eine Komponente für das Smart Home braucht oder kauft, wenn man doch nicht einmal ein Smartphone hat. Aber nun ja, sicherlich nutzen das einige Personen. Und diese Personen möchte ich damit auch gar nicht verurteilen.

Spannend hingegen ist die IR-Verlängerung *, die ich zuerst als nicht so nützlich empfand. Ein Blick auf die Anleitung offenbart allerdings den Nutzen. Sie wird insbesondere dann gebraucht, wenn man den Harmony Hub in ein Fach der TV-Wand stellt und das Signal den Fernseher nicht mehr erreicht. Dann ist es nämlich möglich, die Verlängerung neben dem Fernseher (oder einem anderen Gerät) zu platzieren und dieses somit zu steuern.

Theoretisch kann man den Harmony Hub so auch in eine Schublade oder einen Schrank stellen und nur die Verlängerung nach außen legen. Ob das allerdings einen Sinn ergibt, wage ich zu bezweifeln. Doch möglich ist es.

Ich finde es dennoch sehr positiv, dass Logitech auch diese Möglichkeiten bietet und den Nutzer nicht im Regen stehen lässt, sofern der Harmony Hub selbst die Geräte nicht erreichen kann.

 

Inbetriebnahme und Einrichtung des Geräts

 

Die Inbetriebnahme verläuft sehr unkompliziert. Im Grunde muss man lediglich den Stromstecker an das Gerät anbringen und sich eine freie Steckdose suchen. Am Smartphone aktiviert man Bluetooth. Dadurch sucht die App automatisch nach dem Harmony Hub und verbindet sich mit diesem. Zuvor ist es natürlich wichtig, dass man in der App die Einrichtung eines neuen Harmony Hub auswählt.

 

Einrichtung des Harmony Hub über das Smartphone

Harmony App von Logitech

 

Wer hingegen bereits einen Harmony Hub von Logitech * besitzt, kann sich auch mit diesem verbinden.

Wenn die Verbindung zum Harmony Hub hergestellt wurde, fragt die App zuerst nach dem Passwort für das WLAN. Über dieses erfolgt dann später die Verbindung zwischen dem Smartphone und Hub. Sobald die Verbindung erfolgreich hergestellt wurde, muss man sich mit einem Konto anmelden oder registrieren.

Anmelden kann man sich entweder über Google oder Facebook. Möchte man hingegen keine Kopplung seines Accounts mit dem Gerät, kann man sich mit einer E-Mailadresse registrieren. Ich persönlich verknüpfe nicht gerne meine Konten miteinander, sondern lege gerne neue an. Damit habe ich eine saubere Trennung zwischen unterschiedlichen Diensten. Welchen Weg du gehen möchtest, kannst du aber völlig frei entscheiden.

 

Harmony Hub Einrichtung mit dem Smartphone

Harmony Hub App

 

Bei der Einrichtung ist es mir etwas missfallen, dass Logitech in meinen Augen etwas neugierig ist. Denn neben einer E-Mailadresse und einem Passwort für den Account, möchte Logitech gerne noch den vollständigen Namen des Benutzers. Wofür das bei diesem Gerät von Vorteil sein soll, ist mir nicht klar. Möglicherweise sind das gleichzeitig Informationen für den Support, sollte man einmal dessen Hilfe brauchen.

 

Einrichtung

 

Die App führt sehr gut durch den Einrichtungsprozess und erklärt die einzelnen Schritte, die durchlaufen werden. Beispielsweise erhält man direkt zu Beginn eine Erklärung zum Harmony Hub sowie dessen Infrarot-Mini-Sender *. Doch die Erklärung besteht nicht nur aus Text, sondern es werden auch Bilder zur Visualisierung eingesetzt.

Bei der Einrichtung der Geräte gibt es zwei unterschiedliche Möglichkeiten. Zu Beginn wird das eigene Netzwerk nach Geräten durchforstet, die der Harmony Hub steuern kann. Er schlägt beispielsweise die Philips Hue Bridge * vor oder den Amazon Fire TV *.

Die Philips Hue Bridge habe ich allerdings nicht eingerichtet und der Amazon Fire TV lässt sich trotz Einrichtung nicht steuern. Ich denke, dass Amazon hier ein Update herausgebracht hat, das die Schnittstellen für den Harmony Hub deaktiviert hat. Sehr schade darum, aber möglicherweise wird das wieder behoben.

 

Einrichtung des Harmony Hub

Harmony Hub App

 

Eine andere Möglichkeit der Einrichtung besteht darin, die Kategorie der Geräte auszuwählen, nachdem der Harmony Hub gestartet ist. Hierfür stehen die folgenden Kategorien zur Verfügung:

 

  • Home Entertainment
  • Haussteuerung
  • Computer
  • Suchen Sie nach Geräten in ihrem Netzwerk

 

Sobald man auf Home Entertainment tippt, öffnet sich ein Formular. In diesem Formular gibt man den Hersteller des Geräts an sowie die Modellnummer. Der Harmony Hub durchsucht danach seine Datenbank und prüft, ob er die Protokolle für dieses Gerät besitzt. In meinem Fall hat das mit jedem Gerät geklappt. Sogar ein bereits in die Jahre gekommener Fernseher wird unterstützt.

Nach der Einrichtung eines jeden Geräts wird man gefragt, ob man diese Geräte zu einer Aktion hinzufügen möchte. Eine Aktion ist die Ansammlung von Funktionen. Dadurch kann man beispielsweise zum Fernsehen den Fernseher sowie den Receiver einschalten.

 

Probleme bei der Einrichtung

 

Obwohl ich die Einrichtung doch recht unkompliziert finde, gab es auf Anhieb gleich mal ein Problem. Und genau dieses Problem ist es, welches in meinen Augen sehr gravierend ist.

Beim Anlernen eines Geräts wird man danach gefragt, ob man eine Aktion erstellen möchte. Ich habe direkt auf Ja getippt, denn ich wollte im Anschluss den Receiver hinzufügen. Meine Aktion sollte Fernsehen heißen.

Nach dem Anlernen des Fernsehers war die Aktion also angelegt und ich startete mit dem Anlernen des Receivers. Das Anlernen funktionierte ebenso problemlos und ich wurde erneut gefragt, ob ich eine neue Aktion erstellen möchte. Nein, wollte ich nicht.

Und dann begann das Dilemma. Die vorhandene Aktion Fernsehen konnte zwar ausgeführt werden, jedoch nicht bearbeitet werden. Ich möchte an dieser Stelle nicht ausschließen, dass ich mich vielleicht etwas zu ungeschickt angestellt habe. Doch ich habe in der App keine Möglichkeit gefunden, die Aktion so anzupassen, wie ich es wollte.

Auch im späteren Verlauf konnte ich keinen Zwischenschritt einfügen oder die vorhandenen Schritte umsortieren. Bei jedem Versuch ist dabei die App leider abgestürzt.

Meine einzige Lösung für dieses Problem war es, dass ich die Aktion völlig neu angelegt habe und direkt meine Geräte eingefügt habe, die ich dort haben wollte. Aber noch habe ich es nicht aufgegeben und ich werde mich noch weiter daran probieren.

 

Meine bisherige Steuerungslösung

 

Bislang habe ich das Paket Lirc genutzt und die Geräte darüber gesteuert. Das war doch alles recht aufwendig. Denn jede Fernbedienung muss einzeln ausgelesen werden und die einzelnen Befehle müssen in OpenHAB eingefügt werden.

Außerdem benötigt es etwas Geschick beim Löten, denn die IR-Sender müssen per Kabel an den Raspberry Pi angeschlossen werden. In meinem Fall hatte ich mehrere Dioden, die das Signal gleichzeitig aussenden. Dazu habe ich die Dioden vor den Geräten angebracht, die ich steuern wollte.

Neben dem hohen Aufwand sah die Lösung auch nicht sonderlich elegant aus und erinnerte mehr an einen Versuchsaufbau in einem Labor. Doch es hat funktioniert.

 

Vergleich zum Harmony Hub

 

Ich möchte nun die Brücke zum Harmony Hub schlagen. Denn im Grunde tut der Harmony Hub nichts anderes als die bisherige Lösung. Er sieht dabei jedoch eleganter aus und ist in der Bedienung deutlich leichter. Schließlich bleibt das Anlernen der Fernbedienungen erspart, denn der Hub kennt die meisten Protokolle bereits von Haus aus.

Er liefert außerdem direkt eine App mit und kann sogar in OpenHAB integriert werden, denn es existiert ein Binding. Dieses Binding wird in OpenHAB installiert und erlaubt so die leichte Integration.

In meiner eigenen Lösung musste man ein Skript durch OpenHAB ansteuern, das die Befehle versendet hat.

Ein Fakt am Rande:

Bei der Stereoanlage musste durch Lirc der gewünschte Befehl immer 2x ausgeführt werden, denn diese hat es anders nicht erkannt. Seit der Integration des Harmony Hub ist das nicht mehr notwendig. Oder er tut das von Haus aus, was ich allerdings nicht glaube.

 

Lohnt sich die Anschaffung eines Harmony Hub?

 

Wie bei vielen anderen Beiträgen wartest du sicherlich sehnsüchtig darauf, dass ich dir diese Frage beantworte.

Zu Beginn war ich sehr skeptisch, ob das Gerät tatsächlich in der Lage ist, meine IR-Geräte zu steuern. Besonders deshalb, da der Fernseher nicht mehr gerade modern ist. Doch ich bin positiv überrascht, denn es funktioniert tatsächlich problemlos.

Sogar die Integration der Playstation war dank des Harmony Hub möglich.

Man darf allerdings nicht vergessen, dass diese Lösung nicht gerade preisgünstig ist. Der Harmony Hub kostet über 50 Euro und ist demnach eher eine Anschaffung, die man sich nicht unbedingt aus dem Ärmel schüttelt. Jedenfalls geht es mir so. Aber ich bin ja auch ein Student.

Die Investition ist in meinen Augen allerdings durchaus sinnvoll, sofern man mehrere Geräte hat, die dadurch gesteuert werden können. Für ein einzelnes Gerät würde ich mir keinen Harmony Hub kaufen, denn der finanzielle Aufwand steht in keiner Relation zum Nutzen.

Wenn du allerdings in einem Raum mehrere Geräte hast, die du steuern möchtest, kann sich die Investition durchaus lohnen. Beispielsweise steuere ich mit dem Harmony Hub die Stereoanlage, den Fernseher, die Playstation und den SAT-Receiver.

 

Welche Erfahrungen hast du mit dem Harmony Hub gemacht? Lohnt sich die Anschaffung in deinen Augen? Hinterlass mir gerne einen Kommentar und lass uns darüber sprechen 😉

 

Kategorien: Smart Home

Lukas

Hi, mein Name ist Lukas. Seit 2016 blogge ich auf Hobbyblogging über unterschiedliche Themen des Alltags. Schwerpunkt dabei ist das Thema Smart Home, speziell mit der Open Source Software OpenHab auf dem Raspberry Pi. Neben dem Bloggen absolviere ich derzeit mein Master-Studium im Fachbereich Wirtschaftsinformatik und arbeite als Werkstudent im Software Engineering.

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