Im letzten Jahr habe ich mir für mein Smart Home den Braava Jet m6 von iRobot angeschafft. Er soll meinen Saugroboter, den iRobot Roomba s9+, bei der Reinigung unterstützen und für einen frisch gewischten Boden sorgen.

Nach einigen Monaten möchte ich nun in diesem Beitrag meine Eindrücke und meinen Testbericht zum iRobot Wischroboter festhalten. Ich denke, dass die Eindrücke hier durchaus interessant sein können, denn der Wischroboter steht oft in der Diskussion. Ein Teil der Personen behauptet, er lohnt sich nicht, während andere auf ihn schwören.

Auch ich konnte mir meine eigene Meinung dazu bilden und möchte gerne in diesem Artikel erzählen, warum ich beide Seiten verstehen kann und warum ich glaube, dass sich das Gerät nicht für jeden lohnen kann.

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Infos zum Braava Jet m6

 

iRobot verspricht mit diesem Spitzenmodell eine gründliche Reinigung für das eigene Zuhause. Der Wischroboter verfügt dazu über einen Präzisionssprühstrahl, der den Boden vor dem Wischen befeuchtet. Durch seine Technik soll er zudem keine Möbel oder Teppiche befeuchten, so dass diese bei der Reinigung verschont bleiben.

Neben diesen Funktionen kommt der Roboter mit einem Trockenwischtuch und zwei Nasswischtücher nach Hause. Damit soll er auch für eine trockene Reinigung ausgestattet sein, wenn man gerade keine feuchte Reinigung wünscht. Zudem ist bereits eine kleine Menge eines Reinigungsmittels im Paket beigelegt, das zusammen mit dem Wasser in den Behälter gegeben wird. Das Reinigungsmittel soll für eine streifenfreie und optimale Reinigung sorgen. Dabei ist es scheinbar optimiert für den Braava Jet m6, was auch immer das zu bedeuten hat.

Um seine Aufgaben zu erfüllen wird er zum Aufladen in seine Station gestellt oder fährt selbst dorthin. Die Station dient nicht nur zum Aufladen, sondern auch zur Aufbewahrung. Dazu bietet sie eine Fläche, auf die der Roboter fährt. So passiert dem Boden auch bei einem noch feuchten Tuch nichts und er nimmt keinen Schaden. Das ist offen gestanden ziemlich gut gelöst, denn ich hätte zuerst gedacht der Roboter würde einfach auf dem Boden stehen. Besonders wenn der Roboter in seine Station fährt bevor man nach Hause gekommen ist, muss man sich so zumindest keine großen Gedanken machen. Reinigen sollte man das Tuch aber auf alle Fälle.

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Die Kommunikation mit dem Roboter

 

iRobot arbeitet bei der Vernetzung der Roboter mit MQTT. Das geht aus der App hervor, die zur Info einen entsprechenden kurzen Text ausgibt. Hierüber verläuft vermutlich auch die Steuerung über das Smartphone. Darüber lässt sich die Reinigung starten und diese auch entsprechend anpassen. Nach einem Kartierungslauf lassen sich die verschiedenen Räume benennen und unterteilen. In der App ist es dann möglich, dass man für die Reinigung die jeweiligen Räume angibt, die gereinigt werden sollen.

Die App enthält außerdem Statusinformationen zum Roboter und gibt per Pushbenachrichtigung bekannt, wenn der Roboter seine Arbeit erledigt hat. Sollte er einmal stecken bleiben, wird das in der Regel auch über die App gemeldet.

Wer mehr auf verschiedene Einstellungsmöglichkeiten steht, wird genauso fündig. Innerhalb der App kann die Intensität des Sprühstrahls eingestellt werden. Zudem gibt es eine Einstellung für das Verhalten beim Nasswischen. Hier kann zwischen unterschiedlichen Modi gewechselt werden, die von einer starken bis leichten Verunreinigung reichen. Die meisten Haushalte dürften dabei wohl mit einer leichten Verunreinigung ganz gut durch den Reinigungsalltag kommen.

iRobot Braava Jet M6

 

Wie verläuft die Reinigung?

 

Beginnt man mit dem Wischroboter einen Reinigungsdurchlauf, so fährt er unmittelbar aus seiner Station und begibt sich in seine Ausgangsposition. Von da an beginnt er mit dem Sprühen, um den Boden zu befeuchten.

Mit dem Nasswischtuch fährt er nach dem Befeuchten zuerst vorwärts und anschließend nochmal rückwärts. Dadurch soll er sämtliche Flecken oder andere Rückstände vom Boden entfernen können. Bei Bedarf kann er diese Reinigungsart auch noch weiter intensivieren.

Ich habe den Roboter bei mir auf einem Laminat- beziehungsweise Fliesenboden im Einsatz. Hier schafft er nahezu alle Flecken ohne Probleme restlos zu entfernen. Sicherlich hängt die Reinigung allerdings auch sehr stark vom Bodentyp ab.

Wer es hingegen etwas smarter mag, kann den Braava Jet m6 auch mit dem iRobot Staubsauger verbinden. Diese Verbindung sorgt dafür, dass der Wischroboter nach der Arbeit des Saugroboters automatisch losfährt. Diese Abstimmung sorgt dafür, dass du nach einem harten Arbeitstag immer in ein sauberes Zuhause kommst.

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Und was ergab der Test?

 

Kommen wir nun zu einem noch spannenderen Teil des Artikels. Ich habe den Roboter bereits seit dem vergangenen Jahr im Einsatz und war wirklich sehr gespannt als ich ihn bestellt habe. Die Erwartungen waren nach dem Versprechen des Herstellers auch extrem hoch, zumal ich bereits den Saugroboter im Einsatz habe und er mir wirklich treue Dienste leistet.

Der Kartierungslauf hat zu Beginn wirklich sehr lange gedauert. Komischerweise gefühlt doppelt so lange wie bei meinem Staubsauger. Bedauerlich fand ich an dieser Stelle, dass ich die Karte nicht einfach übernehmen konnte. Schlussendlich sind beide Roboter im gleichen Haushalt im Einsatz. Doch das ist eben so.

Nachdem er die Karte aufgebaut hat, ging es an das Reinigen meines Zuhauses. Hierbei muss ich sagen, dass der Wischroboter seine Arbeit zuverlässig erledigt und bislang noch nicht hängen geblieben ist. Mit einer einzigen Ausnahme. Der schwarze Fliesenboden (glänzende Fliesen) gehört nicht gerade zu den Freunden des Braava Jet m6, denn hier scheinen die Sensoren ein wenig verrückt zu spielen. Das ist sehr schade, denn gerade hier könnte er in meinen Augen seine Stärken voll ausspielen.

Doch nicht nur die Fliesen finde ich aktuell etwas enttäuschend. Auch der normale Wischvorgang lässt manchmal doch etwas zu wünschen übrig. Der Roboter hinterlässt nicht selten einige Streifen und dient in meinen Augen eher als Unterstützung für ein bereits sauberes Zuhause. Für eine Grundreinigung des Bodens taugt er in meinen Augen nicht. Aber klar, normalerweise muss das Wischtuch regelmäßig sauber gemacht werden und das macht man im Normalfall erst nachdem er seine Reinigung beendet hat.

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Würde ich ihn nochmal kaufen?

 

Um ganz ehrlich zu sein würde ich das Produkt vermutlich nicht nochmal kaufen. Das liegt nicht daran, dass es sich um schlechte Qualität handelt. Ganz und gar nicht. Dennoch finde ich, dass Wischroboter einfach noch nicht weit genug sind, um wirklich gute Arbeit zu leisten.

Im Vorfeld habe ich mir einige Testberichte angesehen, die das Produkt alle in den Himmel gelobt haben. Sicherlich mag es sich um kein schlechtes Produkt handeln, doch irgendwie kommt mir das etwas komisch vor. Ich habe wirklich keine schmutzige Wohnung und nur selten im Küchenbereich Flecken. Doch insgesamt fühlt sich die Reinigung nicht ganz so rund an, wie ich das erwartet habe.

Dazu kommt, dass der Wischroboter häufig mit recht hoher Geschwindigkeit gegen Gegenstände fährt. Dafür, dass es sich hierbei um das Spitzenmodell handelt, finde ich das doch eher negativ. Kurioserweise ist der Roomba s9 deutlich besser und prallt nicht gegen Gegenstände – zumindest nicht mit dieser Wucht. Daher habe ich eigentlich erwartet, dass der Wischroboter genauso arbeitet und mit der gleichen Vorsicht mein Zuhause reinigt.

Ich habe durch ein paar Internetrecherchen allerdings rausfinden können (die Quelle finde ich aktuell leider nicht mehr), dass der Wischroboter über andere Sensoren verfügen soll als der Staubsauger. Das soll wohl auch die Unterschiede zwischen beiden Produkten erklären. Dennoch denke ich, dass es hier noch Luft nach oben gibt.

Persönlich denke ich, dass Wischroboter dann besonders interessant werden, sobald sie sich in ihrer Station zumindest minimalistisch selbst reinigen können. Zwar wird es nie ohne menschliche Interaktion funktionieren, dennoch glaube ich wäre das ein wirklich sehr wichtiger Schritt.

Braava Jet M6 mit Wassertank


Lukas

Hi, mein Name ist Lukas. Seit 2016 blogge ich auf Hobbyblogging über unterschiedliche Themen des Alltags. Schwerpunkt dabei ist das Thema Smart Home, speziell mit der Open Source Software OpenHAB. Neben dem Bloggen absolviere ich derzeit mein Master-Studium im Fachbereich Wirtschaftsinformatik und arbeite als Softwareentwickler im Software Engineering. BITTE BEACHTE: Aufgrund von einer großen Anzahl an Nachrichten, die ich alle möglichst schnell beantworten möchte, kann ich dir leider keinen individuellen Support leisten. Ich würde es gerne, könnte es allerdings nur mit Hilfe weiterer Personen bewältigen. Sei daher bitte nicht böse, wenn ich nicht explizit auf dein individuelles Problem eingehen kann.

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