Außer Haus zu sein bedeutet, potenziellen Einbrechern Zeit zu verschaffen. Unter anderem aus diesem Grund lassen immer mehr Personen ihr Gelände oder Haus von Kameras überwachen. Einige Kameras bieten sogar die Funktion, den Ton zu übertragen oder eine Audioausgabe zu tätigen. An dieser Stelle kommt die Gigaset Kamera ins Spiel, die ich für diesen Artikel testen durfte. Denn sie bietet genau diese Funktionen für dein Smart Home.

Da mir das Produkt gestellt wurde, handelt es sich hierbei um einen Artikel mit Werbung.

Das soll uns jedoch nicht davon abhalten, ein ehrliches Fazit zu ziehen und das Produkt ganz genau unter die Lupe zu nehmen. Denn schließlich handelt es sich hierbei um ein wichtiges Mitglied der Gigaset Smart Home Familie, über die ich im Artikel mit dem Namen Gigaset Smart Home Basisstation schon mehr erzählt habe. Die in diesem Artikel erwähnte Zentrale, erweitern wir nun mit der Kamera.

Dabei wird die Verbindung zwischen beiden Produkten über das heimische WLAN hergestellt, wodurch ein sehr flexibler Einsatz im eigenen Zuhause möglich wird. Die einzige Voraussetzung dabei ist natürlich, dass der notwendige Empfang bestehen muss. Gerade für die Übertragung von Bild und Ton ist eine etwas höhere Übertragungsrate notwendig als für ein einfaches Ein- und Aus-Signal. Zur Not kannst du allerdings auch verschiedene Positionen ausprobieren oder einen WLAN-Repeater aufstellen. Dann sollte es zu keinen Problemen kommen.

Nachdem wir nun schon etwas zur Verbindung wissen, schauen wir uns ein paar Fakten zum Gerät an, die wir bislang noch nicht kennen.

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Gigaset Smart Home Camera – Die Eckdaten

Mit der Gigaset Camera 2.0 verspricht der Hersteller hervorragende Bild- und Tonaufnahmen (Full HD mit 1920 x 1080p) im eigenen Zuhause, verschlüsselte Echtzeit-Videoübertragung in Full HD und sogar eine Nachtsicht bis zu 6 Metern. Das alles ist verpackt in ein 200 Gramm leichtes Gerät, das direkt an das heimische Stromnetz angeschlossen wird. Zum Verbindungsaufbau unterstützt die Gigaset Kamera WLAN-Netzwerke (802.11 b/g/n) mit 2,4 GHz. Eine 5 GHz Unterstützung gibt es leider nicht. Die Verschlüsselung der Verbindung erfolgt entweder über WPA, WPA2, TKIP oder AES. Wem das an dieser Stelle etwas zu technisch klingt, keine Sorge. Im Normalfall sollte es mit dem heimischen WLAN hier keinerlei Probleme geben.

Statt einer Unterstützung für 5 GHz WLAN-Netzwerke, legt Gigaset jedoch ein paar Artikel direkt mit in die Box, die für den Betrieb interessant sein können. Es befinden sich im Karton ein magnetischer Kameraständer, ein Schrauben-Set, eine Sicherheitsbroschüre, zwei Alarmsticker sowie eine Reset-Nadel. Durch das Schrauben-Set lässt sich die Kamera bequem an der Wand befestigen, so dass sie von einer erhöhten Position alles im Blick behält. Um jeden Gast über die Videoüberwachung zu informieren, gibt es die beiden Alarmsticker, die zum Beispiel am Eingang des Hauses angebracht werden können.

Mit der Reset-Nadel lässt sich die Kamera außerdem bei Bedarf zurücksetzen. Notwendig wird das zum Beispiel, wenn sich etwas am heimischen WLAN geändert hat oder es zu anderweitigen Problemen kommt. Dabei kannst du dir die Reset-Nadel vorstellen, wie das kleine Hilfswerkzeug, das wir schon von einem bestimmten Smartphone-Hersteller kennen, um die SIM-Karte einzulegen.

Gigaset Kamera und Halterung
Gigaset Camera 2.0 - Indoor-Überwachungskamera zum Schutz Ihres Hauses - Echtzeit-Videoübertragung in Full HD - Infrarot-Nachtsicht bis zu 6m - Tonaufnahme - 2-Wege-Audio (Walkie-Talkie) - weiß*
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Die Gigaset Camera einrichten

Nachdem wir nun einige Eckdaten des Geräts kennengelernt haben, kommen wir nun endlich zur Praxis. Die Einrichtung des Geräts erfolgt komplett über das eigene Smartphone oder Tablet. Hierzu ist die App Gigaset Elements nötig, die kostenlos im App Store oder Google Play Store heruntergeladen werden kann. Innerhalb der App fügen wir dann ein neues Gerät hinzu und wählen die Gigaset Camera 2.0 aus.

Nun wirst du aufgefordert, den QR-Code zu scannen oder die MAC-Adresse des Geräts einzugeben. Diese befindet sich auf der Rückseite der Kamera. Nachdem der Code erfolgreich gescannt wurde, wird eine Verbindung zum WLAN der Kamera hergestellt. Im Anschluss kannst du dein eigenes WLAN-Netzwerk einrichten und die Kamera so in dein Netzwerk einbinden. Die Gigaset Smart Home Basisstation sollte dann die Kamera finden und entsprechend in das Gesamtsystem einbinden.

Sofern du bei der Einrichtung auf Probleme stößt, benötigst du die Reset-Nadel. Mit ihr lässt sich das Gerät zurücksetzen und der Einrichtungsprozess von vorne beginnen. Da auch in meinem Fall ein Problem aufgetreten ist, musste ich direkt von dieser Gebrauch machen. Im zweiten Anlauf hat es dann aber problemlos funktioniert.

Grundsätzlich ist bei der Einrichtung der Gigaset Kamera zu sehen, dass der Prozess sehr einfach gehalten ist. Dadurch können auch technisch eher unbegabte Personen das Gerät problemlos einrichten. Viel kann dabei jedenfalls nicht schiefgehen.

Lass dich außerdem bitte nicht davon irritieren, dass dein WLAN-Netzwerk unter Umständen mehrfach auftaucht. Wähle hier den stärksten Accesspoint von der Position, wo die Kamera aufgestellt werden soll. Mehr dazu erfährst du gleich von mir. Achte allerdings unbedingt darauf, dass die Kamera von ihrer Position eine gute Netzwerkverbindung hat. Für einen reibungslosen Betrieb empfiehlt Gigaset einen Upload von mindestens 2 Mbit. Im Idealfall suchst du dir daher eine Position aus, wo der Empfang deines WLANs stark genug ist. Ein kurzes Ausprobieren hilft hier.

Exklusiv für dich:  Gigaset Elements - Basisstation fürs Smart Home

Die Gigaset Kamera im Test

Ich habe die Kamera für meinen Test im Arbeitszimmer aufgestellt. Hier herrschen am Tag optimale Lichtverhältnisse und in der Nacht ist es dank guter Rollläden ziemlich dunkel, so dass ich ebenfalls den Nachtmodus testen konnte. Um auch dir einen besseren Überblick zu verschaffen, habe ich meinen Testaufbau in Bildern festgehalten.

Gigaset Kamera

Du siehst nun im Bild, wie der Kamera vor den Objekten positioniert wurde. Der Abstand ist sicherlich recht gering, jedoch war es für mich interessant, den jeweiligen Blickwinkel und die entsprechende Auflösung zu testen. Das Bild des Versuchsaufbaus habe ich dabei mit meinem Smartphone gemacht. Oben rechts findest du dann die Ausgabe der Kamera auf meinem Smartphone.

Dabei fallen auch direkt die drei Buttons rechts auf. Der erste Button erlaubt dir, den aktuellen Ton der Kamera auf das Smartphone zu übertragen. Der zweite Button startet eine Aufzeichnung und der letzte Button erlaubt dir, durch die Kamera zu sprechen. Gewissermaßen wie bei einem Walkie-Talkie.

Im Bild ist nun sehr gut der Unterschied in der Qualität zu erkennen. Jedoch muss man anmerken, dass für eine Sicherheitskamera nicht immer die perfekte Qualität entscheidend ist. Viel wichtiger ist, dass sie zuverlässig arbeitet und bei Bedarf auch weitere Funktionen bieten kann. Hier kommt die Logik in der Gigaset Basisstation zum Tragen. Diese meldet sich direkt bei dir, wenn eine Bewegung erkannt wurde. Dazu taucht auf deinem Smartphone eine Push Notification auf. Eine sehr clevere Funktion!

Der Nachtmodus wird bei der Kamera im Übrigen völlig von alleine aktiviert. Das Bild erscheint dann – wie üblich – in Schwarz/Weiß, stellt allerdings alles wichtige dar. So ist auch in der Nacht eine gute Sicht auf die Dinge möglich, selbst wenn du nicht daheim bist.

Was mir an der Kamera gut gefällt

Im Laufe der Zeit haben sich bei mir schnell die Punkte hervorgetan, die mir an der Kamera besonders gut gefallen. Einen großen Pluspunkt bekommt Gigaset hier für die Push-To-Talk-Funktion, die sicherlich in der einen oder anderen Situation hilfreich sein kann. Ich denke dabei insbesondere an Tage, an denen der Hund allein daheim ist und man ihn so ein wenig im Blick behalten kann.

Ein weiterer Pluspunkt ist die automatische Benachrichtigung, sobald eine Bewegung im Zuhause erkannt wurde. Das gefällt mir daher besonders gut, da man so nicht zu jeder Zeit das Bild selbst im Blick behalten muss. Stattdessen wird man proaktiv darauf hingewiesen, wenn eine Bewegung registriert wurde. Eine ähnliche Funktion habe ich bereits versucht, in meinem Smart Home umzusetzen.

Ebenfalls positiv ist die Möglichkeit, direkt vom Smartphone eine Aufnahme starten zu können. Generell ist die Bedienung der Gigaset Kamera sehr leicht und verursacht keine Probleme. Von unterwegs geht es damit sehr schnell, mal einen kurzen Blick ins Zuhause zu werfen. Ich kann mir sogar vorstellen, dass ältere Menschen ohne große Schwierigkeiten die Kamera nutzen und bedienen können.

Und dennoch gibt es auch ein paar Dinge, die mir nicht gut gefallen haben.

Kamera mit Zubehör

Was mir an der Kamera nicht gefällt

Was mir persönlich besonders negativ auffiel, ist die mangelnde Unterstützung von Mesh-Netzwerken. Gerade ich in meinem Zuhause nutze insgesamt 6 Accesspoints, die per Mesh miteinander kombiniert sind. Durch diese Funktion hat jedes Gerät immer eine gute Verbindung zum Internet, ohne dass es dabei Probleme in der Auswahl der Accesspoints gibt.

Als ich die Kamera nun vom Arbeitszimmer in die Küche stellen wollte, fand sie keine Verbindung mehr. Erst nach ein paar Minuten habe ich festgestellt, dass das wohl mit der fehlenden Mesh-Funktionalität in Zusammenhang steht. Zudem wird auch das 5 GHz WLAN nicht unterstützt, was allerdings für die Bild- und Tonübertragung wesentlich performanter wäre.

Technisch gesehen könnte man daher aus dem Gerät noch deutlich mehr machen und es ist für mich etwas unverständlich, warum Gigaset sich an dieser Stelle damit zufriedengibt.

Ein viel größeres Problem – sorry Gigaset – ist allerdings, dass die Kamera WLAN-Passwörter bis maximal 20 Zeichen erlaubt und keine Sonderzeichen unterstützt. Da stellen sich bei mir schon ein wenig die Nackenhaare auf. Sollte das allerdings per Software-Update verbessert werden (können), dann würde das mein Gemüt schon wesentlich beruhigen. Denn gerade im Smart Home sollte gelten: Safety first.

Und zu Safety first gehört definitiv ein sicheres Passwort.

Exklusiv für dich:  Gigaset Smart Speaker - Kommunikation neu gedacht

Mein Testfazit

Nachdem wir nun die wichtigsten Punkte der Kamera betrachtet haben, kommen wir zu meinem Testfazit. Dabei interessiert mich aber auch deine Meinung sehr! Schreibe mir gerne deinen Eindruck in die Kommentare und lass uns ein wenig über das Gadget diskutieren.

Prinzipiell empfinde ich die Kamera als clevere und logische Erweiterung für das Gigaset System. Sie erlaubt dir, direkt einen Blick in dein Zuhause zu werfen, auch wenn du selbst einmal nicht daheim bist. Ich persönlich kann mir vorstellen, so meinen Hund im Blick zu haben, wenn er gerade mal kurz allein bleiben muss. Dass die Kamera dann noch hilfreich gegen Einbrecher sein kann, ist für mich persönlich ein zusätzlicher Benefit.

Wenn du demnach bereits schon das Basissystem von Gigaset im Einsatz hast oder planst, dieses System bei dir in Betrieb zu nehmen, solltest du einen Blick auf die Kamera werfen. Sicherlich können viele der Schwächen noch per Update verbessert werden, was die Kamera insgesamt nochmals aufwertet. Lassen wir uns an dieser Stelle mal überraschen.


Lukas

Hey, ich bin Lukas. Seit einigen Jahren schreibe ich in meinem Smart Home Blog über Hausautomation und Digitalisierung. Als Wirtschaftsinformatiker weiß ich, wie wichtig die Vernetzung von IT-Systemen ist. Diese Erkenntnisse übertrage ich auf mein eigenes Smart Home, das ich auf Basis von ioBroker betreibe. Hierzu nutze ich die Leistung eines eigenen Rackservers in meinem Keller, der alle Dienste und Smart Home Systeme aufrecht erhält. Mit ihm habe ich mir einen großen Traum erfüllen können. In deinen Ohren klingt das mindestens genauso spannend, wie für mich? Dann komm mit auf unsere Reise zu einem vollwertigen, sicheren und komfortablen Smart Home. Ganz oben findest du Verknüpfungen zu Social Media, wo du mir gerne folgen darfst. Ich freue mich auf dich!

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