6 Tipps für Smarthome und wie es gelingt

6 Tipps für Smarthome

In der Vergangenheit hatte ich bereits einen Artikel darüber geschrieben, wie du zu deinem eigenen Smarthome kommst. Doch bis man zu seinem gewünschten Smarthome kommt, gibt es ein paar Vorüberlegungen. Daher ist es an der Zeit, dass ich dir 6 Tipps für Smarthome mit auf den Weg gebe, um dein Smarthome zum besten zu machen! Nutze diese Tipps und mach einfach mehr als nur den Standard aus deinem Zuhause.

Mach dein Zuhause zu deinem Palast, deinem Königreich oder deinem Ruhetempel. Du entscheidest, wie dich die Technik begleitet und wie weit sie in deinen Alltag eingreifen soll. Egal, ob Lampen für farbliche Beleuchtung, Thermostate für das perfekte Raumklima oder Steckdosen um Energie zu sparen, es gibt für alles eine Lösung. Wieso du dennoch nicht blindlings anfangen solltest und dir zuerst ein paar Gedanken über dein Ziel machen solltest, erfährst du hier in diesem Beitrag.

Mach dir deine Anforderungen klar

Mach dir klar, was dein Smarthome können soll. Wie möchtest du in deinem Alltag unterstützt werden?
Nicht jede Technik erleichtert dir den Alltag. Manche ergeben auch gar keinen Sinn oder sind nur Spielerei. Konzentriere dich auf das Wichtige und das, wo du denkst, dass es dir helfen kann.
Überlege dir, wie du dein Smarthome steuern möchtest. Willst du Sprache nutzen? Dein Smartphone? Oder dein Tablet? Nicht jede Lösung unterstützt alle Möglichkeiten. Es gibt Lösungen, welche lediglich auf einer App basieren und keine Weboberfläche bereitstellen. Damit ist es dir also nicht möglich, dein Zuhause am Computer zu steuern. Andere erlauben keine Sprachsteuerung, weshalb du nie in den Genuss von Google Home oder Amazon Echo kommen wirst.

 

Übrigens habe ich den Google Home sowie den Amazon Echo getestet. Wenn du mehr über die Unterschiede zwischen den Geräten erfahren möchtest, dann empfehle ich dir meinen Beitrag Alexa gegen Google Home – wer hat die Nase vorn?

 

Je konkreter deine Anforderungen schon zu Beginn sind, desto besser wird dein Smarthome später zu dir passen. Denn entscheidest du dich für eine Lösung, die jetzt ganz okay ist, kann sie im nächsten Jahr schon wieder schlecht sein. Deine Anforderungen werden mit deinem Wissen wachsen und deshalb solltest du bereits so weit wie es geht in die Zukunft planen. Du musst dabei nicht unbedingt wissen, welche Funkstandards du einsetzen willst oder an welcher Stelle deine Aktoren exakt sein sollen. Aber die Grundzüge sollten ausgearbeitet werden.

Schreib dir auf, was dein Zuhause können soll. Denk ein paar Tage darüber nach und fange dann erst an.

Triff die Wahl zwischen Basteln und Konsumieren

wiButlerMöchtest du selbst Hand anlegen oder bist du eher die Person, bei der sich der Aufwand in Grenzen halten soll?

Während man auf dem Markt unterschiedliche Lösungen von Herstellern kaufen kann gibt es Leute, die sich lieber selbst an das Bauen machen. Angefangen mit einem Server als Basis, über die Installation von Software, bis hin zum Löten und Verdrahten der Aktoren. Es sind dir keine Grenzen gesetzt.

Aber das schaffe ich nicht, ich kenne mich doch gar nicht aus.

Völlig egal! Im Internet findest du einen riesigen Berg an Anleitungen zur Einrichtung des Raspberry Pi und OpenHab. Wer dennoch noch individuelle Fragen hat, liest in Blogs oder Foren nach. Dort kann man auch selbst Fragen stellen, auf welche andere Benutzer antworten. Hier sollte man keine Scheu haben das auszuprobieren. Nutze es als Chance, damit du besser wirst! Du lernst etwas dazu, was du vielleicht sonst nie gelernt hättest.

Wer stattdessen auf eine Standardlösung setzt muss sich um derartige Probleme nahezu keine Gedanken machen. Hier kümmert sich der Hersteller um Updates, Erweiterungen und Probleme. Allerdings muss einem hier auch klar sein, dass man nur das in sein Zuhause einbauen kann, was der Hersteller zulässt. Ebenso kann man hier nicht beliebig erweitern.

Komfort gegen Erweiterbarkeit. Hier muss man abwägen, wo die Vorteile für einen selbst überwiegen. Eventuell vergleicht man auch konkrete Produkte und geht nicht unbedingt von einer allgemeinen Aussage aus.

Kaufe nicht, nur weil es günstig ist

Fritz DECT 200Schnäppchen gibt es online nicht gerade sehr selten. Nahezu täglich ist irgendetwas im Angebot oder wird als Schnäppchen verkauft. Aber manchmal lohnt es sich, wenn man nicht direkt auf Kaufen klickt, sondern sich erst fragt, ob das Gadget mit dem Smarthome kompatibel ist.

Nehmen wir an, du hast ein Umzugsunternehmen, welches einen großen LKW braucht. Nun ist das neueste Modell des Smart im Angebot. 50 % Rabatt! Unfassbar! Doch würdest du ihn kaufen? Nein? Aber es ist doch ein super Angebot!

Ja, es ist ein super Angebot, aber es passt einfach nicht mit dem zusammen, was du brauchst. Und so ist es auch bei der Technik.

Wenn dein Smarthome 433 MHz Steckdosen nutzt, um Lichter zu steuern, kannst du auch keine DECT-Steckdose ohne Probleme einsetzen. Zwar könntest du eine weitere Basis in Betrieb nehmen und einen Umweg darüber gehen, doch das macht es nur kompliziert. Wenn du allerdings eine DECT-Steckdose möchtest, weil diese Funktionalitäten besitzt, welche andere nicht haben, ist das etwas anderes. Aber nur anhand des Preises zu entscheiden könnte in die Hose gehen.

Lies dir also genau durch, was das Gadget kann und überlege dir, ob du damit etwas anfangen kannst. Es lohnt sich nicht, dass man Dinge auf Biegen und Brechen kompatibel macht, wenn es dann am Ende doch nicht richtig funktioniert. Schlussendlich führt das früher oder später zu Ärger. Immer.

Nimm dir Zeit zum Testen

Smart sein, so schnell wie möglich. Am besten gestern. Und dann soll es auch schon perfekt sein. Aber so läuft es nicht. Wenn du dein Zuhause smart machst, gehört die Phase des Umgewöhnens dazu. Wer früher immer in den Raum gegangen ist und den Lichtschalter gedrückt hat, wird das in der ersten Zeit immer noch machen wollen. Vor allem, wenn man nicht darüber nachdenkt.

Es kommt außerdem dazu, dass man nicht direkt die optimale Situation hat. Man schaltet vielleicht einige Dinge über das Smartphone, merkt aber nach einiger Zeit, dass es doch besser wäre, ein anderes Gerät zu schalten. Und das ist in Ordnung, das gehört dazu. Starte daher eine Testphase in der du prüfst, ob du optimal umgestellt hast. Fang in kleinen Schritten an und erweitere erst dann, wenn alles gut läuft.

Gestehe dir aber auch Fehlschläge ein und lerne daraus, wie du diese beheben oder verbessern kannst. Zu Beginn haben wir mehrere Wochen immer wieder Optimierungen durchgeführt, damit wir eine Situation erreichen, mit welcher wir zufrieden sind. Auf Anhieb hat das nicht geklappt. Vor allem, weil man gerade am Anfang ein paar Anschaffungen macht, die nach und nach eintrudeln. Da wirft man dann doch gerne mal wieder etwas über Bord.

Bleibe flexibel, aber nicht zu allgemein

Wenn man in einer Mietwohnung lebt, möchte man nicht zu viel verbauen, das man später nicht wieder ausbauen kann. Zumal man auch nicht alles umbauen darf. Daher solltest du dir überlegen, wie weit deine Technik gehen soll und wie viel zu davon in eine andere Wohnung übertragen kannst.

Lampen und Steckdosen sind immer gut, um sie bei einem Umzug mitzunehmen. Es könnte hier höchstens etwas Aufwand auf dich zukommen, wenn du die Steckdosen in andere Räume verteilst. Aber dieser Aufwand würde sich in Grenzen halten. Rollladensteuerungen hingegen wären problematischer. Hier müsste ein größerer Aufwand betrieben werden, um diese zu übertragen. Auch von elektronischen Türschlössern würde ich daher eher die Finger lassen. Wobei ich sagen muss, dass ich persönlich sowieso kein großer Freund von elektronischen Türschlössern bin. Ich denke hier bin ich zu klassisch. Oder ich möchte meinen Schlüssel nicht abgeben, wer weiß.

Beachten solltest du aber auch auf alle Fälle, dass du dich nicht zu flexibel hältst. Wer zu flexibel ist, verliert Individualität. Und gerade beim smarten Zuhause sollte ja alles perfekt auf dich zugeschnitten sein. Ohne Wenn und Aber. Hier würde dir eine Standardlösung ohne Anpassungen das Leben vielleicht eher noch erschweren, weil dann etwas doch nicht so ist, wie du es gerne hättest oder brauchst. Du würdest dein eigenes Haus ja auch nicht so einrichten oder streichen, dass es möglichst vielen Leuten gefallen könnte.

Behalte den Datenschutz im Auge

Auch wenn du vielleicht denkst, dass du nichts zu verbergen hast, solltest du auf Datenschutz achten. Es gibt immer Gadgets, welche sehr viele Daten sammeln oder sammeln können. Das bedeutet nicht, dass du solche nicht einsetzen sollst, du sollst dir aber darüber im Klaren sein. Nur wer sich darüber im Klaren ist hat die Chance, diese Gadgets zu vermeiden oder einzuschränken.

Zudem ist die Situation meist diese, dass viele Personen Sorgen haben bezüglich des Datenschutzes, sich dann aber in sämtlichen Clouds anmelden und diese auch aktiv nutzen. Das ist natürlich kein sehr kluger Schachzug. Weiterhin sieht es oft so aus, dass Daten, welche einmal online sind, auch online bleiben. Selbst wenn du dich von einem Dienst wieder abmeldest kannst du dir nie sicher sein, dass deine Daten tatsächlich vollständig gelöscht worden sind. Mach dir also lieber im Voraus Gedanken, als deine Entscheidung später zu bereuen.


Das waren sie, meine 6 Tipps für deinen Start ins Smarthome. Wenn dir noch etwas einfällt oder du Fragen hast, hinterlasse gerne einen Kommentar.

Übrigens findest du hier bei uns viele Inhalte zum Thema Smarthome. Wir haben uns selbst damit schon einige Zeit beschäftigt und basteln des Öfteren an unserer Lösung. Wenn du mehr darüber wissen willst, hilft dir die Kategorie Smarthome weiter. Wir haben auch den Wibutler als Herstellerlösung getestet und darüber berichtet. Wir bevorzugen für uns allerdings den Raspberry Pi sowie die FritzBox in Kombination mit OpenHab. Das gibt uns mehr Flexibilität und Einblicke in die Thematik, welche wir sonst nicht bekommen hätten.

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