Transparenzhinweis: Für diesen Artikel wurde mit der SONOFF AirGuard TH zum Testen unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Es handelt sich nicht um eine bezahlte Zusammenarbeit.
Jeden Abend im Badezimmer erlebe ich es aufs Neue: Beim Duschen wird der Raum feucht und die Feuchtigkeit muss irgendwie raus transportiert werden. In einem solchen Szenario kann der SONOFF AirGuard TH helfen!
Zwar habe ich ihn dort noch nicht im Einsatz, aber es wäre ein wirklich großes Potenzial für mein Smart Home. Denn er liefert nicht nur die Daten an Home Assistant, sondern kann sie auch direkt noch auf einem eingebauten Display anzeigen.
Der große Vorteil besteht somit aus zwei Dingen: Einerseits können die Daten in Home Assistant (oder einem anderen System) verarbeitet werden, andererseits aber auch direkt am Display abgelesen werden. Diese Kombination ist aus meiner Sicht ziemlich stark, denn man hat einfach nicht ständig ein Display um sich oder das Smartphone griffbereit in der Hosentasche. Ein besonderer Benefit ist aus meiner Sicht zudem noch die Verbindung per Zigbee, die vollständig lokal und ohne Cloud herstellbar ist. Ich nutze dafür zum Beispiel Zigbee2MQTT, was mir eine große Flexibilität im Smart Home erlaubt.
TL;DR
Der SONOFF AirGuard TH misst Temperatur und Feuchtigkeit per Zigbee, zeigt alles auf einem großen Display – und lässt sich komplett lokal mit Zigbee2MQTT und Home Assistant nutzen. Ideal für alle, die schnell Werte ablesen wollen und smarte Automationen bauen wollen – ganz ohne Cloud. Kleine Schwächen beim Display bei Dunkelheit, aber für unter 20 Euro ein richtig solides Gerät fürs lokale Smart Home.

Inhaltsverzeichnis
Produkt & Technik auf den Punkt
Der SONOFF AirGuard TH kommt mit einem 3,6 Zoll großen LCD Display. Er ist batteriebetrieben (2x AAA Batterien) und übermittelt seine Daten per Zigbee 3.0 an eine von dir ausgewählte Zentrale. In meinem Fall handelt es sich um eine Installation von Zigbee2MQTT, welche wiederum mit Home Assistant verbunden ist.
Auf seinem Display stellt er dabei die gemessene Temperatur und Luftfeuchtigkeit dar. Zusätzlich zeigt er dir noch die Maximal- und Minimalwerte der vergangenen 24 Stunden für einen schnellen Abgleich.
Seine große Stärke besteht vor allem darin, dass du ihn vollständig ohne Abhängigkeit zu irgendwelchen Clouds nutzen kannst. Eine vollständig lokale Integration ist nämlich mit den richtigen Tools über Zigbee gar kein Problem. Für all diejenigen ohne Smart Home System lässt er sich auch komplett alleine nutzen und zeigt seine Daten dann eben nur auf dem eingebauten Display an.
Über den verfügbaren Proximity-Modus ist es zudem auch möglich, die Werte direkt per Bluetooth auf einem Smartphone anzeigen zu lassen. Ein Zugang aus der Ferne ist damit aber nicht möglich und die Verbindung ist auf die Bluetooth-Reichweite beschränkt. Ist der AirGuard außerdem mit einem Gateway verbunden, wir der Proximity-Modus deaktiviert. Es kann also nur ein Zugang zum Gerät gleichzeitig genutzt werden. Zigbee schließt demnach Bluetooth aus.
Das Display an sich ist gut zu lesen, verfügt aber über keine Hintergrundbeleuchtung. Das spart Strom, erfordert aber genug Helligkeit aus der Umgebung, um die Zahlen problemlos ablesen zu können. Aus meiner Sicht wäre möglicherweise ein Näherungssensor eine praktische Sache, so dass das Display kurz aufleuchtet. Am besten noch basierend auf der aktuellen Umgebungshelligkeit. Aber wir wollen mal nicht so kleinlich sein. Die meisten Anwender werden sowieso eine Verbindung zum Smart Home herstellen.
- [3.6'' Großes LCD-Display mit täglichen Höchst- und Tiefstwerten] Das große LCD bleibt aus...
- [App-Überwachung in Echtzeit & Benachrichtigungen] Überwachen Sie Temperatur und Luftfeuchtigkeit...
- [Fernanzeige für die Überwachung mehrerer Räume] Das Gerät kann Echtzeitdaten eines anderen...
Zuletzt aktualisiert 1.02.2026 / (*, **) Affiliate Links / Preis kann abweichen / Bild: Amazon Product Advertising API
Preis, Design und Verfügbarkeit
Verfügbar ist der SONOFF AirGuard TH über die herstellereigene Website oder auch auf Amazon. Der Preis variiert dabei je nach Plattform, auf der du das Gerät suchst. Bei Amazon wird er etwas teurer verkauft. Zum Zeitpunkt meiner Stichprobe reden wir hier aber auch nur von einem Aufschlag von etwa 1,49 Euro. Dafür geht eben die Lieferung ziemlich flott. Eine Lieferung per Prime steht mir dabei übrigens nicht zur Verfügung.
Insgesamt kann man sagen, dass du für unter 20 Euro einkaufen kannst und ein gutes Gerät an deine Seite bekommst. Das Design ist dabei nicht besonders auffällig und eher schlicht gehalten. Das mag dem einen oder anderen nicht gefallen. In der Praxis finde ich das aber ehrlich gesagt ganz angenehm. Obwohl man sicherlich optisch noch etwas mehr aus dem Gerät machen könnte.
Qualitativ ist es ganz gut, aber auch hier sticht es nicht besonders hervor. Ich würde es als guten Durchschnitt bezeichnen, womit der AirGuard TH auch gut weg kommt. Insgesamt passt es gut in das Sortiment von SONOFF und entspricht meinen Erfahrungen nach der typischen Qualität des Herstellers. Besonderer Pluspunkt ist, dass es einfach funktioniert. Es mag schlicht daherkommen. Aber unterm Strich zählen eben nun mal primär die Funktion und Zuverlässigkeit. Das ist hier definitiv gegeben.
Pro & Contra: Einschätzung
Was mich persönlich am meisten überzeugt hat und nach wie vor überzeugt, ist der lokale Betrieb unabhängig von einer Cloud. Ich habe den SONOFF AirGuard TH an meine Zigbee2MQTT-Installation angelernt und stelle so die Verbindung zu Home Assistant her.
Seine Werte übermittelt er regelmäßig und es ergibt sich auch die typische Verlaufskurve, wie sie eben in Home Assistant sichtbar ist. Blendet man mal den Weg aus, den das Signal geht, wirkt es fast wie eine natürliche Integration. Im Alltag bemerke ich gar nicht, über welchen Weg die Daten geliefert werden. Ich kann zuverlässige Automationen erstellen und im Grunde all das tun, als wäre da gar kein Vermittler dazwischen. Eben genau so, wie ein Zigbee-Gerät funktionieren soll.
Zudem kann ich die Werte direkt am Display ablesen und trotzdem auch automatisiert verarbeiten. Diese Kombination gefällt mir gut. Aktuell steht das Gerät bei mir auf dem Schreibtisch und ich habe direkt einen guten Einblick in die Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Raum. Besonders im Homeoffice muss ich nicht erst in Home Assistant nachschauen, was einfach komfortabel ist.
Nachteilig ist aber ohne Frage, dass das Gerät gerade am Abend oder bei schlechten Lichtverhältnissen wirklich nicht leicht abzulesen ist. Mir fehlt außerdem eine Aussage über die Luftqualität (z. B. CO2 / VOC). Das würde mir ein runderes Bild liefern und ich könnte auch noch mehr Nutzen aus dem Gerät ziehen.
Darüber hinaus agiert der SONOFF AirGuard TH nicht als Zigbee-Router, sondern nur als Endgerät. Das ist aus meiner Sicht keine Schwachstelle, kann aber für manche ein wichtiges Kriterium sein. Obwohl ja insgesamt ein Router eher fest mit dem Stromnetz verbunden ist und es nicht unbedingt empfehlenswert ist, dafür ein batteriebetriebenes Gerät zu nutzen. Dadurch schrumpft eben auch die Lebensdauer der Batterie sehr schnell.

Was andere sagen
Insgesamt erhält der SONOFF AirGuard positive Rezensionen im Netz. Selten wird mal die kleine Schriftgröße in der mitgelieferten Anleitung kritisiert oder dass die Symbole basierend auf der Wohlfühltemperatur mit Zigbee2MQTT so nicht funktionieren. Aus meiner Sicht sind das aber Kleinigkeiten (bei der Schrift buchstäblich) und zu vernachlässigen. Gerade Symbole dienen im Grunde der Unterstützung und haben an sich erstmal keinen Mehrwert. Insbesondere dadurch, dass die wichtigen Fakten und gemessenen Werte wesentlich wichtiger sind.
Ebenso wird hin und wieder mal die Genauigkeit kritisiert, welche wohl in einem Bereich zwischen +/- 0,2 Grad Celsius beziehungsweise 2% rF schwankt. In Anbetracht des Preises sind die Anwender aber im Grunde zu diesem Kompromiss bereit. Ich selbst habe keinen Gegencheck gemacht und kann es so weder bestätigen noch ausschließen. Wenn wir aber wirklich von einem so kleinen Differenzbereich sprechen, ist das für mich persönlich wirklich in Ordnung. Aber die Entscheidung muss jeder für sich selbst treffen. Wobei ich jetzt mal in den Raum werfen würde, dass gerade eine Abweichung von +/- 0,2 Grad Celsius für die wenigsten im Smart Home ein Problem darstellen dürfte. Eine möglichst hohe Genauigkeit ist zwar wünschenswert, aber ein Toleranzbereich muss immer da sein. Die Frage ist einfach nur, wie groß er sein darf.
Häufig liest man auch, dass die Integration über Zigbee2MQTT mit Home Assistant problemlos klappt, was ich so definitiv bestätigen kann. Doch dazu kommen wir gleich nochmal gesondert.
Zigbee2MQTT-Integration
Wie ich nun schon im Laufe des Artikels mehrfach erwähnt habe, nutze ich die Integration in Home Assistant über Zigbee2MQTT. Ehrlicherweise ist es erst das zweite Gerät, welches ich über diesen Weg anlerne. Der Grund für Zigbee2MQTT besteht für mich darin, dass ich flexibel und unabhängig von Herstellern Geräte integrieren kann, die dann mit meinem Smart Home verbunden sind. Und ich kein Gerät brauche, welches zwingend von einer Cloud abhängt.
Der Anlernprozess ist dabei denkbar einfach und im Grunde in 3 Schritten erledigt.
Benötigte Zeit: 5 Minuten
AirGuard TH an Zigbee2MQTT anlernen in 3 Schritten:
- Gerät auspacken und vorbereiten
Zuerst einmal musst du das Gerät natürlich auspacken und auch den Schutz für die Batterien ziehen. Danach befindet sich das Gerät sofort im Anlernmodus und ist bereit dazu, mit deinem Zigbee-Gateway verbunden zu werden.
- Anlernmodus in Zigbee2MQTT starten
Nun startest du den Anlernmodus von Zigbee2MQTT im Dashboard. Beachte dabei, dass sich das Gerät in der Empfangs- und Sendereichweite des Gateways befinden muss. Zum Anlernen ist es immer sehr praktisch, wenn du möglichst im gleichen Raum bist. Solange eine Verbindung möglich ist, sollte das aber nicht zwingend notwendig sein.
- Gerät benennen
Vergib dem Gerät nun einen eindeutigen Namen, so dass du es auch später wieder identifizieren kannst. Dieser Name taucht dann später auch in Home Assistant auf, sofern du eine Verbindung zwischen Zigbee2MQTT und Home Assistant hergestellt hast. Das Gerät sollte in der Regel nach wenigen Augenblicken auch in Home Assistant auftauchen.
Nun sollte auch schon nach wenigen Augenblicken in Home Assistant alles auftauchen. Bei mir hat es dann nochmal kurz gedauert, bis alle Werte aktualisiert waren.
Außerdem scheinen sich die Werte auch nur in einem bestimmten Intervall zu aktualisieren. Jedenfalls gibt es manchmal kurz eine kleine Differenz zwischen Display und Home Assistant. Insgesamt aber wirklich verkraftbar und ohne großen Einfluss. Warum das so ist, erzähle ich dir jetzt gleich auch noch.

Automationsideen zum Umsetzen
Nachdem der SONOFF AirGuard TH nun in Home Assistant ist, kann es auch schon losgehen mit den Automationen.
In meinem Badezimmer nutze ich zum Beispiel einen sehr simplen Sensor ohne Display. Stattdessen steht daneben nochmal ein normaler Thermometer, damit ich von dort die Raumtemperatur ablesen kann. Mein nächster Schritt führt mich dann also dazu, dass ich hier mal etwas Ordnung schaffe. Zudem kann ich dann auch eine meiner besten Automationen direkt damit umsetzen:
Wird die Luftfeuchtigkeit beim Duschen am Abend zu hoch, wird automatisch der Lüfter eingeschaltet. Durch die robuste Integration per Zigbee2MQTT ist das super einfach zu machen.
Du kannst das Gerät aber auch nutzen, um beispielsweise die Werte in einem Wintergarten im Auge zu behalten. Oder vielleicht im Kinderzimmer. Denn dort ist Temperatur und Feuchtigkeit ja auch nochmal ein ganz besonderes Thema.
Im Grunde kann man sagen, er hilft einfach überall dort, wo es um genau diese beiden Werte geht. Und wo man zusätzlich zu den Daten im Home Assistant auch gerne noch die Möglichkeit zum Ablesen hätte. Denn sonst würde es ja auch etwas ohne ein Display tun. Aber gerade die Kombination macht ihn eben so stark aus meiner Sicht. Jedenfalls für mich.

Fazit & Empfehlung
Insgesamt konnte ich in der bisherigen Einsatzzeit definitiv feststellen, dass der SONOFF AirGuard TH eine gute Arbeit macht. Er ist eines der unkompliziertesten Geräte in meinem Smart Home und sehr zuverlässig. Genau das schätze ich sehr.
Vor allem der rein lokale Betrieb ist darüber hinaus noch super für ein wirklich unabhängiges Smart Home. Hier hilft die Kombination mit Zigbee2MQTT sehr gut weiter. Betrachtet man dann noch den Preis, ist es ein unschlagbar gutes Gadget für mein Smart Home. Obwohl man natürlich auch sagen muss, dass ein paar Werte mehr gar nicht so verkehrt wären.
Abstriche muss man darüber hinaus beim Ablesen vom Display bei Dunkelheit machen und möglicherweise bei der Genauigkeit. Wobei ich letzteres nicht bestätigen oder widerlegen kann. Ich habe die Werte so akzeptiert, da sie sich grob mit dem gedeckt haben, was ich schon einmal in meinem Raum gemessen habe. Und eine minimale Abweichung macht in meinem Szenario eben auch keinen Unterschied, solange die Werte plausibel sind.
Ich kann den SONOFF AirGuard TH daher nur empfehlen. Aber eben auch nur dann, wenn es wirklich nur um Temperatur und Luftfeuchtigkeit geht. Wer seine Luftwerte umfassend messen will, braucht mehr als nur das. Und du musst natürlich auch bedenken, dass du das passende Gateway brauchst. Das kann eines von SONOFF, aber auch Zigbee2MQTT sein. Je nach eigenen Präferenzen.
Wenn ich heute die Herausforderung hätte, wie ich gut und preiswert die Raumtemperatur messen kann ohne schon wieder ein Gerät im WLAN zu haben, würde ich freiwillig durchaus zum SONOFF AirGuard TH greifen. Er tut einfach was er soll und will nicht ständig irgendwas in die Cloud schicken. Er arbeitet still und leise an seiner Aufgabe und macht keine Probleme. Besser geht’s im Smart Home kaum.
Und die kleinen Dinge, die nicht perfekt sind, haben in meinem Fall keinen großen Einfluss. Das sind für mich Aspekte, mit denen ich vollständig leben kann.
Wie stehst du zum SONOFF AirGuard TH? Interessant oder doch zu leichtgewichtig? Lass uns unten in den Kommentaren einen Austausch starten!

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