Der eigene Garten kann manchmal ein kleines Mysterium sein. Viele Faktoren entscheiden darüber, ob der Garten in bunten Farben erstrahlt oder zur eintönigen Wüste wird. Eine automatische Gartenbewässerung kann dich in einem gewissen Umfang bei der Gartenarbeit unterstützen. Dabei nimmt sie dir vor allem das Gießen ab, während du in dieser Zeit anderen Aufgaben nachgehen kannst.

Stell dir nur einmal vor, dass du am Abend auf deinem Sofa auf der Terrasse liegst. Möchtest du dann wirklich nochmal zum Gießen aufstehen? Also ich würde das nicht wollen!

Anlass genug, um uns in diesem Artikel unterschiedliche Bewässerungssysteme für den Garten einmal genauer anzusehen. Wir blicken auf eine Lösung, die du vermutlich vom Namen bereits kennst, aber auch weitere. Am Ende stelle ich dir noch eine weitere Lösung vor, bei der ich vor einiger Zeit beteiligt war und die wirklich großartig ist!

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Auf das richtige Gießen kommt es an

Ich bin wirklich kein Gartenexperte und kann dir daher an dieser Stelle nur einige Dinge wiedergeben, die ich selbst aufgeschnappt habe. Doch insgesamt ist die richtige Bewässerung deines Gartens für die Pflanzen enorm wichtig. Je nach Boden und Gegebenheiten, sollte man beim Gießen einige Dinge beachten. Solch wichtige Details musst du natürlich bei der Umsetzung einer automatischen Bewässerung beachten.

Nach meinen recherchierten Informationen ist ein zu häufiges Gießen im Garten ein großes Problem, da die Pflanzen regelrecht verwöhnt werden. Sie wachsen nicht mehr so stark in den Boden ein, da sie sich nicht auf die Suche nach Wasser begeben müssen. Aus diesem Grund ist es ratsam, doch etwas sparsam zu sein und den Garten nicht täglich zu gießen. Sicherlich gibt es Ausnahmen bei extrem hohen Außentemperaturen.

Ebenso entscheidend ist es wohl, dass das Wasser nicht in einem Schlag über die Pflanzen gekippt wird. Wir wollen schließlich keine Katastrophe simulieren, sondern den Garten pflegen! Aus diesem Grund eignen sich für den smarten Garten und die automatische Bewässerung vor allem Sprenger und Sprühregner. Diese verteilen das Wasser in mehr oder weniger gleichmäßiger Form, so dass der Boden es gut aufnehmen kann.

Unterschiede gibt es auch bei der verschiedenen Bodentypen. Während Erde Wasser besser aufnehmen kann, sind sandige Böden eher nicht geeignet für die Wasserspeicherung. Daher gilt es genau abzuwägen, an welchen Stellen wie und vor allem wie oft gegossen werden muss.

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Die automatische Gartenbewässerung

Doch blicken wir nun einmal genauer auf die automatische Gartenbewässerung. Hierbei gilt es entsprechend zu beachten, dass je nach Boden und Pflanze richtig gegossen wird. Das haben wir gerade bereits geklärt. Wenn du dein Bewässerungssystem nun im Garten verlegen oder planen möchtest, solltest du dir daher den Unterschieden bewusst sein.

Viele Hersteller geben bei ihren Produkten explizit an, wofür sie geeignet sind. Der Sprühregner von Gardena beispielsweise ist besonders schonend zu frisch gesäten Pflanzen und sollte daher vermutlich für empfindliche Pflanzen eingesetzt werden. Du möchtest schließlich nicht, dass die Saat direkt weggespült wird. Ein Rundsprenger verteilt das Wasser hingegen etwas grober und kann sicherlich gut für den Rasen eingesetzt werden, sofern er nicht gerade frischt gesät wurde.

Nun musst du selbstverständlich noch im Blick haben, welche deiner Pflanzen wie häufig Wasser benötigen. Eventuell lohnt es sich für deinen Garten, mehrere Wasserkreisläufe zu verlegen, um ganz gezielt dann gießen zu können, wenn die Pflanzen es dringend brauchen. Ich persönlich bin der Meinung, dass ein einziger Kreislauf nicht immer unbedingt richtig ist und vielleicht auch ein wenig auf die Bequemlichkeit zurückzuführen ist (auch wenn ich selbst sehr bequem bin).

Das richtige Bewässerungssystem finden

Doch belassen wir es an dieser Stelle bei meinem mehr oder weniger ausgereiften Halbwissen. Schließlich habe ich bereits einen Kaktus verdursten lassen, also ist mein Ratschlag in dieser Richtung nicht unbedingt der beste. Blicken wir lieber auf die unterschiedlichen Bewässerungssysteme, die deinen Garten auch dann frisch halten, wenn du einmal im Urlaub sein solltest.

Ich habe mir dazu zwei Systeme herausgesucht, die ich mit dir genauer ansehen möchte. Zum einen blicken wir auf das smarte Bewässerungssystem von Gardena und auf den Eve Aqua. Beides sind Systeme, die vom Hersteller als die Lösung für den heimischen Garten gelistet sind.

Eve Aqua – Bewässerung auf Sprachbefehl

Beim Eve Aqua handelt es sich um einen Bewässerungscomputer, der direkt an deinen Wasserhahn angeschlossen wird. Er lässt sich vom Smartphone oder Tablet bequem ansteuern, wodurch auch Siri die Möglichkeit bekommt, deinen Garten zu bewässern. Eingebunden ist er hierfür entweder über Bluetooth oder über den Funkstandard Thread.

Zur automatischen Bewässerung deines Gartens bietet der Eve Aqua Zeitpläne an, die du nach deinen eigenen Wünschen und Vorstellungen einrichten kannst. Mit mehreren Produkten kannst du auch gezielt einzelne Bereiche ansteuern, ohne jedes Mal einen Wasserschlauch umstecken zu müssen. Eine Besonderheit bei den Zeitplänen ist dabei, dass sie lokal auf dem Gerät gespeichert werden und nicht in einer Cloud liegen. Selbst wenn damit einmal die Internetverbindung abbricht oder du das Gerät in deinem Garten ohne Internetzugang einsetzen möchtest, ist das kein Problem.

Wirklich intelligent wird der Eve Aqua genau dann, wenn du ihn mit den Kurzbefehlen von iOS nutzt. So kannst du zum Beispiel bei schlechtem Wetter die Bewässerung pausieren, so dass kein Wasser unnötig verschwendet wird oder dein Pflanzen zu viel davon bekommen.

Ein großer Kritikpunkt besteht in meinen Augen darin, dass es sich hierbei wirklich nur um den Steuerungscomputer handelt. Zubehör, das du für die gezielte Bewässerung brauchst, findest du bei Eve nicht. Das musst du dir tatsächlich in einem Baumarkt vor Ort kaufen oder im Internet bestellen.

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Das Gardena Smart System

Etwas anders sieht es in Bezug auf Zubehör bei Gardena aus. Der Hersteller ist spezialisiert auf den Gartenbereich und bietet daher ein großes Sortiment an Zubehörartikeln, die du für deine automatische Gartenbewässerung brauchen kannst. Zum Sortiment gehören neben den Sprengern auch Sprühregner und viele weitere Teile.

Das Gardena Smart System wird – ähnlich wie der Eve Aqua – mit deinem vorhandenen Wasserhahn verbunden, so dass die Bewässerung durch den Computer gesteuert werden kann. Die Verbindung erfolgt dabei kabellos und soll auch in großen Gärten problemlos funktionieren. Das Smart Gateway von Gardena übernimmt dabei die Verbindung zwischen Netzwerk und einzelnen Bestandteilen. So ist es für dich möglich, dass du deine Bewässerung bequem vom Smartphone oder Tablet steuern kannst.

Wie auch bei Eve gibt es im Gardena System unterschiedliche Zeitpläne, nach denen du deinen Garten bewässern kannst. Die minimale Bewässerungsdauer beträgt dabei eine Minute und kann auf bis zu 10 Stunden erweitert werden. Um auch ohne Smartphone bewässern zu können, befindet sich am Smart Water Control eine Taste, die eine Bewässerung sofort startet.

Eine weitere Besonderheit ist, dass du bereits vorhandene Bewässerungssysteme durch die Smart Irrigation Control direkt in das Gardena-System integrieren kannst. Damit wird deine bisherige Lösung ebenfalls smart steuerbar und kann bequem vom Liegestuhl bedient werden.

Der große Vorteil von Gardena liegt in meinen Augen in der Erweiterbarkeit und der Möglichkeit, dass viele Komponenten direkt beim Hersteller verfügbar sind. Gerade bei der Auswahl passender Sprenger hat Gardena hier klar die Nase vorn.

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Gartenbewässerung im Eigenbau

Selbstverständlich kannst du auch einen völlig anderen Weg gehen und dir dein Bewässerungssystem völlig frei zusammenstellen. Ich war zum Beispiel an einem Projekt beteiligt, wo es um den Eigenbau eines Bewässerungssystems ging. Hierzu haben wir ein Magnetventil, unterschiedliche Rohre und Sprenger genutzt.

Das Verlegen der Rohre unterscheidet sich dabei kaum von Herstellerlösungen, da die Arbeit im Grunde die gleiche bleibt. Es ist in meinen Augen lediglich ratsam, dass du jemanden an der Hand hast, der dir bei der Auswahl der richtigen Rohre helfen kann.

Durch die Nutzung eines Magnetventils kannst du bequem auf eine Schaltsteckdose eines Herstellers deiner Wahl zurückgreifen. Diese wird in dein bestehendes Smart Home integriert und steuert so die Gartenbewässerung. Mit dem richtigen System ist so auch eine Steuerung über Amazons Alexa oder den Google Home möglich. Zeitpläne musst du natürlich dafür in deiner smarten Zentrale umsetzen, wobei das die meisten unterstützen. Schlussendlich geht es hierbei nur darum, wann und wie lange die Steckdose eingeschaltet bleiben soll.

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Mein Fazit

Ich bin wirklich der Überzeugung, dass eine automatische Gartenbewässerung in vielerlei Hinsicht sinnvoll sein kann. So wird es zum Beispiel möglich, dass du den Garten auch dann bewässern kannst, wenn du einmal nicht von deinem gemütlichen Liegestuhl aufstehen möchtest.

Aber auch wenn du gerade im Urlaub bist musst du dir keine Sorgen machen, dass dich bei der Rückkehr eine private Wüste erwartet. Du bestimmst selbst, wann der Garten eine Bewässerung nötig hat und kannst sie gezielt vom Smartphone auslösen. Wenn du gerade auf Mallorca mit einem schicken Cocktail am Strand liegst, kannst du dich dennoch um die Bewässerung in deinem Zuhause kümmern. Das erspart nicht nur dir viel Kopfzerbrechen, sondern freut mich großer Sicherheit auch die Person, die während deiner Abwesenheit nach deinem Haus schaut und den Briefkasten leert.

Smarte Bewässerungssysteme zeigen außerdem, dass das Smart Home nicht nur für Beleuchtung gedacht ist. Der Gedanke des Smart Homes schließt alle Bereiche unseres täglichen Lebens ein und macht so auch vor dem Garten keinen Halt. Selbst wenn du heute noch nicht der Meinung bist, dass es für dich eine automatische Gartenbewässerung sein muss, erkennst du sicherlich trotzdem die Vorteile.

Und mal unter uns … Die Zeit, die du einsparen kannst, hast du für den genialen Grillabend und ein leckeres Steak. Wäre das nicht super?

Kategorien: Smart Home - intelligentes Wohnen

Lukas

Hey, ich bin Lukas. Seit einigen Jahren schreibe ich in meinem Smart Home Blog über Hausautomation und Digitalisierung. Als Wirtschaftsinformatiker weiß ich, wie wichtig die Vernetzung von IT-Systemen ist. Diese Erkenntnisse übertrage ich auf mein eigenes Smart Home, das ich auf Basis von ioBroker betreibe. Hierzu nutze ich die Leistung eines eigenen Rackservers in meinem Keller, der alle Dienste und Smart Home Systeme aufrecht erhält. Mit ihm habe ich mir einen großen Traum erfüllen können. In deinen Ohren klingt das mindestens genauso spannend, wie für mich? Dann komm mit auf unsere Reise zu einem vollwertigen, sicheren und komfortablen Smart Home. Ganz oben findest du Verknüpfungen zu Social Media, wo du mir gerne folgen darfst. Ich freue mich auf dich!

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